Umweltpreis geht nach Bad Cannstatt Kita Wespennest kümmert sich um Wildbienen

Von Torsten Ströbele 

Hoher Besuch aus dem Umweltministerium: Staatssekretär Andre Baumann war in der Kita Wespennest zu Gast, um sich für den Einsatz der 17 Mädchen und Buben für die Natur und die Wildbienen zu bedanken. Die Einrichtung hatte einen Sonderpreis und 750 Euro erhalten.

Der Staatssekretär im  Umweltministerium Andre Baumann war zu Gast. Foto: Torsten Ströbele 6 Bilder
Der Staatssekretär im Umweltministerium Andre Baumann war zu Gast. Foto: Torsten Ströbele

Bad Cannstatt - Die Kita Wespennest liegt mitten im Zentrum Bad Cannstatts. 17 Mädchen und Buben im Alter zwischen drei und sechs Jahren werden in den ehemaligen Geschäftsräumen an der Wildunger Straße betreut. Der Verein funktioniert als Eltern-Kind-Gruppe und feiert 2017 sein 25-Jahr-Jubiläum. „Wir suchen aber neue Räume“, sagt die Vorstandsvorsitzende Martina Joukl. „Unser Mietvertrag läuft hier noch bis 2018. Wir brauchen eigentlich mehr Platz, rund 200 Quadratmeter und einen Außenbereich, den wir derzeit leider nicht haben.“

Trotz fehlendem eigenen Gelände im Freien spielen die Natur und der Umgang mit ihr eine große Rolle im Alltag des Wespennests. Die kleine Grünfläche vor der Kita wurde mit Wildblumen bepflanzt. Zudem ist der Spielplatz, der nur wenige Gehminuten von der Einrichtung entfernt liegt, jeden Tag ein wichtiger Anlaufpunkt. Den Weg dorthin haben die Mädchen und Buben mit rund 15 Insektenhotels geschmückt. Dafür gab es im Rahmen des Wettbewerbs „Kleine Helden“ einen Sonderpreis vom Umweltministerium. Staatssekretär Andre Baumann ließ es sich nun nicht nehmen, den Kindern persönlich für ihr Engagement für die Wildbienen zu danken. Baumann sang mit den Mädchen und Buben, erzählte ihnen etwas über das Leben und die Vielfalt der Wildbienen und ließ sich zeigen, wie man ein Insektenhotel herstellt. „Es ist wichtig, dass die Kinder rauskommen und den Wind in den Haaren spüren“, sagte Baumann. „Sie müssen die Jahreszeiten erleben – und das schon in frühen Jahren, damit sie für die Natur sensibilisiert werden.“ Nur so könne dem Naturdefizitsyndrom, das landauf und landab zu beklagen sei, Abhilfe geleistet werden.

750 Euro gab es vom Umweltministerium für den Sonderpreis. Davon hat das Wespennest unter anderem einen separaten Ruheraum eingerichtet.

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