Treffpunkt der Burschenschaften Mehrere Fenster eingeworfen

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In der Nacht haben Unbekannte den Eingangsbereich der Sängerhalle in Untertürkheim stark beschädigt. Es wurden mehrere Fenster und zwei Türen mit Steinen eingeworfen. Bis Sonntag tagt dort die Deutsche Burschenschaft.

Da die Innenräume nicht beschädigt wurden, kann das Treffen der Deutschen Burschenschaft planmäßig stattfinden. Foto: dpa 28 Bilder
Da die Innenräume nicht beschädigt wurden, kann das Treffen der Deutschen Burschenschaft planmäßig stattfinden.Foto: dpa

Stuttgart - In der Nacht haben unbekannte Täter den Eingangsbereich der Sängerhalle in Untertürkheim stark beschädigt. Es wurden mehrere Fenster und zwei Türen mit Steinen eingeworfen. Die Polizei ermittelt, hat aber noch keine Hinweise auf die möglichen Täter. Von Freitag bis Sonntag tagt die Deutsche Burschenschaft in der Halle. Da die Innenräume nicht beschädigt wurden, kann das Treffen planmäßig stattfinden. Erwartet werden 500 bis 600 Teilnehmer.

Ein Hauptthema des außerordentlichen Burschentags ist der Umgang mit rechtsextremen Tendenzen in dem Dachverband, dem etwa 115 Burschenschaften aus Deutschland und Österreich angehören. Der Pressereferent der Deutschen Burschenschaft, Walter Tributsch, sprach von einem „terroristischen Anschlag“. Der Polizeisprecher Stefan Keilbach sagte, ein Zusammenhang mit dem Burschentag sei nicht ausgeschlossen. Für Samstag sind drei Gegendemos angemeldet, die Veranstalter rechnen mit 250 bis 300 Teilnehmern aus dem linken Spektrum. Die Polizei wird mit mehr als 100 Beamten im Einsatz sein.

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15 KommentareKommentar schreiben

Auseinandersetzung - aber wie?: Eine Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Gedankengut ist das Gebot der Stunde. Es fragt sich aber: rechtfertigt ein gut gemeintes politisches Ziel auch Gewaltmittel? Blindwütige Gewalt gegen eine gemeinschaftlich genutzte Vereins-Immobilie ist in ihrer Wirkung eindeutig kontraproduktiv. Die linken Gruppierungen sollten sich im eigenen Interesse von Gewalt gegen Dritte distanzieren.

