Unheilig in der Stuttgarter Schleyerhalle Nach fast 15 Jahren ist Schluss

Von StZ 

„Geboren um zu leben“, „So wie du warst“ – mit Hits wie diesen ist Unheilig berühmt geworden. Die Band um Frontmann „Der Graf“ hat bei ihrer Abschiedstournee Stuttgart noch einen Besuch abgestattet.

„Der Graf“ hat die Band Unheilig ins Leben gerufen. Foto: Christian Hass 10 Bilder
„Der Graf“ hat die Band Unheilig ins Leben gerufen.Foto: Christian Hass

Stuttgart - Bald 15 Jahre ist es her, dass „Der Graf“ die Band Unheilig ins Leben gerufen hat. Unzählige Tourneen liegen hinter einer der erfolgreichsten deutschen Musikgruppen der letzten Jahre, aber alles hat nun mal ein Ende. Und so auch das Dasein der Band Unheilig, die am Freitagabend auf ihrer Abschiedstournee auch noch einmal in der proppenvollen Stuttgarter Schleyerhalle haltgemacht hat.

Ein weiteres Konzert auf dieser Tour wird noch folgen – und das war es dann mit Unheilig? Gemach, gemach. Denn auf die Hallenabschiedstournee folgt auch noch die Open-Air-Abschiedstournee. Bei ihr gastiert Unheilig dann am 24. Juli in Aspach im Fußballstadion. Und dann war es das wirklich.

  Artikel teilen
3 KommentareKommentar schreiben

Den ehemaligen Zeitsoldaten Bernd Heinrich Graf wird die Musikszene sicher nicht vermissen, er hat nicht wirklich Geschichte geschrieben, auch wenn ihm viele nachgelechzt haben. Als Mensch war er arrogant, ja fast gar narzisstisch, sein Äußeres war mehr als gewöhnungsbedürftig und hätte eher in schwarze Messen gepasst, und seine Musik ... na ja, sagt man lieber nix dazu. __ Herr Bogunovic, ein schöner Tag heute, denn wir sind mal gleicher Meinung :-) Schönes WE ..

Aha.: Sehr geehrter Herr Reichert, es ist durchaus legitim, die Musik von Unheilig nicht zu mögen, wenn sie einem nicht gefällt. Ebenso ist es in Ordnung, den Menschen hinter der Kunstfigur "Der Graf" nicht zu mögen, sofern man ihn denn auch gut genug kennt und entsprechend einzuschätzen weiß, oder auch Unheilig an sich unsympathisch zu finden, weil man mit dem Erscheinungsbild nicht klar kommt. Fakt ist aber nunmal, dass Unheilig zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern der letzten Jahre zählt, nicht zuletzt durch die Charterfolge mit dem Album "Große Freiheit", mit welchem Unheilig in der Tat auch Geschichte geschrieben haben. Fakt sollte auch sein, dass persönliche Abneigung gegen die Musik und die Band Unheilig nicht dazu verleiten sollten, den Anhängern und treuen Fans niederträchtig und herablassend entgegen zu treten. Werfen Sie dem Grafen hier Arroganz vor (welche er erstaunlicherweise weder Bei Fantreffs noch bei den Liveauftritten publiziert, sondern sich dort sehr publikumsnah, sympathisch und zugänglich darstellt), so schlagen Sie mit Ihren Unterstellungen und Herabwürdigungen eher in genau diese Kerbe. Im Übrigen muss Narzissmus nicht unbedingt eine negative Eigenschaft sein. Selbstverständlich ist es jedoch gut nachvollziehbar, dass wenn man als offensichtlicher Hater Begründungen benötigt für seinen persönlichen Hass auf einen Menschen, man recht gerne alles schlecht redet, selbst wenn so manches an den Haaren herbeigezogen ist. Es wirkt dann jedoch im gleichen Moment lächerlich und zudem disqualifizierend, sich dann auch noch über Fans und Freunde von Unheilig auszulassen. Ihnen dennoch einen schönen Tag.

Geboren, um endlich Schluss zu machen: Wenn ich diese Musik höre, gruselt es mich jedes Mal. Eine dreijährige "Abschiedstournee". Für wie dämlich lässt sich der deutsche Musikkonsument eigentlich noch verkaufen ?

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.