Uni Stuttgart
Wissenschaft im Breitbildformat
Jan Georg Plavec,
02.12.2010 08:08 Uhr
Ein Flug über Manhattan ist in dem neuen Labor kein Problem. Foto: Steinert
Stuttgart - Der Rektor war gekommen, die Kanzlerin, der Dekan und Exrektor Dieter Fritsch. Schon die Gästeliste für die feierliche Übergabe des Erweiterungsbaus machte die Bedeutung des Instituts für Visualisierung an der Uni Stuttgart deutlich. Das Institut ist am Exzellenzforschungsverbund Simtech beteiligt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Diese laut Rektor Wolfram Ressel "herausragenden Erfolge" sollen künftig in dem gestern offiziell übergebenen, erweiterten Institutgebäude am Allmandring fortgeführt werden.
Institutsleiter Thomas Ertl erinnerte sich am Mittwoch an seine erste Begehung des ehemaligen Hysolar-Gebäudes. Das 1987 zur Forschung an Energiekonzepten für die Zukunft errichtete Gebäude war heruntergekommen. "In der Ecke lagen tote Vögel, und man musste über andere halblebige Dinge steigen", erzählte Ertl.
In dem für vier Millionen Euro rundum erneuerten und erweiterten Gebäude – ursprünglich ein Behnisch-Bau – mit neuen Büros und Seminarräumen sticht ein Visualisierungslabor hervor. Es setzt technisch neue Maßstäbe und ermöglicht dreidimensionale Visualisierungen im Breitbildformat. Sechs Meter breit und zwei Meter hoch ist die Scheibe, die durch zehn Projektoren von hinten bestrahlt wird – bei einer Auflösung von 45Megapixeln pro Auge.
Die Forscher gewährten einen Eindruck von den dreidimensionalen Visualisierungen, die die 1,6 Millionen Euro teure Anlage ermöglicht. Die Gäste flogen durch zigfach vergrößerte Teilchenströmungen, landeten auf dem Mars und schwebten über den Straßenschluchten Manhattans. Künftig, so Institutsleiter Ertl, träten Wissenschaftler bis auf Armlänge an die Projektionsfläche heran, um dort hochkomplexe Forschungsdaten bildlich zu begreifen. Die hohe Auflösung sei dafür entscheidend.
Das im Keller untergebrachte völlig dunkle Labor solle "die Wahrnehmung der Visualisierung optimieren", sagte Franz Harder vom beteiligten Stuttgarter Architektenbüro Harder III Stumpfl. "Das Labor sucht in dieser Form sicherlich europaweit seinesgleichen", meinte Rektor Ressel. Das Institut für Visualisierung mit seinen mehr als 50 Mitarbeitern hat durch den bereits im Mai bezogenen Erweiterungsbau zudem 450 Quadratmeter hinzugewonnen und damit seine Fläche fast verdoppelt.
Institutsleiter Thomas Ertl erinnerte sich am Mittwoch an seine erste Begehung des ehemaligen Hysolar-Gebäudes. Das 1987 zur Forschung an Energiekonzepten für die Zukunft errichtete Gebäude war heruntergekommen. "In der Ecke lagen tote Vögel, und man musste über andere halblebige Dinge steigen", erzählte Ertl.
In dem für vier Millionen Euro rundum erneuerten und erweiterten Gebäude – ursprünglich ein Behnisch-Bau – mit neuen Büros und Seminarräumen sticht ein Visualisierungslabor hervor. Es setzt technisch neue Maßstäbe und ermöglicht dreidimensionale Visualisierungen im Breitbildformat. Sechs Meter breit und zwei Meter hoch ist die Scheibe, die durch zehn Projektoren von hinten bestrahlt wird – bei einer Auflösung von 45Megapixeln pro Auge.
Über die Straßenschluchten Manhattans schweben
Die Forscher gewährten einen Eindruck von den dreidimensionalen Visualisierungen, die die 1,6 Millionen Euro teure Anlage ermöglicht. Die Gäste flogen durch zigfach vergrößerte Teilchenströmungen, landeten auf dem Mars und schwebten über den Straßenschluchten Manhattans. Künftig, so Institutsleiter Ertl, träten Wissenschaftler bis auf Armlänge an die Projektionsfläche heran, um dort hochkomplexe Forschungsdaten bildlich zu begreifen. Die hohe Auflösung sei dafür entscheidend.
Das im Keller untergebrachte völlig dunkle Labor solle "die Wahrnehmung der Visualisierung optimieren", sagte Franz Harder vom beteiligten Stuttgarter Architektenbüro Harder III Stumpfl. "Das Labor sucht in dieser Form sicherlich europaweit seinesgleichen", meinte Rektor Ressel. Das Institut für Visualisierung mit seinen mehr als 50 Mitarbeitern hat durch den bereits im Mai bezogenen Erweiterungsbau zudem 450 Quadratmeter hinzugewonnen und damit seine Fläche fast verdoppelt.
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