Genusswelt
Wein
 

Trollinger Das schwäbische Nationalgetränk

SIR, 28.11.2012 11:00 Uhr

Stuttgart – Die Rebsorte Trollinger kommt vor allem in Württemberg und in Südtirol vor. Daher kommt vermutlich auch der Name, der von Tirolinger abgeleitet wurde. Weitere bekannte Namen für den Wein sind Schiava und Vernatsch. Der Trollinger ist eine spätreifende Sorte und verlangt daher warme Lagen und während der Vegetationsperiode ausreichend Niederschläge, weshalb das südliche Württemberg der beste Anbauort ist.

Verwendung und Geschmack

Der Wein wird hauptsächlich als Verschnittwein, vor allem in Kombination mit Lemberger, genutzt. Er ist aber auch als Trinkwein gerne gesehen. Die Trollingerweine sind rubinrot und aufgrund der relativ hohen Säurewerte ist der Geschmack frisch und saftig. Das feinblumige Bukett und das hintergründige Muskataroma machen die rote Rebsorte zu einer leichten und bekömmlichen Weinvariante. Der Duft wird oft verglichen mit dem von Wildkirschen und Johannisbeeren. Auch ein Mandelton kann gelegentlich ausgemacht werden. Beim Trinken bleibt am Gaumen eine leichte Restsüße zurück. So wird er zu einem bodenständigen Trinkwein, der von den meisten Genießern als sehr süffig empfunden wird. Der Trollinger erlangt gewöhnlich innerhalb des ersten Jahres Trinkreife. Deshalb sollte er auch zeitnah genossen werden, da er – einmal in der Flasche abgefüllt – eher an Qualität verliert, denn gewinnt. Der Trollinger wird gerne zu Geflügelgerichten gereicht. Auch zu einer deftigen Brotzeit, die am besten mit leichtem Käse kombiniert ist, passt der Trollinger hervorragend.

Der Artikel "Rebsorte – Trollinger" wurde freundlicherweise vom Gourmet Portal GuteKueche zur Verfügung gestellt.