| Zeitungsgruppe Stuttgart |Samstag, 04. Februar 2012
Stuttgart
Artikel weiterempfehlen

Tag der Elektromobilität E-Bikes mit 60 km Reichweite

Sybille Neth, Fotos: Zweygarth, vom 05.07.2010 11:31 Uhr
330 Fahrer sind am Sonntag mit ihrem E-Scooter in der Innenstadt paradiert. Foto: Rudel
330 Fahrer sind am Sonntag mit ihrem E-Scooter in der Innenstadt paradiert. Foto: Rudel
""Oberstes Ziel ist es, Verkehr zu vermeiden.""
Gerhard Pfeifer vom BUND

Stuttgart - Lautlos in Viererreihen und eskortiert von der Polizei sind am Sonntag 330 Elektroroller vom Zentrum für E-Mobilität in der Türlenstraße zum Schlossplatz aufgebrochen. Dort wurde die Flotte der Fahrer in blauen T-Shirts mit aufgedrucktem Kabel und Stecker sowie mit silbernen Helmen und silbernen Satteltaschen von Hunderten Gästen in Volksfeststimmung erwartet. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) setzte gestern mit einem Tag zur E-Mobilität auf dem Schlossplatz den Startschuss für die einjährige Testphase für insgesamt 500 Elektroroller in der "Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart". Koordiniert wird die Aktion von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS).

Zum Großversuch gehört neben dem Individualverkehr auch die Anwendung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Lieferverkehr und bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sollen neben den E-Bikes sowie 450 Pedelecs sechs Hybridbusse, 30 Autos und 50 Nutzfahrzeuge folgen. 630 Ladepunkte in der Region werden eingerichtet. Auf deren Datenbasis werden Infrastruktur, Ladestationen und das Abrechnungssystem bedarfsgerecht entwickelt. Die Testflotte wird vom Bund mit drei Millionen Euro gefördert.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer verbreitete zum Start Zuversicht: "Heute kommt Innovation auf die Straße. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern werden wir Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen." Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. 18 Millionen Euro Fördergelder will das Bundesverkehrsministerium in die Projekte in der Modellregion Stuttgart investieren.

E-Bikes-Testerin: "Das Ding ist anfangs ganz schön schnell"


Im Frühjahr hatten sich 3000 Interessierte als Testfahrer bei der EnBW beworben. Ausgewählt wurde auch Volker Christiani. "Ich will den E-Bikes nutzen, um für mich die Reichweite des öffentlichen Personennahverkehrs auszuweiten." Der 38-Jährige will bequem die 80 Höhenmeter von seinem Haus in Esslingen bis zur nächstgelegenen Stadtbahnhaltestelle in Ostfildern überwinden und von dort mit der Stadtbahn zur Arbeit fahren.

Etwas aufregend war der Korso bis zum Schlossplatz, sagt die 19-jährige Sandra Ruth aus Kornwestheim: "Das Ding ist anfangs ziemlich schnell." Sie hat das Damenmodell mit einem niedrigen Einstieg. Der Werbescooter von Volker Christiani dagegen erinnert an ein Geländemotorrad. Mit einer Höchstleistung von 40 Kilometern in der Stunde dürfen die beiden Elektronauten mit den E-Bikes aber weder auf der B 10 noch auf der B 27 fahren.

Aufladen können ihn die Tester an der Steckdose; mit einer Ladung kommt man 40 bis 60 Kilometer weit. Christiani hat sich jedoch vorgenommen, nie bis ans Limit zu gehen, damit er nicht stehen bleibt.

Weitere Artikel
Kommentare (5)
Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
JUL
05
20:55 Uhr, geschrieben von Tim Meier
Falsche Infos
Muss da Herrn Müller beipflichten. Schade das zu einem so tollen Produkt so falsche Infos verbreitet werden. Gerade die Reichweite ist ein großes Argument und 65 km sind durchaus sehr akzeptabel!
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
JUL
05
15:38 Uhr, geschrieben von jackinthebox
einzige Chance für Elektrofahrzeuge
gleich welcher Art ist m.E. ein Standardakku mit Pfand der von den "Tankstellen" geladen wird und dann einfach am Fahrzeug (egal ob 2 oder 4 Räder) ein- und ausgesteckt wird. Man bräuchte halt irgendwie zwei oder drei Normgrößen (z.b. einmal mit 50 und einmal mit 150 Ampèrestunden) von denen man dann je nach Fahrzeuggröße einen oder mehrere Akkublöcke in die vorgesehene Stelle drückt. Fertig. Der Tankwart berechnet nur die Lade-/Stromkosten, und es müsste sichergestellt werden, dass die Akkus noch ausreichende Kapazität haben. So müsste es also europaweit ein flächendeckendes "Tankstellennetz" geben (so wie ich eben auch von Schweden bis Italien das selbe "Super" oder "Diesel" tanken kann). Alle anderen Ideen mit Stecker und Ladestation sind hirnrissig. Wer wartet 3-15 Stunden an der Tankstelle????! Niemand. Also. Wo ist das Problem? Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, in dem auch bei Handies jeder Hersteller ein anderes Ladegerät verwendet und jedes Telefon einen anderen Akku braucht. Das gleiche bei Druckern, Notebooks uswusw. Selbst Getränke, die früher in den Einheitssaft- oder Mineralwasserflaschen verkauft wurden sind jetzt in Dutzend verschiedenen Designs zu haben. Deswegen wird das nichts. Vielfalt als Verkaufsargument und Chaos als Alleinstellungsmerkmal.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
JUL
05
13:44 Uhr, geschrieben von Heinz Müller
einfach falsch
WIe kommen Sie bitte auf diese falschen Angaben? Das Elmoto ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h ausgelegt und wird vom Hersteller mit ca. 60km Reichweite angegeben. Ich selber bin damit auch schon 62 km weit gekommen. Wenn Sie einen Artikel über ein Produkt schreiben, dann fragen Sie bitte nicht Person xy, die das Produkt gerade mal vor ner halben Stunde bekommen hatte, sondern testen es entweder selber oder schreiben einfach die Herstellerdaten ab. Das sie diese falsche Information, dann noch in ihre Überschrift packen ist natürlich noch ganz großes Kino!
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  2
nächste
 
Anzeige
Umfrage
VfB gegen Leverkusen Fußball-Bundesliga

Am Samstagnachmittag spielt der VfB Stuttgart bei Bayer Leverkusen. Und da der VfB vier Liga-Pleiten in Folge kassierte, stellt sich die Frage: Wird diese Serie nun ein Ende nehmen?

 
Aber sicher, der VfB gewinnt in Leverkusen
Ja, weil der VfB ein Unentschieden holt
Nein! Der VfB verliert auch in Leverkusen
 
Aktueller Stand
 
 

Sie suchen ein neues Zuhause?

Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik.
zur Immobiliensuche
 
StZ digital
Stuttgarter Zeitung digital
Die gedruckten Ausgaben im Originallayout.

 
 
ePress App
Genießen Sie Ihre Stuttgarter Zeitung auch auf dem iPad.
 
 
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.
Abonnement
 
Lieferservice für Stuttgart