An JvP und andere die Idee,...: es mal nicht mit verbieten, sondern mit Aufklärung versuchen. Wir reden von Zeiträumen von oder auch 45 bis heute. Faschismus ist kein globale Kausalität, die sich ausschließlich in der Person und des Machtapparates von Adolf Hitler manifestiert. Mit den ganzen rechten Umtrieben kann jede Regierung unserer Republik sich im Bedarfsfall in tiefster Betroffenheit suhlen ohne tatsächlich zu ändern im Sinne der Gesellschaft. Und was diese Regierenden noch können mit dem rechten Strom,ist, den Großteil der Bevölkerung immer zu den jeweils gerade in den Focus gerückten Minderheiten lenken und den nationalsozialistischen Umtrieben 'hinterher hecheln' in aller gebotenen Betriebsamkeit im Beamtenmikado, Akten schreddern und Ergebnissen zwischen null und nichts generieren, um von eigenem Versagen oder auch eher 'bilderbürgerlichem Tun' in Richtung weltregierenden Strukturen abzulenken. Stellt euch vor, im 'rechten Raum' wäre alles verboten. Marktradikales Handeln beinhaltet für mich totalitäre Prinzipien. Wenn wir uns nun vorstellen, Die Rechten verbieten bedeutet, sich über gebotene, politisch-kalkulierte Gebühr mit Ihren Inhalten auseinanderzusetzen. Warum, verehrter JvP ist es seit 1945 und noch bis 2015 durch die Bayrische Staatsregierung quasi unmöglich gemacht, einer breiteren Öffentlichkeit, z.B. in der Schule 'Mein Kampf' von Adolf HItler in den Sozial-, Geschichts- oder Ethikunterricht einzubringen? Wir bilden unsere Kinder im deutschen Schulgesetz, bei dem ich nicht wissen möchte wie viele Alt-Nazis daran mitgewirkt haben in der deutschen Geschichte so aus, das sich in 2-3 Generationen alles reduziert hat auf einen isoliert zu betrachtenden HIiter-Faschismus und seine Aufmärsche. Die Rolle der internationalen Politik der damaligen Zeit (Weimarer Republik), die wirtschaftlichen Vorteile europäischer Firmen damals bis hinein in die Kriegsjahre 42-43 (auch amerikanische wie Ford) spielen keine Rolle. Warum? Weil der Kapitalismus, der uns gerade die individuelle Lebenshaltung preisintensiviert und zentralgesteuert um die Ohren haut, eben totalitäre, diktatorische Mechanismen in sich birgt, die latent die Gefahr bergen, sich eher undemokratisch im Laufe von Jahrzehnten aus den 'freiheitlich, demokratisch, grundordentlichen Gesellschaften' zu verabschieden. Gilt übrigens aus meiner Sicht für alle bisher bekannten, irgendwann totalitär gegen das Volk operierenden Staatsformen. Darüber sollten wir uns ganz zügig viele erhellende Gedanken machen die sich andere auf Staatskosten schon heimlich seit 20 Jahren gemacht haben, wie sich Staats-Sicherheit von Ost nach West ins digitale Outfit zu wandeln hat.

@ Florian Reißer: Werter Herr, sehr schön rhetorisiert, um zu vernebeln, dass die Burschen(Seil-)schaften sich inmitten unserer Wirtschaft und Politik (mit alten Herren) tummeln. Eine starke Demokratie müsste sie sozusagen vor die Tür setzen. Aber da diese Demokratie von siehe oben… ad infinitum.

@ JvP: Sie haben mich überzeugt!! Man muss deshalb aus Deutschland, insbesondere aus BW und aus Stuttgart flüchten! Es ist hier NICHT mehr auszuhalten!! Alle sind gegen die Linken, kein Artenschutz!! Die Demokratie wird mit den Füßen getreten. Man hat hier keine Zukunft mehr, insbesondere, weil jetzt GRÜN-ROT am Ruder ist und die das gleiche tun, wie die Schwarzen, nur noch schneller, weil die 2016 wieder weg sind! Wir sind von rechten Verfassungsfeinden umzingelt, unterwandert, es gint keine Rettung, die bürgerliche Mitte, der demokratische Staat geht unter, steht unmittelbar vor dem aus. Selbst heldenhaft eingeworfene Fensterscheiben, eine Form des friedlichen Widerstand, können das Unheil nicht abhalten, die demokratische Welt geht unter!!. Es bleibt nur die Flucht.... Fangen Sie an, am besten sofort undd für immer!!

Vorurteilsfrei und demokratisch?: Gottseidank sind Leute wie der Kommentator 'Tom' vorurteilsfrei und haben von allem eine Ahnung, zumimndest könnte man das bei seinen Kommentaren meinen!! Es liegt ja vollkommen auf der Hand, dass die Burschenschaften (=traditionelle Studentenverbindungen!!) den von ihnen für die Hauptversammlung ausgesuchten Ort zuerst einmal richtig demolieren, bevor dann die 2,5 tägige Veranstaltung stattfindet. Sind wir zwischenzeitlich so weit, dass alles was nicht links, grün oder rot ist, und nicht zu den S21 Gegnern gehört, bereits in der rechten Nazi-Ecke angesiedelt oder als schwarzer Filz bezeichnet wird? Man muss sich nur anschauen, wer und welche Organisationen 'Gegendemonstrationen' machen, dann weiß man, wer die Fenster eingeworfen hat und diese Veranstaltung der Studentenverbindungen torpedieren will!

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