Tag der Elektromobilität E-Bikes mit 60 km Reichweite
Sybille Neth, Fotos: Zweygarth, 05.07.2010 11:31 Uhr
330 Fahrer sind am Sonntag mit ihrem E-Scooter in der Innenstadt paradiert. Foto: Rudel
330 Fahrer sind am Sonntag mit ihrem E-Scooter in der Innenstadt paradiert. Foto: Rudel
""Oberstes Ziel ist es, Verkehr zu vermeiden.""
Gerhard Pfeifer vom BUND



E-Bikes lösen das Verkehrsproblem nicht


"Es ist ein super Stadtfahrzeug. Wir halten es für eine vielversprechende Sache", resümiert Reimund Elbe vom ADAC Baden-Württemberg. Wie beim Elektroauto sei die Ladekapazität jedoch auch beim Roller nicht ausreichend für weitere Strecken. Wichtig sei es, dass die Anschaffung von Elektrofahrzeugen steuerlich begünstigt werde und die "Energieversorger faire Preise machen." Andererseits sei der ADAC daran interessiert, dass der Verkehr in den Städten gut gesteuert werde und bietet deshalb für seine Mitglieder verbilligte Jahrestickets für den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart an.

"Nur mit der Elektroenergie ist unser Verkehrsproblem nicht zu lösen", mahnt dagegen der Verkehrsplaner Christoph Link vom Stuttgarter Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). "Die Bundesregierung gibt jetzt der EnBW ein paar Millionen Euro, damit die ihr Produkt verkauft." Das sei die ökonomische Seite des Konzepts. Aus ökologischer Sicht sei zwar der Umstieg vom Auto auf den Roller positiv; solange EnBW aber kaum regenerativen Energien anbiete, sei das Engagement für die E-Mobilität sinnlos.

Ähnlich sieht es auch Gerhard Pfeifer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund): "Oberstes Ziel muss es sein, Verkehr zu vermeiden, zum Beispiel durch die Stadt der kurzen Wege." Zweite Prämisse sei es, Verkehr auf Bahn und Busse, auf das Fahrrad sowie Pedelecs und E-Scooter zu verlagern: "Die E-Mobilität kann nicht die Lösung sein." Die Selbstverständlichkeit von uneingeschränkter Mobilität ist für Pfeifer das eigentliche Problem: "Angesichts der Klimaveränderung benötigen wir wesentlich schneller Lösungen."
Kommentare (5)
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JUL
05
Tim Meier, 20:55 Uhr

Falsche Infos

Muss da Herrn Müller beipflichten. Schade das zu einem so tollen Produkt so falsche Infos verbreitet werden. Gerade die Reichweite ist ein großes Argument und 65 km sind durchaus sehr akzeptabel!

JUL
05
jackinthebox, 15:38 Uhr

einzige Chance für Elektrofahrzeuge

gleich welcher Art ist m.E. ein Standardakku mit Pfand der von den "Tankstellen" geladen wird und dann einfach am Fahrzeug (egal ob 2 oder 4 Räder) ein- und ausgesteckt wird. Man bräuchte halt irgendwie zwei oder drei Normgrößen (z.b. einmal mit 50 und einmal mit 150 Ampèrestunden) von denen man dann je nach Fahrzeuggröße einen oder mehrere Akkublöcke in die vorgesehene Stelle drückt. Fertig. Der Tankwart berechnet nur die Lade-/Stromkosten, und es müsste sichergestellt werden, dass die Akkus noch ausreichende Kapazität haben. So müsste es also europaweit ein flächendeckendes "Tankstellennetz" geben (so wie ich eben auch von Schweden bis Italien das selbe "Super" oder "Diesel" tanken kann). Alle anderen Ideen mit Stecker und Ladestation sind hirnrissig. Wer wartet 3-15 Stunden an der Tankstelle????! Niemand. Also. Wo ist das Problem? Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, in dem auch bei Handies jeder Hersteller ein anderes Ladegerät verwendet und jedes Telefon einen anderen Akku braucht. Das gleiche bei Druckern, Notebooks uswusw. Selbst Getränke, die früher in den Einheitssaft- oder Mineralwasserflaschen verkauft wurden sind jetzt in Dutzend verschiedenen Designs zu haben. Deswegen wird das nichts. Vielfalt als Verkaufsargument und Chaos als Alleinstellungsmerkmal.

JUL
05
Heinz Müller, 13:44 Uhr

einfach falsch

WIe kommen Sie bitte auf diese falschen Angaben? Das Elmoto ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h ausgelegt und wird vom Hersteller mit ca. 60km Reichweite angegeben. Ich selber bin damit auch schon 62 km weit gekommen. Wenn Sie einen Artikel über ein Produkt schreiben, dann fragen Sie bitte nicht Person xy, die das Produkt gerade mal vor ner halben Stunde bekommen hatte, sondern testen es entweder selber oder schreiben einfach die Herstellerdaten ab. Das sie diese falsche Information, dann noch in ihre Überschrift packen ist natürlich noch ganz großes Kino!

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