Tipps und Tricks
Frühjahrskur für den Haushalt
Leona Stolterfoht und Viola Volland,
18.03.2010 08:15 Uhr
Foto: dpa
Stuttgart - Frühjahrsputz: Der Winter hat auch im Haushalt Spuren hinterlassen: "Von der Heizung her sammelt sich mehr Schmutz an, deshalb macht man im Frühjahr die Grundreinigung", sagt Beate Dambacher, Expertin vom Hausfrauen-Bund Württemberg. Allerdings besteht die Gefahr, sich zu übernehmen. Deshalb der Tipp der Meisterin der Hauswirtschaft: "Ein Zimmer nach dem anderen machen, aber das gründlich und komplett."
Am besten man startet im Schlafzimmer: alle Schränke ausräumen und auswischen. Die Winterkleidung kann auf den Speicher, vorher durchwaschen und besonders bei Wolle auf den Mottenschutz achten. "Dafür eignen sich Lavendelsäckchen oder Zedernholzstückchen", sagt Dambacher. Auch die Winterschuhe sollten mit Schuhspanner weggepackt werden, Lederschuhe zuvor ebenfalls reinigen und mit Schuhcreme einreiben. Dicke Daunendecken sind ebenfalls irgendwann zu warm. Diese würde die Hauswirtschafterin in die Reinigung geben. "Decken aus Chemiefasern können aber problemlos in die eigene Waschmaschine."
Beim Fensterputzen, dem Klassiker beim Frühjahrsputz, sollte man der Expertin zufolge zwei Dinge besonders beachten: nicht bei direktem Sonnenschein putzen und keine zu heiße Reinigungslauge verwenden. Beides führt zu Putzstreifen. Für die Reinigung kann man Spülmittel verwenden, ein Schuss Spiritus dazu ergebe einen guten Glanzeffekt. Auch die Türen sollten im Frühjahr abgewischt werden. Hier gilt: erst die Kanten, dann die Türblätter, bei Holztüren der Maserung entlang wischen.
Es empfiehlt sich zudem, mit einem Staubsauger vorsichtig über die Wände zu gehen. "So löst sich der Heizungsstaub." Der Kühlschrank wiederum gehört eigentlich nicht zur Grundreinigung. "Er sollte alle zwei bis drei Wochen ausgewischt und regelmäßig abgetaut werden", sagt Beate Dambacher. Wird mit Essigwasser nachgewischt, nehme das im Kühlschrank den Geruch.
Apropos: Gerüchen aus dem Spülbecken rückt die Hauswirtschafterin mit Backpulver zu Leibe. "Einwirken lassen, dann verschwinden die Gerüche."
Das Saugen des Innenraums sollte man nutzen, um aufzuräumen. Schneeketten müssen nicht das ganze Jahr über herumgefahren werden. "Das kostet Kraftstoff", heißt es beim ADAC. Wer zu lange mit Winterreifen fährt, verbraucht ebenfalls unnötig viel Benzin. Allgemein gilt: Sommerreifen nach Ostern aufziehen. Die Winterräder lagert man an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort. Tipp vom ADAC: die Radposition mit Kreide markieren. Bei den Sommerreifen nicht vergessen, den Luftdruck zu prüfen. Die empfohlenen Werte stehen meist in der Tankklappe.
Wer verpasst hat, im Herbst seinen Garten umzugraben, sollte dies demnächst tun. "Im Moment ist der Boden von der Schneeschmelze noch sehr nass, aber schon bald kann man gut mit dem Boden arbeiten", sagt der Gartenbauingenieur. "Wichtig ist, dass dem Boden viel organische Masse zugefügt wird." Also Kompost, Torf oder Kokosfasern. Zudem ist die Zeit günstig, um Rosensträucher, Apfel- und Zwetschgenbäume zurückzuschneiden.
