Verhandlungen über Betriebsvereinbarung Mehr mobile Arbeit bei Daimler

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Viele Mitarbeiter von Daimler würden einen Teil der Arbeit gerne von zuhause aus erledigen. Betriebsratschef Michael Brecht gibt am Dienstag einen Ausblick auf die Verhandlungen und die weiteren wichtigen Themen des Jahres.

Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht gibt einen Ausblick auf die Verhandlungen. Foto: dpa
Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht gibt einen Ausblick auf die Verhandlungen.Foto: dpa

Stuttgart - Der Daimler-Betriebsrat will in den kommenden Monaten eine Vereinbarung zur mobilen Arbeit mit dem Management abschließen, an deren Entwicklung die Belegschaft intensiv beteiligt wurde. Eine Online-Umfrage hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass die überwältigende Mehrheit der Befragten einen Teil der Arbeit gerne von zuhause aus erledigen würde. In Workshops wurden in den vergangenen Monate die Ergebnisse der Umfrage an den einzelnen Standorten des Autoherstellers vorgestellt und diskutiert, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Nun soll daraus eine neue Betriebsvereinbarung entstehen. Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht wird am Dienstag den aktuellen Stand dieses ungewöhnlichen Projekts in einer Pressekonferenz erläutern, in der er neben einem Rückblick auf 2015 auch einen Ausblick auf eine ganze Reihe von Themen gibt, die den Betriebsrat im laufenden Jahr beschäftigen werden.

Das Unternehmen hat im vergangenen Herbst eine Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter in Deutschland vorzeitig bis Ende 2020 verlängert. Zugleich mussten die Arbeitnehmervertreter jedoch einige Zugeständnisse machen, die dem Management mehr Flexibilität bei der Personalplanung geben. Zuvor hatte der Betriebsrat bereits Vereinbarungen zur längerfristigen Entwicklung der einzelnen Standorte unterzeichnet. Derzeit sind die deutschen Werke insgesamt gut ausgelastet, weil das Geschäft brummt. Sorgen bereitet den Arbeitnehmervertretern dagegen die Entwicklung in Brasilien, wo in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Stellen gestrichen wurden und bisher kein Ende der konjunkturellen Talfahrt in Sicht ist.

Finanzvorstand Bodo Uebber hat den Aktionären nach einem Rekordjahr in einem Interview bereits eine sehr attraktive Dividende versprochen. Dies dürfte auch in der Belegschaft den Wunsch nach einer Aufstockung der Erfolgsbeteiligung verstärken. Im vergangenen Jahr haben die rund 135 000 Tarif-Beschäftigten in Deutschland eine Rekordprämie von 4350 Euro erhalten.

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