TV-Perfektion durch HDTV-Technik
Ohne Flimmern und Rauschen
Ricarda Stiller,
04.02.2010 07:07 Uhr
Die Winterspiele in Vancouver werden in brillanter Bildqualität ausgestrahlt. Doch HDTV braucht auch geeignete Empfänger. Foto: dpa
Vancouver - Jetzt kommen die Flachbildfernseher endlich groß heraus. Denn die Olympischen Winterspiele in Vancouver werden in der hochauflösenden HDTV-Technik ausgestrahlt. Spätestens seit dem ersten großen Testlauf der öffentlich-rechtlichen Sender während der Leichtathletik-WM im vergangenen Sommer ist HDTV ein Thema. HDTV steht für High Definition Television (hochauflösendes Fernsehen). Die ARD, das ZDF und Arte wollen am kommenden Freitag zu Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver den Regelbetrieb von HDTV aufnehmen.
Vor wenigen Tagen haben die Sender Sat1, Pro Sieben und Kabel1 ihre Programme in hochauflösender Qualität über Satellit gestartet. Zusammen mit RTL und Vox, die seit dem 1. November hochauflösend senden, kommen nun fünf kostenfreie TV-Programme in gestochen scharfer Qualität in die Wohnzimmer.
Zumal es zwei verschiedene Arten von Set-Top-Boxen gibt: die einen empfangen Signale über Satellit (DVB-S2), die anderen über das digitale Kabelfernsehen (DVB-C). Auch Blu-Ray-Geräte können HDTV-Signale empfangen und über DVI- und HDMI-Anschlüsse an den Fernseher weitergeben. Und die Telekom will ihr HDTV-Angebot bei "T-Home Entertain" mit den öffentlich-rechtlichen Sendern aufpolstern.
Jedoch werden die meisten Fernsehprogramme in naher Zukunft noch nicht in HDTV-Qualität ausgestrahlt. Wer über eine Stabantenne (DVB-T) seine Fernsehprogramme empfängt, muss auf HDTV verzichten. Denn in Deutschland wird auf diesem Weg ausschließlich in Standardauflösung (PAL) ausgestrahlt.
Wie gut das Bild letztlich auf dem Bildschirm dargestellt werden kann, hängt von der tatsächlichen Auflösung eines Fernsehers ab, die in Pixeln angegeben wird. Mit Full-HD sind die Geräte gekennzeichnet, die die aktuell größtmögliche Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln schaffen. Mittlerweile hat sich die Kennzeichnung "HD-Ready 1080" durchgesetzt. Mit der Bezeichnung "Full-HD" könnte ein Ende der Skala suggeriert werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Auflösung noch weiter verbessern wird.
Wenn ein Gerät mit "Full HD" beworben wird, so hat dies wenig Aussagekraft. Nur die exakte Angabe in Pixeln garantiert für die Auflösung, die man für HDTV benötigt. Heute haben schon die kleineren Geräte ab 32 Zoll in der Regel die volle Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Nur noch sehr wenige Geräte werden mit der kleineren HD-Auflösung von 1366 mal 768 angeboten.
Steht der Kauf eines Flachbildfernsehgerätes noch bevor, sollte man unbedingt darauf achten, dass das Gerät über einen digitalen HDMI-Anschluss verfügt. Am besten sind sogar gleich mehrere digitale Eingänge. Wer einen DVD- oder Blu-Ray-Player, einen Receiver und vielleicht noch eine Spielkonsole anschließen möchte, gelangt schnell an die Grenzen. Mittlerweile gibt es auch schon einige Fernseher mit USB-Anschluss. Darüber können Fotos, Videos oder auch Musik direkt auf dem Flachbildfernseher abgespielt werden.
Die Größe des Fernsehschirms ist bei den Flachbildschirmen nicht nur reine Geschmackssache. Sie hängt entscheidend von der Größe des Abstandes ab, den der Betrachter künftig zum Bildschirm einnehmen möchte. Entscheidet man sich etwa für einen recht großen 50-Zoll-Fernseher (127 Zentimeter Bildschirmdiagonale), sollte man mindestens zwei Meter, besser aber drei Meter weit entfernt sitzen. Bei Plasmabildschirmen vergrößert sich der Abstand nochmals. Als Faustregel gilt: je geringer die Pixelzahl, desto größer muss der Abstand sein.