Doch nicht alles gehört in den Müll. Ungeliebte Kleider (aber keine Lumpen) kommen zur Altkleidersammlung, über Spielsachen freuen sich Kinderheime. Auch Möbel können noch gebraucht werden - die Sozialkaufhäuser, wie sie von der Caritas und von der Neuen Arbeit in Stuttgart betrieben werden, holen diese teilweise sogar ab (Telefon 657060 oder 4070316). Mit alten Sachen lässt sich manchmal sogar noch Geld verdienen (zum Beispiel bei Ebay oder in Second-Hand-Läden).
Vollkommen abgenutzte oder defekte Teile haben jedoch nichts bei der Caritas zu suchen, sie gehören auf den Sperrmüll. Jeder Haushalt darf in Stuttgart zweimal im Jahr kostenlos Sperrmüll in haushaltsüblichen Mengen abholen lassen. Mit den Postkarten, die dem Abfallkalender beigefügt sind, beantragt man die Abholung. Alternativ kann man Sperrmüll telefonisch anmelden (216- 88700) oder man bringt die Sachen selbst zu den Wertstoffhöfen in Hedelfingen, Münster, Plieningen und Weilimdorf. Seit Jahresbeginn gelten dort längere Öffnungszeiten. Mehr dazu ist im Internet unter http://www.stuttgart.de » nachzulesen (in das Suchfeld Wertstoffhöfe eingeben).
Am besten man startet im Schlafzimmer: alle Schränke ausräumen und auswischen. Die Winterkleidung kann auf den Speicher, vorher durchwaschen und besonders bei Wolle auf den Mottenschutz achten. "Dafür eignen sich Lavendelsäckchen oder Zedernholzstückchen", sagt Dambacher. Auch die Winterschuhe sollten mit Schuhspanner weggepackt werden, Lederschuhe zuvor ebenfalls reinigen und mit Schuhcreme einreiben. Dicke Daunendecken sind ebenfalls irgendwann zu warm. Diese würde die Hauswirtschafterin in die Reinigung geben. "Decken aus Chemiefasern können aber problemlos in die eigene Waschmaschine."
Die Fenster nicht bei direktem Sonnenschein putzen
Beim Fensterputzen, dem Klassiker beim Frühjahrsputz, sollte man der Expertin zufolge zwei Dinge besonders beachten: nicht bei direktem Sonnenschein putzen und keine zu heiße Reinigungslauge verwenden. Beides führt zu Putzstreifen. Für die Reinigung kann man Spülmittel verwenden, ein Schuss Spiritus dazu ergebe einen guten Glanzeffekt. Auch die Türen sollten im Frühjahr abgewischt werden. Hier gilt: erst die Kanten, dann die Türblätter, bei Holztüren der Maserung entlang wischen.
Es empfiehlt sich zudem, mit einem Staubsauger vorsichtig über die Wände zu gehen. "So löst sich der Heizungsstaub." Der Kühlschrank wiederum gehört eigentlich nicht zur Grundreinigung. "Er sollte alle zwei bis drei Wochen ausgewischt und regelmäßig abgetaut werden", sagt Beate Dambacher. Wird mit Essigwasser nachgewischt, nehme das im Kühlschrank den Geruch.
Apropos: Gerüchen aus dem Spülbecken rückt die Hauswirtschafterin mit Backpulver zu Leibe. "Einwirken lassen, dann verschwinden die Gerüche."
Sommerreifen und Co:
Streusalz lässt das Auto rosten, deshalb ist eine Wäsche angesagt, die auch den Unterboden reinigt. Der ADAC empfiehlt, vor der Einfahrt in die Waschanlage mit einem Dampfstrahler gründlich vorzuwaschen. Schmutz und Salz könnten sonst wie Schmirgelpapier wirken. Da sich auch an der Innenseite der Scheiben Schmutz ablagert, sollte man diese nicht nur außen, sondern auch innen mit Glasreiniger säubern. Nach der Wintersaison sind auch die Wischblätter häufig kaputt. Hinterlassen sie einen Schmierfilm auf der Scheibe, ist das ein sicheres Zeichen, dass man wechseln muss.Das Saugen des Innenraums sollte man nutzen, um aufzuräumen. Schneeketten müssen nicht das ganze Jahr über herumgefahren werden. "Das kostet Kraftstoff", heißt es beim ADAC. Wer zu lange mit Winterreifen fährt, verbraucht ebenfalls unnötig viel Benzin. Allgemein gilt: Sommerreifen nach Ostern aufziehen. Die Winterräder lagert man an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort. Tipp vom ADAC: die Radposition mit Kreide markieren. Bei den Sommerreifen nicht vergessen, den Luftdruck zu prüfen. Die empfohlenen Werte stehen meist in der Tankklappe.
