Die Hochhäuser in der Hauptstadt Doha im Wüstenstaat Katar Foto: dpa
Wolfsburg/Stuttgart - Das Emirat Katar und der Volkswagen-Konzern wollen künftig verstärkt gemeinsam forschen und entwickeln. Die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Partnern sowie der Porsche Automobil Holding SE und dem Land Niedersachsen sei bei einem Besuch in Katar vereinbart worden, teilte VW am Montag in Wolfsburg mit. Zu der Delegation aus Deutschland gehörten Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche, Vorstandschef Martin Winterkorn und der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.
Forschungskooperationen böten sich bei der Entwicklung neuer Werkstoffe, der Energiegewinnung und -speicherung und Kraftstoffoptimierung an. Auch die Gründung eines Testlabors für Fahrzeugmaterialien sei möglich. Die Qatar Holding LLC ist mit einem Anteil von 17 Prozent neben dem Land Niedersachsen (20 Prozent) und der Porsche SE mit (knapp 51 Prozent) Großaktionär bei VW. Es ist die bislang größte Einzelinvestition des Emirats.
Bei dem Stuttgarter Sportwagenbauer war der Wüstenstaat nach dem gescheiterten Übernahmeangriff auf VW mit zehn Prozent eingestiegen. Katar ist damit der ersten Anteilseigner, der nicht zu den Eignerfamilien Porsche und Piëch gehört. Porsche legt an diesem Mittwoch seine Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2009/10 vor.
12:59Bericht: Wulff handelt sich bei Filmwirtschaft Absagen ein »
Berlin - Bundespräsident Christian Wulff hat sich nach einem Zeitungsbericht für seinen Film-Empfang am Rande der Berlinale eine ganze Reihe von Absagen eingehandelt. Zahlreiche Prominente hätten "unaufschiebbare andere Termine" geltend gemacht, berichtet der "Tagesspiegel am Sonntag" unter Berufung auf nicht näher genannte Künstlerkreise. Im Präsidialamt hieß es dazu, wegen der großen Zahl an sonstigen Veranstaltungen seien Absagen nicht ungewöhnlich. Wulff ist unter anderem wegen seiner Kredite für den Kauf eines Eigenheimes schon seit Wochen in der Kritik.
12:51Überlebende des Olympia-Attentats kehren nach München zurück »
München - Rund 40 Jahre nach dem Überfall eines palästinensischen Terrorkommandos auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen wollen einige Überlebende Ende Februar gemeinsam nach München zurückkehren. Für eine Dokumentation des TV-Senders "The Biography Channel" wollen sie ihre Geschichte erzählen. Produzent Emanuel Rotstein sagte dem Magazin "Focus", er habe einen neuen Blickwinkel in dieser Geschichte gesucht. Bei der Geiselnahme im Olympischen Dorf und der gescheiterten Befreiung auf waren 1972 insgesamt 19 Menschen ums Leben gekommen.
12:50Hamburger Hafen wieder Europas zweitgrößter Containerhafen »
Hamburg - Der Hamburger Hafen hat sich seinen Platz als zweitgrößter Containerhafen Europas zurückerobert. Mit einem Umschlag von insgesamt 9 Millionen Standardcontainer erreichte er im vergangenen Jahr ein Plus von 1,1 Millionen Containern oder 14,2 Prozent, wie die Hafen Hamburg Marketing mitteilte. Das sei das stärkste absolute Wachstum im Containerumschlag unter der nordeuropäischen Häfen. Während der Krise hatte Hamburg hohe Rückschläge erlitten und war hinter Antwerpen auf den dritten Platz zurückgefallen. Größter Containerhafen bleibt mit Abstand Rotterdam.
12:32Abstimmung über Duisburgs OB Sauerland hat begonnen »
Duisburg - Gut eineinhalb Jahre nach der Loveparade- Katastrophe mit 21 Toten hat die Abstimmung über Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland begonnen. Ein Bündnis aus Duisburger Bürgern, Parteien und Gewerkschaften fordert die Abwahl des 56-jährigen. Er trage die politische Verantwortung für die Genehmigung der Loveparade, hieß es. Sauerland lehnt einen Rücktritt ab. Regulär läuft seine Amtszeit bis zum Spätsommer 2015. Der Ausgang der Abstimmung könnte knapp werden.
12:18Familienunternehmer drohen mit Halbierung von Lehrlingsplätzen »
Bremen - Familienunternehmer haben der IG Metall mit der Halbierung der Ausbildungsplätze für den Fall gedroht, dass sie an eine unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden festhält. "Ich halte die Forderung für gefährlich", sagte Lutz Goebel, Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer - ASU", dem Bremer "Weser-Kurier". Die IG Metall strebt in den Tarifverhandlungen eine unbefristete Weiterbeschäftigung von Ausgebildeten an. Mit ihrer Tarifforderung würde die IG Metall jedoch genau das Gegenteil bewirken, meint der Verband der Familienunternehmer.