Trendsport in Stuttgart Die Downhill-Strecke wird erst 2013 fertig

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Die Stuttgarter Downhill-Szene muss sich noch gedulden. Eigentlich sollten die Radaktivisten noch in diesem Jahr eine offiziell zugelassene Abfahrt durch den Wald von Degerloch nach Heslach bekommen. Doch daraus wird nichts.

Schussfahrt ins Tal: Die Stuttgarter Topografie ist ideal für Downhill. Foto: Warth 10 Bilder
Schussfahrt ins Tal: Die Stuttgarter Topografie ist ideal für Downhill.Foto: Warth

Stuttgart - Die Stuttgarter Downhill-Szene muss sich noch etwas gedulden. Eigentlich sollten die Radaktivisten noch in diesem Jahr eine offiziell zugelassene Abfahrt durch den Wald von Degerloch nach Heslach bekommen. Doch daraus wird nichts. Vor allem die Klärung von Sicherheitsfragen benötigt deutlich mehr Zeit als gedacht. Nun soll die Strecke spätestens Mitte 2013 fertig sein.

Seit Jahren sind Downhill-Fahrer in Stuttgart illegal unterwegs. Etwa 15 Abfahrten gibt in den Wäldern vom Kesselrand ins Tal, insbesondere im Bereich der Dornhalde und zwischen Degerloch und dem Südheimer Platz. Die Landeshauptstadt ist ideal für diesen Trendsport, etwa 400 Aktive gibt es hier. Doch immer wieder ist es in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen den mit Helmen, Knie- und Ellenbogenschonern bewehrten Extremradlern und Spaziergängern gekommen.

Sportler reden bei der Streckenauswahl mit

Das soll sich aber bekanntlich ändern. Der Gemeinderat hat 115 000 Euro bereit gestellt für eine offizielle Downhill-Strecke zwischen dem Degerlocher Albplatz und der Karl-Kloß-Straße im Süden. Die Umsetzung ist bereits ein gutes Stück vorangekommen. So hat die von der Stadt beauftragte Spezialfirma gemeinsam mit den Downhill-Fahrern die Streckenführung festgelegt. Und die geplante Brücke an der Route, die verhindern soll, dass sich Radler und Fußgänger in die Quere kommen, ist auch schon konzipiert.

Eines aber hat sich als schwieriger erwiesen als gedacht: die Konsequenzen aus der „erweiterte Verkehrssicherungspflicht“, die dem Sportamt obliegt, das die Verantwortung für die Strecke trägt. „Die damit verbundenen Maßnahmen brauchen viel Zeit“, räumt Sportamtsleiter Günther Kuhnigk ein. So müsse der gesamt Baumbestand an der Strecke mit dem Forst unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit bewertet werden, sagt Kuhnigk. Und dies in belaubtem wie in unbelaubtem Zustand. Und gegebenenfalls müssen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Dafür brauche man auch noch den Herbst, sagt der Amtsleiter. Man wolle aber mit den Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Kuhnigk: „Unser Ziel ist, im Frühjahr oder spätestens Mitte 2013 fertig zu sein.“

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9 Kommentare Kommentar schreiben

Gemeinsamer Nutzen: Ich bin (48J) neuer Mountainbiker und habe mich in letzter Zeit gefragt-aufgrund der Thematik-wo darf ich fahren,wie soll ich mich AM BESTEN gegenüber Spaziergängern verhalten.Auch ich bin viel am Bärensee unterwegs,immer freundlich und bedacht,dann gehts einigermaßen aber leider manchmal illegal( Weg kleiner 3 m Breite).Daher finde ich es nur gut,wenn sich jemand aufrafft und mit der Gemeinde spricht bzw handelt. KEINER WILL Ärger mit jemanden haben,egal welche Seite.Es gilt,das Risiko zu minimieren,super.Man Leute,es gibt Wege heraus aus dem Fernsehsessel,mein Nachbar wog bereits 157 kg!!!,und ich hatte krasse Kreuzschmerzen.Nicht unbedingt krasser Downhill,aber Sport. Leute redet miteinander und grüßt Euch,Gruß 'Paletti'

