Szene West Trend: Retox trotzt Detox

Von Ina Schäfer 

Der erste Stuttgarter Gin schmeckt nach Wacholderbeeren, Zimt, Zitrusfrüchten und Rosmarin und wurde in der Schnapsbrennerei von Hans-Otto Frey in Wolfschlugen kreiert. Bei Retox am
Rosenbergplatz ist er zu haben.

Die drei von der Tankstelle: Dorian Langer, Stefan Büttner, Benni Erbsland (von links) Foto: Schäfer
Die drei von der Tankstelle: Dorian Langer, Stefan Büttner, Benni Erbsland (von links) Foto: Schäfer

S-West - Im Schnapsgeschäft ist Stefan Büttner schon seit einer ganzen Weile. Applaus Dry Gin nennt sich das hochprozentige Erzeugnis, das er gemeinsam mit Frederik Dulay-Winkler und Daniel Hammer auf den Markt gebracht hat. Der Stuttgarter Gin schmeckt nach Wacholderbeeren, Zimt, Zitrusfrüchten und Rosmarin und wurde in der Schnapsbrennerei von Hans-Otto Frey in Wolfschlugen nach etwa 45 Durchgängen kreiert. Der Gin wird inzwischen in namhaften Stuttgarter Bars und Kneipen ausgeschenkt.

Schnaps-Sonderkollektion

Stefan Büttner betreibt mit Benni Erbsland und Dorian Langer die Kreativ-Agentur Brightzeit im Stuttgarter Westen und hat jetzt mit den beiden Kollegen den Retox Liquor Store am Rosenbergplatz im Stuttgarter Westen eröffnet. Besagter Brenner aus Wolfschlugen und ein großes Netzwerk aus talentierten Künstlern waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass die drei Agenturchefs noch tiefer ins Schnapsgeschäft eingestiegen sind. Dort gibt es noch bis Weihnachten Spirituosen aus ganz Deutschland und der Region zu kaufen. Das Besondere am Liquor Store: In Zusammenarbeit mit Hans-Otto Frey ist eine limitierte Sonderkollektion aus verschiedenen Schnapssorten entstanden. Die Etiketten dafür sind von befreundeten Künstlern gestaltet worden – unter anderem von Kim Hoss, Nils Prenz und Mike Friedrich.

Die Zusammenarbeit mit dem Schnapsbrenner aus Wolfschlugen klappt hervorragend. „Hans-Otto Frey hat Lust auf etwas Neues und ist begeistert von dem, was wir hier machen“, sagt Erbsland. Der Laden, sagt er, sei um die Schnäpse und Flaschen herum entstanden: „Eigentlich ist das eine Kunstausstellung, die Objekte sind die Flaschen.“ Nur, dass diese im Retox Liquor Store nicht nur betrachtet werden sollen. Der Laden ist gestaltet wie eine Mischung aus deutscher Jägerkultur und Gangsterrap. Das Logo ist umgeben von einem Camouflagemuster aus Enten, in der Ecke steht ein DJ-Pult für die Veranstaltungen, an Wänden und Decke hängen Geweihe in sämtlichen Ausführungen.

Betty Ford Boy legt auf

Von Anfang an war der Laden von Büttner, Erbsland und Langer gut besucht. An den verkaufsoffenen Samstagen, aber auch am vergangenen Donnerstagabend, als Suff Daddy von den Betty Ford Boys im Laden aufgelegt hat. Die Band ist übrigens Schuld am Namen des Liquor Stores, der nach deren zweitem Album „Retox“ benannt worden ist. Der Laden befindet sich gegenüber von Büttners Sushi-Restaurant und Lieferservice „I love Sushi“. Normalerweise ist darin ein Warteraum untergebracht. Der Ort ist optimal für das Trio, schon Wochen vor der Eröffnung war im Schaufenster direkt am Rosenbergplatz sichtbar, dass dort etwas Neues entsteht. „Deshalb sind bisher viele aus der Nachbarschaft vorbei gekommen“, freuen sich die drei. Nach Weihnachten soll erst einmal Schluss sein mit dem Retox Liquor Store im Stuttgarter Westen, Veranstaltungen wie etwa eine Verkostung für das nächste Jahr sind schon in Planung.

Retox: Rosenbergplatz 2, geöffnet am 19. Dezember, 11 bis 20 Uhr, sowie außerhalb der Öffnungszeiten, wenn das Licht an ist, mehr Infos unter retox.brightzeit.de

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