Tunnelbohrmaschine für den Fildertunnel Gegner sind mit Protest zufrieden

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Es hat schon gewaltigere Aktionen gegen Stuttgart 21 gegeben als beim Transport des Tunnelbohrers in der Nacht auf Freitag. Unter den Kritikern des Bahnprojekts gilt die Aktion dennoch als gelungen.

Ein Stuttgart-21-Gegner lässt sich wegtragen. Bilder vom Transport des Teils der Tunnelbohrmaschine für den Fildertunnel in der Nacht auf Freitag zeigen wir in der folgenden Bilderstrecke. Foto: Achim Zweygarth 14 Bilder
Ein Stuttgart-21-Gegner lässt sich wegtragen. Bilder vom Transport des Teils der Tunnelbohrmaschine für den Fildertunnel in der Nacht auf Freitag zeigen wir in der folgenden Bilderstrecke.Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Zwischen 120 und 200 Stuttgart-21-Kritikern sind in der Nacht zum Freitag zur Stelle gewesen, um ihren Ärger über die Anlieferung des ersten Teils der Tunnelbohrmaschine Luft zu machen. Mit Trillerpfeifen und Musikinstrumenten und Transparenten standen sie erst an der Otto-Hirsch-Brücke, in der Nähe des Startpunkts des Schwertransports. Ein unermüdlicher Haufen hatte am Fasanenhof der Kälte getrotzt, um die Zufahrt zur Baustelle zu blockieren. Die Polizei, die den Demonstranten absolute Friedlichkeit bescheinigt, löste die Blockade kurz nach Mitternacht auf.

Ein wackerer Haufen, der harte Kern des Widerstands oder nur ein kleines Resthäufchen? Letzteres auf keinen Fall, so beurteilen es mehrere Vertreter aus dem Lager der Stuttgart-21-Gegner. Die Versammlungen am Startpunkt und am Ziel des Transports waren von den Parkschützern angemeldet worden. „Das sind ordentliche Zahlen“, sagt deren Sprecher Matthias von Herrmann. Schließlich würden die Gegner nun schon im vierten Winter Widerstand gegen das Großprojekt leisten. „Man darf auch nicht vergessen, dass Polizisten und Lastwagenfahrer in solchen Nächten Geld verdienen. Unsere Leute nicht, die sind alle in der Freizeit da“, fügt Matthias von Herrmann hinzu. Es sei nachvollziehbar und verständlich, wenn keine großen Massen zu später Stunde und bei Eiseskälte demonstrieren würden. Der Widerstand habe dennoch einen großen Rückhalt: „200 blockieren nachts die Baustellenzufahrt, 2000 kommen zur Montagsdemo, 20 000 unterstützen uns zum Beispiel mit Spenden, 200 000 haben schon mal einen Aufkleber gegen Stuttgart 21 in der Hand gehabt“, rechnet von Herrmann vor. „Jede gewaltfreie Form des Protests ist gleichberechtigt, gut und sinnvoll“, betont er.

Es sei wichtig, weiterhin Flagge zu zeigen“, sagt Clarissa Seitz, Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und Grünen-Stadträtin. Auch wenn es keine große Zahl gewesen sei, die sich in den Weg gestellt habe, sei der Protest in der frostigen Nacht eine „beachtliche Leistung angesichts der Kälte und des Stresse“ gewesen, sagt sie. Schade findet Seitz jedoch, „wenn zu martialisch vorgegangen wird, man den Leuten vormacht, man könne das Projekt noch stoppen“. „Das ist doch einmalig“, sagt der SÖS-Fraktionschef Hannes Rockenbauch. Eine Bewegung wie die gegen Stuttgart 21 gebe es „bundesweit nicht noch einmal“. Die Protestform des zivilen Ungehorsams, sich mit einer Blockade in den Weg zu stellen, mache jeder aus einer Gewissensentscheidung heraus. „Das war noch nie ein Massenphänomen“, fügt er hinzu. Auch die Polizei habe wohl nicht mit allzu massivem Widerstand gerechnet, so Rockenbauch weiter. „Sonst wäre sie nicht nur mit drei Hundertschaften im Einsatz gewesen“, sagt der Stuttgart-21-Gegner.

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Abt.: Pfeifen im Walde: Dafür, daß es eigentlich ja gar keinen Protest mehr gegen S 21 gebe, das RP und die Bahn quasi ein "Lex geologica stuttgartensis " im Sinne eines Stillhalteabkommen geschlossen zu haben scheinen und das angebl. größte Bauprojekt Europas nahezu auf der Zielgeraden sein muß,ist es aber laut im Wald.

Gegner zufrieden? Wie schön!: Mittlerweile haben scheinbar auch die letzten Dagegner kapiert, dass sie kleinere Brötchen backen müssen. Um mediale Aufmerksamkeit zu generieren, müsste sowieso mal wieder etwas kreativeres passieren, als jeden Montag die selbe Chose abzuliefern. Da könnte man gleich ein Fähnchen an den Bahnhof hängen, es hätte ungefähr die selbe Wirkung, nur ohne die Belästigung anderer. Immerhin, diese Blockade an der Einfahrt war eher ein schlechter Witz und alles konnte pünktlich ablaufen. So ein Protest ist wirklich für alle ok, das ist so gut wie kein Protest...

Gegner sind mit Protest zufrieden: na dann gibt es doch gar keinen Grund sich weiter zu beharken. Die Gegner sind damit zufrieden, "Flagge" gezeigt zu haben und wieder einmal ein wenig unnötige Kosten verursacht zu haben, die Befürworter sind zufrieden, dass alles reibungslos verlaufen ist und S21 auf dem besten Wege ist. Eine echte win-win Situation.

Thomas Schmidt, 16:19 Uhr : Ja Herr Schmidt, die überregionalen Medien haben "mal" wieder über S 21 berichtet, das stimmt . Allerdings sollten sie beachten über was sie berichtet haben !..... Es wurde von dem gut verlaufen und problemlosen Transport berichtet und das sie lediglich 120 bis 200 Gegner des Projektes mit anderen interessierten Zuschauer an der Strecke waren. -- Anosonsten war das alles völlig unspektakulär ... Über die Gegner und deren "Aktionen " wurde nicht wie z.B. bei den Castortransport berichtet, weil es nichts zu berichten gab ! --- Obwohl in der Stz kann man lesen das die Gegner gejubelt haben als der Transport eine Strassenschild rammte ! Aber das war es auch schon !--Ganz toll Herr Schmidt, --

Na hier kommt es eigentlich nur darauf an, die ganze Sache von der richtigen Seite aus zu betrachten.: Aus Sicht der Stadt Stuttgart, läuft alles in seinen geordneten Bahnen. - Ist ja auch nix passiert ;-) Wieder einmal ist bald Weihnachten, mit Urlaubszeit und mit Schi-Urlaub :-) In diesem Sinne. - - - - "OBEN LEBEN UND UNTEN FAHREN“. NACHSCHRIFT Nach dem Winterurlaub geht es dann in Kalenderwoche 2 / 2014, mit frischer Kraft am Bau weiter.

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