Vorurteile: Sehr geehrter Manfred und ST als Mountainbiker kann ich ihnen nur empfehlen sich ersteinmal mit der Materie, in diesem Fall den verschiedenen Arten des Radsports, auseinanderzusetzen. Dann würden sie nämlich sehr schnell feststellen, dass diejenigen Radfahrer die von einer legalen Downhillstrecke profitieren würden, keinerlei interesse an Fussgängerzonen oder dem Gebiet rund um das Bärenschlössle haben. hier müssen sie ganz klar zwischen Radfahrern und Radsportlern unterscheiden. Das ist in etwa so als wöllten sie die Formel 1 verbieten nur weil mal wieder jemand mit überhöhter Geswindigkeit durch Stuttgart gefahren ist. Außerdem werden sie dann veststellen, dass es Stürze beim Downhillfahren nie ganz ausgeschlossen werden können und dies ist auch jedem der diesen Sport ernsthaft ausübt klar und würde nie auf die Idee kommen den Waldbesitzer zu verklagen weil eine nasse Wurzel auf dem Trail zum Sturz geführt hat. Denn wenn dies so wäre, dann müsste alles verboten werden, da man ja auch als Wanderer stolpern kann oder am besten gleich das Atmen da ja eventuell Feinstaub und andere ungesunde Stoffe in der Luft sein könnte. Ebenfalls nicht zu verachtendn ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass die meisten der sogenannten Downhiller, die man auf den illegalen DH strecken trifft, zwischen 12 und 30 Jahren alt sind (mich selbst eingeschlossen). Also frage ich sie, wäre es ihnen lieber , wenn diese jungen Menschen, die mal die Renten dieses Landes finanzieren müssen, nachmittags vor Fernseher oder PC abhängen (Stichwort Bewegungsmangel und dessen Folgen, z.B. Diabetes Typ 2) und abends betrunken an U-Bahn Haltestellen rumpöbeln? Oder ist es nicht vielleicht doch besser wenn diesen Menschen nicht noch extra Steine in den Weg gelegt werden, nur weil sie ihr Hobbie ausüben möchten. Was ist ihnen also lieber Muskelkater oder Alkoholkater? p.s. Leben und Leben lassen, denken sie mal drüber nach.

Super: wie die 'Sicherungsmaßnahmen' aussehen kann ich mir schon vorstellen - aus Kostengründen werden fragliche Bäume einfach gefällt. Yeah - Biken ist eben ein umweltfreundlicher Spaß. Auch im rotgrünen Stadtparlament feiert der Lobbyismus fröhliche Urstände - warens unter schwarzgelb eher die Mittelstandsvereinigung und Autofetischisten, sinds diesmal die Downhiller die mal an die Fleischtöpfe dürfen. Wahrscheinlich fahren unsere Parlamentarier zuwenig Rad um zu kapieren dass Downhill mit Radfahren soviel zu tun hat wie ein Polo mit der Formel 1. Und bestimmt haben sich unsere Stadtoberen schon Gedanken gemacht wie sie den 'Verkehr' in der jetzt schon überlasteten Zacke regeln - oder sollten die vielleicht glauben dass die brav ihre 20 kg Bikes hochschieben.....

downhill-Strecke: Ist es nicht genug , daß diese Rennfahrer durch die Fussgängerzonen brausen? Müssen die jetzt auch noch den Wald unsicher machen? Die Stadt gut daran, auf Sicherheit ganz besonders zu achten, denn bei diesen Wut- und Hassbürgern in Stuttgart kommt schnell eine Klage. Ist ja angenehmer auf 'Kosten Anderer' zu leben als zu arbeiten. Wie schnell fliegt man als Radler auf die Schnauze? Da wird wohl erst die Straßenreinigung durch den Wald fahren müssen um das letzte Blättchen wegzufegen, daß nur keiner von diesen Leuten ausrutscht und dann klagt.

Das ist natürlich notwendig: Während die einen vor Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen und den letzten Rest 'Wald' in Stuttgart platt fahren müssen, werden unter GRÜN-ROTER Ägide Schulen geschlossen, die noch bestehenden Schulen im Stuttgarter Raum verrotten wie gehabt, Parks werden dem Erdboden gleich gemacht und dazu noch die Bürger verarscht, indem man 'Beteiligung' vorgaukelt. Unsere Stadt hat diese Leute nicht verdient.

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