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Stuttgart - Franz Leitmayr, der Kommissar, ist völlig am Ende. Sein Gesicht: ein Schlachtfeld. Sein Kaffee: ein See auf der Untertasse. Und dann fängt er auch noch an zu brüllen. Franz Leitmayr hat einen Mann erschossen, der ihn mit einer Spielzeugpistole bedroht hat. Und dann erfährt er auch noch, dass der Mann der Sohn seines Nachbarn ist.
Die Münchner „Tatort“-Folge „Der traurige König“ ist ein grandioser Schauspielerfilm geworden. Udo Wachtveitl pumpt diesen in die Jahre gekommenen Kommissar Franz Leitmayr mit Verzweiflung voll; sein Schauspielerkollege Miroslav Nemec stattet den Co-Kommissar Ivo Batic mit einem Maß an Loyalität aus, das weit über kollegiales Miteinander hinausgeht: In der 61. Münchner Wachtveitl-Nemec-Folge werden Leitmayr und Batic vollends zum eingeschworenen Winnetou-und-Old-Shatterhand-Duo der deutschen Fernsehermittlerwelt. Dieser „Tatort“ hat also ein Thema – die Freundschaft als solche, und was sie auszuhalten vermag.
Einmal brüllt er eine Leiche an
Das ganz hervorragend klare Drehbuch gibt den beiden Kommissar-Darstellern, die diesmal eine Art Praktikantinnen-Darstellerin zur Seite gestellt bekommen, allen nötigen Raum, um der Freundschaft in Zeiten der Verzweiflung gerecht zu werden. Einmal brüllt Leitmayr sogar eine Leiche an. Die Regie hält sich vornehm zurück, besticht mit stringenter, unverkünstelter Erzähltechnik ohne Mätzchen und einem gerüttelt Maß an Düsternis. Und der Fall?
Zu ermitteln gibt es nicht viel, es geht darum, dass die Ermittler selbst halbwegs unversehrt aus dem Fall herauskommen. Wer letztlich dafür verantwortlich war, dass Leitmayr schießen musste, war ebenso Nebensache wie die Aufklärung eines Tötungsdelikts. Ein „Tatort“, in dem am Ende niemand abgeführt wird – toll! wer
Tatort: Der traurige König (ARD) Tatort „Der traurige König“ in der Mediathek.


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Pseudo-Tatort
Für mich ein Etikettenschwindel. Ein zugegebenermaßen gut gespieltes Psycho- und Sozialdrama mit kleinem Krimianteil wird aus quotenstrategischen Gründen unter die Reihe Tatort "gemogelt". Der Kriminalfall an sich ist schnell durchschaut und weder logisch noch glaubhaft. Bitte stoppt diesen Trend zum kleinen Fernsehspiel im Tatort-Mantel! Die Marke Tatort verliert auf diese Art und Weise ihr Profil und damit langfristig auch immer mehr an Wert. Ein Fan steht auf jeden Fall schon kurz vor der inneren Kündigung (nach 35 Jahren)!
Tatort der Extra - Klasse
Ging mir sehr nahe, wunderbare Darsteller, absolutes Highlight. Wie flach und lächerlich erscheint da Frau Postel oder der alte Bienzle...
münchen
fand den gestern auch voll okay und spannend bis rührend.