Tatort-Kritik
Viele Leichen im Keller
Michael Werner,
20.02.2011 22:00 Uhr
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Foto: mdr
Stuttgart - So düster ist schon lange kein "Tatort" mehr gewesen: Da philosophiert das Kommissarenduo Keppler/Saalfeld vor grauem Himmel über Selbstmörder: "Frauen bevorzugen weiche Suizidmethoden", weiß Keppler (diesmal ganz besonders stark: Martin Wuttke), und fortan wird in schummrigen Kellern ermittelt, es werden Kerzen ausgepustet, und kurz vor Schluss lassen die Mörder den Kommissar gar in einem dunklen Loch verschwinden. Da weiß man dann, wer's war, aber die Tätersuche ist in dieser von Buddy Giovinazzo inszenierten rabenschwarzen Abgrundstudie ohnehin nur die Legitimation für sehr amüsante Streifzüge durch die großen Menschheits- und Beziehungsfragen.
Ohne allzu viele Worte werden da beispielsweise grundsätzliche Missverständnisse zwischen Männern und Frauen lakonisch thematisiert: Kepplers Abkürzung durch den Wald endet an einer Schranke, und just an dieser Schranke bleibt seine Kollegin und Exfrau auch noch mit dem Wagen stecken. So viel Ironie, so viel sympathisch unaufgesetzt daherkommende Philosophie war selten im "Tatort".
Das gierige Paar, das ahnungslose Internetanbandler tagelang in Badewannen foltert, um ihnen Kreditkarten-PINs zu entlocken und sie schließlich dort gefesselt verdursten lässt, wird selbstverständlich gefasst - aber auch das ist nur Nebensache. Wichtiger ist die Überzeichnung: der Grausamkeit, des Kommissarenfrusts, der Kommissarenstarrsinnigkeit und der Kühle der zwischendurch verdächtigen Klavierlehrerin. Weil Keppler währenddessen zum virtuosen Ermittlungssolo antritt, darf Simone Thomalla als seine Kollegin diesmal nicht ganz so engagiert glänzen. Aber beim abstrusen Happy End lächelt sie dann umso netter. Ein schlau verwobenes Fernsehvergnügen mit Tiefgang!
Mehr Philosophie war selten
Ohne allzu viele Worte werden da beispielsweise grundsätzliche Missverständnisse zwischen Männern und Frauen lakonisch thematisiert: Kepplers Abkürzung durch den Wald endet an einer Schranke, und just an dieser Schranke bleibt seine Kollegin und Exfrau auch noch mit dem Wagen stecken. So viel Ironie, so viel sympathisch unaufgesetzt daherkommende Philosophie war selten im "Tatort".
Das gierige Paar, das ahnungslose Internetanbandler tagelang in Badewannen foltert, um ihnen Kreditkarten-PINs zu entlocken und sie schließlich dort gefesselt verdursten lässt, wird selbstverständlich gefasst - aber auch das ist nur Nebensache. Wichtiger ist die Überzeichnung: der Grausamkeit, des Kommissarenfrusts, der Kommissarenstarrsinnigkeit und der Kühle der zwischendurch verdächtigen Klavierlehrerin. Weil Keppler währenddessen zum virtuosen Ermittlungssolo antritt, darf Simone Thomalla als seine Kollegin diesmal nicht ganz so engagiert glänzen. Aber beim abstrusen Happy End lächelt sie dann umso netter. Ein schlau verwobenes Fernsehvergnügen mit Tiefgang!
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der vom Sonntag
war doch ganz unterhaltsam, hat mich überrascht, es gab schon welche(mit dem unfall bei der flugschau, bei der ein kind starb) mit den beiden, da hab ich abgeschaltet, weil unerträglich. diesmal hab ich die spätausgabe um 12 bis zum ende geschaut. ok, das mit wiesbaden war wohl ein eingebauter gimmick, der mit dem im wald stehen lassen nicht stark genug begründet war. kann ich aber mal drüber wegsehen. war jedenfalls eine steigerung.
Tatort - Krimi
Bei uns wird schon lange kein Tatort mehr angeschaut. Da ist ja noch die Lindenstraße spannender. Immer so einer auf Psychoquatsch und Privat- leben der Justizangehörigen. Stattdessen schalten wir auf ZDF NEO den Inspektor Lyngley oder den Barnaby ein. Da läßt es sich auch gut schlafen, aber the britsh way, der Tee wird kalt, aber ich gebe dem Barnaby noch 4 Folgen, dann ist sein Dorf dahingemeuchelt. with a twinkle in the eye !
die simone
sah dieses mal aber bescheuert aus. Wie eine Wurst. Wie kann man eine Frau in so eine Jacke zwängen? Keppler ging mir furchtbar auf die Nerven.