Umfrage zum Sicherheitsgefühl
Stuttgarter fühlen sich sicher
Susanne Janssen,
22.07.2010 06:48 Uhr
In einigen Außenbezirken wünschen sich die Bürger mehr Polizeipräsenz. Foto: dpa
""In Degerloch können Sie ihr Bett abends auf die Straße stellen.""
Bürgermeister Schairer zum Sicherheitsgefühl im Bezirk
Sicherheit hat ihren Preis
Die Zufriedenheit steigt kontinuierlich an: Alle zwei Jahre lässt die Stadt das Sicherheitsgefühl erfragen, auf einer Punkteskala ist der Wert von 35 auf 66 geklettert. Und während 1995 noch 71 Prozent forderten, die Stadt müsse für den Schutz vor Kriminalität mehr Geld ausgeben, sind es jetzt nur noch 42 Prozent.
Allerdings finden die meisten Befragten, dass Sicherheit ihren Preis hat: 54 Prozent wünschen, dass die Ausgaben unverändert bleiben. Martin Schairer freut sich über die positiven Umfragewerte: "Stuttgart ist in den vergangenen zehn Jahren auch optisch sicherer geworden." Es gebe keine offene Drogenszene mehr, und die Sauberkeit habe sich sehr verbessert. Am sichersten fühlen sich die Bürger in ihrer jeweiligen Wohngegend, hier werden 86 Punkte erzielt. 73 Punkte gibt es für die Innenstadt - vor zehn Jahren waren es nur 57 Punkte, eine deutliche Steigerung des Sicherheitsgefühls. Nach Einbruch der Dunkelheit fühlen sich allerdings nur noch weniger als die Hälfte an unterirdischen Haltestellen, in Parkhäusern, Fußgängerunterführungen und Grünanlagen sicher.
Aber auch in der Wohngegend schwankt das Sicherheitsgefühl in den einzelnen Stadtbezirken stark, diese Daten hat das Statistische Amt erstmals erhoben. Schlusslichter sind Mühlhausen/Münster, wo sich nur 68 Prozent sehr sicher oder sicher fühlen, und Weilimdorf (69 Prozent). Auch Stammheim/Zuffenhausen (71 Prozent) und Bad Cannstatt haben unterdurchschnittliche Werte. Am sichersten fühlen sich die Bürger in Degerloch mit 88 Prozent (Schairer: "Ein Schlaraffenland"), fast ebenso im Süden, Vaihingen und Botnang.
Viele wünschen sich mehr Polizeipräsenz
Allerdings wünschen sich 47 Prozent mehr Polizeipräsenz. Auch dies differiert in den einzelnen Bezirken: In Weilimdorf, Mühlhausen und Sillenbuch finden mehr als 60 Prozent der Bürger, dass sehr wenig/wenig Polizei auf der Straße ist. In Stammheim/Zuffenhausen, Möhringen, Birkach/Plieningen und Botnang beklagt dies die Mehrheit der Bürger. Dass dies schon mit der Revierreform zum Februar 2009 zusammenhängt, glaubt Schairer nicht: "Die Erhebung war von April bis Mai, solche Meinungen sind oft lang verfestigt." Die Stadt warte jetzt eine Erhebung in den Bezirken ab. "Wir werden mit der Polizei darüber sprechen."
Am meisten Sorgen bereiten den Befragten undiszipliniert fahrende Autofahrer in ihrem Viertel (45 Punkte), gleich danach folgt Gewalt an Schulen. "Sich langweilende und nichts tuende Jugendliche" halten ebenfalls viele Menschen für ein Problem. Das Risiko, in den nächsten zwölf Monaten Opfer einer Straftat zu werden, sieht aber nur eine Minderheit.
Viele Befragte haben aber ihre Gewohnheiten geändert: 52 Prozent erklären, sie gingen abends seltener aus als früher, 57 Prozent vermeiden nach Einbruch der Dunkelheit die Innenstadt - und 22 Prozent trauen sich auch in ihrem Viertel nicht mehr auf die Straße. Das sind zwei Prozent mehr als 1999. Mehr Menschen (69 Prozent) benutzen auch abends und nachts keine Parkhäuser und Tiefgaragen mehr.
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Selektive Berichterstattung
Ihre Kollegen von den Stuttgarter Nachrichten berichten heute ausführlich über einen Fall von Vandalismus in der Stuttgarter City. Warum findet man diese Meldung nicht in der StZ ? Zitat "Stuttgart-Mitte: Vandalismus in der Stuttgarter City - Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag in der Innenstadt mehrere Pflanzen aus ihren Trögen gerissen, Tische, Stühle sowie einen Papiercontainer umgeworfen und aus einer Statue an der Ecke König- und Bolzstraße ein Relief aus der Halterung entfernt. Wie die Polizei mitteilt, rissen die Täter offenbar wahllos in der Geißstraße, auf dem Marktplatz, in der Kirchstraße sowie in der Stauffenbergstraße Pflanzen aus den Kübeln oder warfen sie zusammen mit den Pflanztrögen um. Außerdem nahmen sie ein Verkehrzeichen von einer Baustelle an der Eichstraße weg und legten es in die Rathauspassage. Dort vergriffen sie sich auch an der Bestuhlung einer Bäckerei und warfen die Möbel in der Passage herum. Desweiteren rissen sie am Sockel einer Statue an der Ecke König- und Bolzstraße - dem Denkmal für Herzog Christoph von Württemberg von Paul Müller 1889 - ein Relief aus der Verankerung und warfen es auf den Boden. Zudem kippten sie in der Stauffenbergstraße einen großen Papiercontainer um, so dass sich das Papier auf der Straße verteilte und beschädigten außerdem einen Roller, indem sie ihn umwarfen."
Sicher?
Als Polizeichef würde ich mich auch sicher fühlen. Aber wie sieht es mit unseren Jugendlichen aus? Fühlen die sich wirklich sicher, wenn sie allein Gangs wie den AlbaKingz oder Blackjackets gegenüberstehen? Es ist skandalös, wie sich Gruppierungen wie die AlbaKingz mit gewaltverherrlichenden Videos bei YouTube präsentieren. Wenn das die Zukunft ist, dann gute Nacht.
wers glaubt...
lDas Pfeifen im Walde, einfach lächerlich ,.. Volksverdummung hoch zehn, typisch Systemmedien...!!!