Uni Tübingen Claus Kleber hält Antrittsvorlesung

Von SIR/dpa 

Einst studierte Claus Kleber in Tübingen Jura. Am Dienstag hält er dort nun seine erste Vorlesung als Honorarprofessor. Thema: Die Zukunft des Journalismus.

Vergangenes Jahr interviewte Claus Kleber (rechts) US-Präsident Barack Obama. Foto: ZDF/Lawrence Jackson
Vergangenes Jahr interviewte Claus Kleber (rechts) US-Präsident Barack Obama.Foto: ZDF/Lawrence Jackson

Tübingen - Zwischen Nachrichtenstudio und Uni: „heute-journal“-Moderator Claus Kleber hält am Dienstag (2. Juni) seine erste Vorlesung als Honorarprofessor an der Universität Tübingen. Der ZDF-Journalist spricht um 18.00 Uhr zum Thema „Rettet den Journalismus! Wozu?“. Bereits zu Beginn des Jahres wurde Kleber zum Honorarprofessor ernannt.

„Tübingen ist der Hort meiner glücklichsten Jahre, weil ich hier sehr gern und sehr lange studiert habe. Und hier habe ich mein Handwerk als Radioreporter gelernt“, sagte Kleber am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Kleber studierte Jura in Tübingen und promovierte im Presserecht. „Wenn es einen Platz gibt irgendwo, wo ich mich zu Hause fühle, dann ist es diese Region hier“, sagte der gebürtige Reutlinger über Tübingen.

Vom Wintersemester an vermittelt der 59-Jährige journalistisches Handwerk in Blockseminaren am Institut für Medienwissenschaft. „Ich rechne mit einem Riesenansturm“, sagte Medienwissenschaftlerin Susanne Marschall am Montag. Kleber kenne das Nachrichtengeschäft wie kein anderer und drehe auch tiefgehende Dokumentarfilme. „Diese beiden Welten, das schnelle Nachrichtengeschäft und die ganz intensive Auseinandersetzung mit langen Dokumentarfilmen, sind natürlich für unsere Studenten interessant“, sagte Marschall.

„Meine Aufgabe hier ist bestimmt nicht den akademischen Standard dieses Zentrums zu erhöhen, das ohnehin schon auf einem hohen Standard ist“, sagte Kleber. „Mein Input ist vor allem von praktischer Erfahrung geprägt. Ich habe das ja nie studiert und nie systematisch gelernt.“ Er wolle journalistische Tugenden und Handwerk vermitteln. Die seien auch in Zeiten neuer Kommunikationsmittel bedeutend.

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Dazu : lese man gleich einmal den Artikel: "Die große Meinungsvielfalt in der deutschen Presse ist Geschichte" [inbegriffen öffentlich-rechtlicher Funk], http://www.heise.de/tp/artikel/45/45077/1.html

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