Wie hoch die Bildfrequenz sein soll, ist nicht pauschal zu beantworten. Werden die Bilder in der Regel mit einer Bildwiederholrate von 50 Hertz (Hz) eingespeist und auch ebenso dargestellt, kann das Ergebnis recht ruckelig daherkommen. Zeigt der Fernseher das Bild mit 100 Hz an, ist der Eindruck ein deutlich besserer. Die Bewegungen - auch schnelle - scheinen fließend. Die neuesten Geräte sind bereits mit 200 Hz ausgestattet und für Nutzer, die sich gerne Sportübertragungen oder Actionfilme ansehen, sicherlich eine Überlegung wert.
Unterscheiden muss man aber auch hier, ob es sich um echte 200 Hz handelt. Einige Modelle berechnen tatsächlich Zwischenbilder mit der hohen Wiederholrate. Andere kombinieren die 100-Hz-Technik mit einem Trick. Der Fernseher errechnet die Zwischenbilder nur mit 100 Hz, was lediglich einer Verdoppelung der Wiederholrate entspricht.
Bleibt noch die Frage, wie und mit welchem Gerät sich das neue hochauflösende Fernsehen am besten aufzeichnen lässt. Muss es ein Festplattenrekorder sein, oder gibt es auch günstigere Alternativen? Möchte man eine Sendung aufzeichnen, während man gleichzeitig eine andere anschaut, sollte man sich für einen HD-Rekorder entscheiden.
Möchte man nur gelegentlich etwas aufnehmen, kann man bestimmte HD-Receiver in Kombination mit einem USB-Speichermedium auch als Aufnahmegerät nutzen. Beim Kauf des Receivers muss man dann unbedingt darauf achten, dass der USB-Anschluss nicht nur zum Abspielen von Daten vorgesehen ist.
Vor wenigen Tagen haben die Sender Sat1, Pro Sieben und Kabel1 ihre Programme in hochauflösender Qualität über Satellit gestartet. Zusammen mit RTL und Vox, die seit dem 1. November hochauflösend senden, kommen nun fünf kostenfreie TV-Programme in gestochen scharfer Qualität in die Wohnzimmer.
Ein zusätzliches HD-Empfangsgerät wird benötigt
Die neuen Bildschirme können das hochwertige Fernsehformat aber nicht per se anzeigen. Viele Geräte sind lediglich bereit für die neue Technik - dies ist beim Kauf an der Bezeichnung "HD-Ready" erkennbar. Das bedeutet, dass die Signale erst mit einem zusätzlichen HD-Empfangsgerät empfangen und für den Fernseher übersetzt werden können. Es gibt zwar Flachbildfernseher, in die ein HD-Empfänger bereits integriert ist, da es sich dabei meist um eher hochpreisige Geräte handelt, lohnt es sich nicht unbedingt, den Kauf davon abhängig zu machen.Zumal es zwei verschiedene Arten von Set-Top-Boxen gibt: die einen empfangen Signale über Satellit (DVB-S2), die anderen über das digitale Kabelfernsehen (DVB-C). Auch Blu-Ray-Geräte können HDTV-Signale empfangen und über DVI- und HDMI-Anschlüsse an den Fernseher weitergeben. Und die Telekom will ihr HDTV-Angebot bei "T-Home Entertain" mit den öffentlich-rechtlichen Sendern aufpolstern.
Jedoch werden die meisten Fernsehprogramme in naher Zukunft noch nicht in HDTV-Qualität ausgestrahlt. Wer über eine Stabantenne (DVB-T) seine Fernsehprogramme empfängt, muss auf HDTV verzichten. Denn in Deutschland wird auf diesem Weg ausschließlich in Standardauflösung (PAL) ausgestrahlt.
Wie gut das Bild letztlich auf dem Bildschirm dargestellt werden kann, hängt von der tatsächlichen Auflösung eines Fernsehers ab, die in Pixeln angegeben wird. Mit Full-HD sind die Geräte gekennzeichnet, die die aktuell größtmögliche Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln schaffen. Mittlerweile hat sich die Kennzeichnung "HD-Ready 1080" durchgesetzt. Mit der Bezeichnung "Full-HD" könnte ein Ende der Skala suggeriert werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Auflösung noch weiter verbessern wird.
