Umfrage Kaum Umsteiger

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Eine Umfrage des Landes zum Stuttgarter Feinstaubalarm hat ergeben, dass zu wenige Bürger auf das Auto verzichtet haben.

Am Stuttgarter Neckartor liegen die Schadstoffwerte seit Jahren viel zu hoch. Foto: dpa
Am Stuttgarter Neckartor liegen die Schadstoffwerte seit Jahren viel zu hoch.Foto: dpa

Stuttgart - Es ist gut, dass das Land beim ersten Stuttgarter Feinstaubalarm eine Umfrage in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis birgt aber keine Überraschungen. Für die meisten Bürger und Verkehrsfachleute stand schon vorher fest, dass ein freiwilliger Appell zu wenige zum Verzicht aufs Auto bewegen würde.

Das Umfrageergebnis bestätigt auch Zählungen der Stuttgarter Verkehrplaner. Diese haben festgestellt, das täglich 890 000 Fahrzeuge die Gemarkungsgrenze passieren, von denen jedes – statistisch betrachtet – nur mit 1,24 Personen besetzt ist. Das passt zur Umfrage, die festhält, dass 83 Prozent der täglich aus dem Umland nach Stuttgart fahrenden Bürger allein in ihrem Wagen sitzen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Pendler aus den Nachbarkreisen weniger umweltbewusst als die Stuttgarter sind. Letzteren fällt es – dank des guten Nahverkehrsangebots in der Stadt – wesentlich leichter, mal aufs Auto zu verzichten. Wer hingegen morgens aus Erdmannhausen oder Nufringen ohne Auto in die Landeshauptstadt möchte, muss überfüllte und unpünktliche S-Bahnen in Kauf nehmen. Es ist daher leider damit zu rechnen, dass die schadstoffträchtigen Verhältnisse auch beim nächsten Feinstaubalarm so bleiben, wie sie sind.

4 Kommentare Kommentar schreiben

Da war beim Feinstaubalarm: noch die Meldung, dass extrem viele beim VVS-Service angeklickt haben. - Danach haben gelacht und ihr Auto benutzt.

Umstieg: Herr Schulz-Braunschmidt schreibt von überfüllten S-Bahnen. Jetzt stelle man sich vor, dass die hälfte der 890.000 Fahrzeugen umsteigt. 445.000 x 1,2 Personen. Wie soll das funktionieren? Es braucht mehr als von der Stadt zu fordern die Leute mögen umsteigen. Es sollten erstmal Flächen geschaffen werden wohin man umsteigen soll.

Wer beim letzten Alarm sein Auto: stehengelassen hat und dafür auf die S-Bahn gewartet hat die nicht kam ist bestimmt ein Großer Fan der Politiker.......

hat irgendjemand das geglaubt?: dass die menschen in massen umsteigen? weil feinstaubalarm gegeben wird? nicht zu fassen.

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