Technische Hilfssysteme
Sessel der Zukunft hält Besitzer fit
Christine Pander,
13.02.2011 17:58 Uhr
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Wird künftig im Wohnzimmer Sport getrieben? So stellen sich das Forscher vor. Foto: SportKreativWerkstatt
Stuttgart - Sportmuffel wissen das: der innere Schweinehund lässt sie immer an jenen Abenden tief in den Polstersessel sinken, an denen sie eigentlich Sport machen wollten. Forscher der Technischen Universität München (TUM) arbeiten nun seit Anfang des Jahres an der Lösung des Problems. Sie entwickeln einen Fitnesstrainer für Minimalbeweger und ältere Menschen: den Sessel selbst.
Die Technik, die im Sessel steckt, ähnelt der eines modernen Video-Konsolenspiels, erklärt Thomas Linner vom Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik an der TUM. "Über den Fernseher wählen die Nutzer Sport- und Spielprogramme aus. Mikrosensoren in der Sitzfläche und den Lehnen des Sessels sowie in einem Gürtel als Zusatzgerät registrieren die Bewegungen und den Kraftaufwand und setzen sie in die Programme um, die zur Bewegung motivieren sollen", sagt der Forscher. Über das heimische TV-Gerät werden neben Ernährungstipps auch Ratschläge von Ärzten zu finden sein. "Wer sich falsch bewegt bei einer Übung, bekommt auch gleich eine Rückmeldung", sagt Linner.
Der Sessel soll, wenn er in drei bis vier Jahren auf den Markt kommt, nicht nur in Pflegeheimen, sondern auch in privaten Wohnzimmern stehen. Die Gefahr, dass sich damit ein weiteres Fitnessgerät in die Galerie der unbenutzten Hometrainer gesellt, sehen die interdisziplinör arbeitenden Forscher nicht, weil sich der Sessel in das Wohnen integrieren lässt.
Im Sessel könne, so Linner, sitzend trainiert werden, solange nebenbei die Lieblingsserie im Fernsehen läuft. Für manche Übungen reiche es aus, wenn der Nutzer seine Beine gegen einen Widerstand am unteren Sesselrand presse.
Der Sessel soll aber noch mehr können. Gerade älteren Kunden bietet er den Forschern zufolge Sicherheit, weil er auch zur Gesundheitsüberwachung eingesetzt werden kann. Per Sensor misst der Sessel Blutdruck und Puls, die Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung im Körper und er kann auch ein EKG erstellen.
Anschließend wertet ein Computer die Daten aus und zeigt sie auf dem Fernseher, Handy oder PC an. "Über den Sessel können automatisch Notfalldienste informiert werden, wenn der Zustand des Nutzers kritisch ist", sagt Linner.
Die Technik, die im Sessel steckt, ähnelt der eines modernen Video-Konsolenspiels, erklärt Thomas Linner vom Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik an der TUM. "Über den Fernseher wählen die Nutzer Sport- und Spielprogramme aus. Mikrosensoren in der Sitzfläche und den Lehnen des Sessels sowie in einem Gürtel als Zusatzgerät registrieren die Bewegungen und den Kraftaufwand und setzen sie in die Programme um, die zur Bewegung motivieren sollen", sagt der Forscher. Über das heimische TV-Gerät werden neben Ernährungstipps auch Ratschläge von Ärzten zu finden sein. "Wer sich falsch bewegt bei einer Übung, bekommt auch gleich eine Rückmeldung", sagt Linner.
Der Sessel soll, wenn er in drei bis vier Jahren auf den Markt kommt, nicht nur in Pflegeheimen, sondern auch in privaten Wohnzimmern stehen. Die Gefahr, dass sich damit ein weiteres Fitnessgerät in die Galerie der unbenutzten Hometrainer gesellt, sehen die interdisziplinör arbeitenden Forscher nicht, weil sich der Sessel in das Wohnen integrieren lässt.
Kritiker befürchten einen Personalabbau in den Pflegeberufen
Im Sessel könne, so Linner, sitzend trainiert werden, solange nebenbei die Lieblingsserie im Fernsehen läuft. Für manche Übungen reiche es aus, wenn der Nutzer seine Beine gegen einen Widerstand am unteren Sesselrand presse.
Der Sessel soll aber noch mehr können. Gerade älteren Kunden bietet er den Forschern zufolge Sicherheit, weil er auch zur Gesundheitsüberwachung eingesetzt werden kann. Per Sensor misst der Sessel Blutdruck und Puls, die Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung im Körper und er kann auch ein EKG erstellen.
Anschließend wertet ein Computer die Daten aus und zeigt sie auf dem Fernseher, Handy oder PC an. "Über den Sessel können automatisch Notfalldienste informiert werden, wenn der Zustand des Nutzers kritisch ist", sagt Linner.
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