""Wir müssen eine Mannschaft
präsentieren, die entschlossen und selbstbewusst
auftritt.""
Trainer Christian Gross nach dem Bundesliga-Fehlstart
Stuttgart - Der große Hoffnungsträger kam mit Verspätung. Erst am Abend traf Mauro Camoranesi am Montag in Stuttgart ein und wurde sehnlichst erwartet. Einige Vertragsdetails gab es noch zu klären, auch die sportärztliche Untersuchung muss noch absolviert werden. Beides dürfte jedoch kein entscheidendes Hindernis darstellen, und so soll der Italiener am Dienstag beim VfB Stuttgart unterschreiben.
Camoranesi hat mit Juventus Turin viele Titel gewonnen, er ist Weltmeister geworden - er hat also schon alles erreicht, was es im Fußball zu gewinnen gibt. Jetzt ist er im Spätherbst seiner Karriere, Anfang Oktober wird er 34. Seine mutmaßlich letzte Mission als Profi ist es nun, dem VfB wieder auf die Beine zu helfen.
Es sind große Erwartungen, die die Stuttgarter mit dem Mittelfeldspieler verknüpfen, der mehr als drei Millionen Euro verdienen soll. "Er ist ein Spieler mit Persönlichkeit und wird uns ganz sicher weiterbringen", sagt der Trainer Christian Gross: "Denn er kommt mit einem Rucksack voller Erfolge und hat viel Erfahrung. Davon wird die Mannschaft profitieren."
Der VfB steht momentan ganz unten
Wahrscheinlich hat der Trainer recht. Einen Mann von diesem Format und mit dieser Erfahrung kann der VfB tatsächlich sehr gut gebrauchen. Fest steht aber auch: selbst ein italienischer Weltmeister wird nicht in der Lage sein, alle Probleme zu lösen, von denen der Club in diesen trüben Augusttagen geplagt wird.