Tierschutz Kommunen können Katzen kastrieren

Von akw 

Gemeinden und Städte im Südwesten können verwahrloste und verwilderte frei lebende Katzen kastrieren lassen. Das hat der Ministerrat am Dienstag beschlossen.

Gegen streunende Katz Foto: dpa-Zentralbild
Gegen streunende KatzFoto: dpa-Zentralbild

Stuttgart - Gemeinden und Städte im Südwesten können verwahrloste und verwilderte frei lebende Katzen kastrieren lassen. Das hat der Ministerrat am Dienstag beschlossen. Baden-Württemberg ist damit das erste Bundesland, das eine seit Juli geltende neue Rechtsgrundlage des Bundestierschutzgesetzes aufgreift.

Damit könne die ungezügelte Verbreitung verwilderter Katzen bei Bedarf und Gebietsbezogen eingedämmt werden, sagte der Tierschutzexperte der Grünen im Landtag, Reinhold Pix. Die Streuner seien häufig unterernährt und krank. Die Landestierschutzbeauftragte Cornelie Jäger erinnert daran, dass alle verwilderten Katzen von Hauskatzen abstammten, die Halter er also Verantwortung trügen. Vor dem Erlass eines Kastrationsgebot aber muss man sich auf lokaler Ebene schon um die Streuner gekümmert haben. Jäger empfahl Kommunen, Tierschutzorganisationen und Tierärzten, möglichst rasch Hilfspakete vor Ort zu schnüren. Ab Mitte Dezember wird es einen Musterentwurf für eine kommunale Katzenschutzverordnung geben.

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@ Claus Beck: ich traue es dem Tierschutz einfach nicht zu sich kompetent zu verhalten. Es werden, selber hier in der Region (Nürtigen) erlebt, Katzen weggefangen und erst in der Tierklink oder im Tierheim geschaut ob eine Tattoowierung vorhanden ist. Katzen sind nicht wieder am Ort der Entführung (Diebstahls) ausgesetzt worden, sondern sind im Tierheim Reutlingen zur Vermittlung Monate lang in Haft gesessen. Erst nach dem unsere Nachbarin Anzeige erstattet hat, stellte sich herraus, das Ihre Katzen im Tierheim waren. Und genau so wird es laufen und nichts anders. Es sind zum Teil so unfähige Mitarbeiter wo man sich die Frage stellt "was haben die mit dem Tierschutz zu tun". Es wird wieder eine Aufgeblasene Geschichte die ihr Ziel verfehlt und was andere Länder angeht, wir sind hier in Deutschland und nicht in anderen Länder. Vielleicht schauen Sie sich mal die Verhältnise im Ausland an, wie dort mit Tieren umgegangen wird, das kann man nicht mit Hier vergleichen. Wie ja schon geschrieben, die schon vorhandenen Behörden sollten sich erstmal an alle Landwirte wenden, von dort kommt der meiste unkontrollierte Nachwuchs. Ach und was die Haufen angeht, ich bin noch nie in einen Katzenhaufen getreten, Katzen verscharren ihre Hinterlassenschaften, wenn Sie Katzenbesitzer gewesen sind, müssten Sie das eigentlich wissen und Katzen setzen sich nicht mitten auf den Fussweg und machen dort ihr geschäft. Warum eine Katze das so macht, erfahren Sie im Internet. Wer meinen Katzen zu nache kommt, der muss sehr schnell laufen können.

Claus Beck, 07:48 Uhr: Die Bedenken von Katzenbesitzern ( die aktuellen vorliegenden Meinungen sind gemeint ) ist insofern gegenstandslos, da es sich hier nicht um verwilderte Katzen handelt. -------------------------------------------------------------------------------------------------- das ist absolut nicht gegenstandslos. ich kenne so manche "tierschützerin" von der katzenhilfe. da wird kein unterschied gemacht. da braucht jede katze/kater hilfe wenn sie/er draußen angefunden wird. die sollen bloß die finger von meinem kater lassen.

Kommunen können Katzen .....: diese Regelung kann nur begrüßt werden. Ich -selbst ehemaliger Katzenbesitzer- stimme voll und ganz zu. Wenn wir uns vor Augen halten, welches Elend z.B. in anderen Ländern herrscht, was die herrenlosen Tiere erleiden müssen, kann nur durch solche Maßnahmen entgegen gewirkt werden. Die Bedenken von Katzenbesitzern ( die aktuellen vorliegenden Meinungen sind gemeint ) ist insofern gegenstandslos, da es sich hier nicht um verwilderte Katzen handelt. Im Übrigen: auch Katzen hinterlassen "Tretminen" die an den Schuhen hängen bleiben...... Hier handelt es sich um einen sinnvollen Tierschutz!

lasst mir meinen kater in ruhe: der ist zu 80% seiner zeit im freien, ist gechipt, kastriert, geimpft. wenn es einer dieser ach so tollen "tierfreunde" wagt ihn auch nur schräg anzuschauen passiert was.

ansich eine gute Idee, aber...: ... Kann man dann jeden Tag damit rechnen, dass die eigenen Katzen nicht mehr nach Hause kommen, weil irgend so ein "Tierschützer" einem die Katze entführt hat um sie Kastrieren zu lassen ? Ich habe 4 Katzen und die sind Freigänger, alle Kastriert und Tattoowiert. Es wäre sinnvoller sich mal auf die Tollen Hundebesitzer zu kümmern, die den Haufen ihrer Hunde nicht wegmachen, wir leben hier auf dem Land und seit 2 Jahren ist es extrem geworden mit den Hundehaufen. Die Stadtverwaltung hat zu allen Zugangswegen auf den Feldern Mülleimer mit entsprechenden Tütten aufgestellt, doch mehr als zur Deko scheinen die nicht zu taugen. Es ist unerträglich, wenn man keinen Schritt mehr auf den Feldern machen kann, ohne das man so einen Haufen an den Schuhen hat. Was mich noch etwas stutzig machen, Zitat: So solle erreicht werden, dass „der Bestand und der unkontrollierte freie Auslauf von Katzen“ beschränkt werden kann, Zitat ende Genau darum geht es doch, man wir den Katzen den Auslauf einschränken, nur darum geht es doch. Katzen haben aber ihr festes Revier und das kann man auch mit einer Kastration nicht enschränken. Mit Tierschutz hat das alles nichts zu tun. Vielleicht sollten die Verantwortlichen dieser Idee mal bei den Landwirten vorbei schauen, dort werden mehr Katzen zur Welt gebracht als sonst wo. Als Mäusefänger gern genommen, aber Kastration fehlanzeige, kostet ja Geld und man muss sich drum kümmern. Einfach wieder nur ein Gesetz das ohne Sinn und Verstand irgend was reglementieren soll, das Problem ist damit nicht gelöst.