Blumenpracht:
Traditionell beginnt man mit der Balkon- und Beetbepflanzung erst nach den Eisheiligen am 15.Mai. Wer aber keine Lust hat, bis zur Kalten Sophie leere Balkonkästen anzuschauen, sollte diese mit unempfindlichen Klassikern wie Stiefmütterchen und Primeln verschönern. "Stiefmütterchen vertragen sogar die alte Erde vom Vorjahr in den Kästen", sagt Dieter Weiler vom baden-württembergischen Gärtnereiverband. Frost macht diesen Frühblühern ebenfalls nichts aus. Primeln sind allerdings etwas sorgfältiger zu behandeln: "Bei ihnen darf man das Gießen nicht vergessen", sagt Dieter Weiler.Wer verpasst hat, im Herbst seinen Garten umzugraben, sollte dies demnächst tun. "Im Moment ist der Boden von der Schneeschmelze noch sehr nass, aber schon bald kann man gut mit dem Boden arbeiten", sagt der Gartenbauingenieur. "Wichtig ist, dass dem Boden viel organische Masse zugefügt wird." Also Kompost, Torf oder Kokosfasern. Zudem ist die Zeit günstig, um Rosensträucher, Apfel- und Zwetschgenbäume zurückzuschneiden.
Entrümpeln:
zu keiner anderen Zeit im Jahr verspürt man so viel Lust auf Veränderung wie im Frühling. Deshalb sollte man den Elan nutzen, um sich von Altem zu trennen. Damit die Wohnung nicht allmählich überquillt, sollte man sich folgende Devise zu Herzen nehmen: Für jedes neue Stück ein altes Stück entsorgen. Werfen Sie alles weg, was Ihnen nichts mehr bringt: zum Beispiel nett gemeinte, aber unnütze Geschenke. Auch von Büchern, die einem nicht gefallen, und von Erinnerungsstücken, die ihren emotionalen Wert verloren haben, kann man sich trennen.Doch nicht alles gehört in den Müll. Ungeliebte Kleider (aber keine Lumpen) kommen zur Altkleidersammlung, über Spielsachen freuen sich Kinderheime. Auch Möbel können noch gebraucht werden - die Sozialkaufhäuser, wie sie von der Caritas und von der Neuen Arbeit in Stuttgart betrieben werden, holen diese teilweise sogar ab (Telefon 657060 oder 4070316). Mit alten Sachen lässt sich manchmal sogar noch Geld verdienen (zum Beispiel bei Ebay oder in Second-Hand-Läden).
Vollkommen abgenutzte oder defekte Teile haben jedoch nichts bei der Caritas zu suchen, sie gehören auf den Sperrmüll. Jeder Haushalt darf in Stuttgart zweimal im Jahr kostenlos Sperrmüll in haushaltsüblichen Mengen abholen lassen. Mit den Postkarten, die dem Abfallkalender beigefügt sind, beantragt man die Abholung. Alternativ kann man Sperrmüll telefonisch anmelden (216- 88700) oder man bringt die Sachen selbst zu den Wertstoffhöfen in Hedelfingen, Münster, Plieningen und Weilimdorf. Seit Jahresbeginn gelten dort längere Öffnungszeiten. Mehr dazu ist im Internet unter http://www.stuttgart.de » nachzulesen (in das Suchfeld Wertstoffhöfe eingeben).
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