Die Größe ist nicht nur Geschmacksache
Wenn ein Gerät mit "Full HD" beworben wird, so hat dies wenig Aussagekraft. Nur die exakte Angabe in Pixeln garantiert für die Auflösung, die man für HDTV benötigt. Heute haben schon die kleineren Geräte ab 32 Zoll in der Regel die volle Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Nur noch sehr wenige Geräte werden mit der kleineren HD-Auflösung von 1366 mal 768 angeboten.
Steht der Kauf eines Flachbildfernsehgerätes noch bevor, sollte man unbedingt darauf achten, dass das Gerät über einen digitalen HDMI-Anschluss verfügt. Am besten sind sogar gleich mehrere digitale Eingänge. Wer einen DVD- oder Blu-Ray-Player, einen Receiver und vielleicht noch eine Spielkonsole anschließen möchte, gelangt schnell an die Grenzen. Mittlerweile gibt es auch schon einige Fernseher mit USB-Anschluss. Darüber können Fotos, Videos oder auch Musik direkt auf dem Flachbildfernseher abgespielt werden.
Die Größe des Fernsehschirms ist bei den Flachbildschirmen nicht nur reine Geschmackssache. Sie hängt entscheidend von der Größe des Abstandes ab, den der Betrachter künftig zum Bildschirm einnehmen möchte. Entscheidet man sich etwa für einen recht großen 50-Zoll-Fernseher (127 Zentimeter Bildschirmdiagonale), sollte man mindestens zwei Meter, besser aber drei Meter weit entfernt sitzen. Bei Plasmabildschirmen vergrößert sich der Abstand nochmals. Als Faustregel gilt: je geringer die Pixelzahl, desto größer muss der Abstand sein.
Es muss nicht das teuerste Gerät sein
Wie hoch die Bildfrequenz sein soll, ist nicht pauschal zu beantworten. Werden die Bilder in der Regel mit einer Bildwiederholrate von 50 Hertz (Hz) eingespeist und auch ebenso dargestellt, kann das Ergebnis recht ruckelig daherkommen. Zeigt der Fernseher das Bild mit 100 Hz an, ist der Eindruck ein deutlich besserer. Die Bewegungen - auch schnelle - scheinen fließend. Die neuesten Geräte sind bereits mit 200 Hz ausgestattet und für Nutzer, die sich gerne Sportübertragungen oder Actionfilme ansehen, sicherlich eine Überlegung wert.
Unterscheiden muss man aber auch hier, ob es sich um echte 200 Hz handelt. Einige Modelle berechnen tatsächlich Zwischenbilder mit der hohen Wiederholrate. Andere kombinieren die 100-Hz-Technik mit einem Trick. Der Fernseher errechnet die Zwischenbilder nur mit 100 Hz, was lediglich einer Verdoppelung der Wiederholrate entspricht.
Bleibt noch die Frage, wie und mit welchem Gerät sich das neue hochauflösende Fernsehen am besten aufzeichnen lässt. Muss es ein Festplattenrekorder sein, oder gibt es auch günstigere Alternativen? Möchte man eine Sendung aufzeichnen, während man gleichzeitig eine andere anschaut, sollte man sich für einen HD-Rekorder entscheiden.
Möchte man nur gelegentlich etwas aufnehmen, kann man bestimmte HD-Receiver in Kombination mit einem USB-Speichermedium auch als Aufnahmegerät nutzen. Beim Kauf des Receivers muss man dann unbedingt darauf achten, dass der USB-Anschluss nicht nur zum Abspielen von Daten vorgesehen ist.
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"Die neue TV-Perfektion hat ihre Tücken"
Sie schreiben, dass mit Sat 1, ProSieben, Kabel1, RTL und Vox nun fünf kostenfreie Programme in HD-Qualität gesendet werden. Das ist nicht korrekt. Zwar sind die genannten Programme Free-TV, die HD-Ableger werden aber über die Astra-Plattform HD+ gesendet, für die nach einem ersten kostenfreien Jahr künftig ein Entgelt von 50 € jährlich anfallen soll. Nicht umsonst werden die Empfangsdaten in einigen Fachzeitschriften unter "Pay-TV" einsortiert. Zudem sind diese Programm nur mit speziellen HD+-geeigneten Receivern zu empfangen, die auch gewisse Einschränkungen von Seiten der Programmanbieter zulassen.