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Verkehr Für Radfahrer soll mehr getan werden
Otto-H. Häusser, 08.02.2012 08:00 Uhr
ADFC-Mitglieder übergeben OB Dönig-Poppensieker Foto: Häusser
ADFC-Mitglieder übergeben OB Dönig-Poppensieker Foto: Häusser

Filderstadt - Das Urteil fällt nicht eindeutig aus. Durch die Brille des Radfahrers betrachtet hat Filderstadt Gutes und Schlechtes zu bieten. Dieser Meinung ist jedenfalls der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). Er hat für Filderstadt, wie schon für andere Städte eine Broschüre zusammengestellt, in der Vor- und Nachteile des Radfahrens in der Großen Kreisstadt aufgelistet werden.

Ganz oben auf der Mängelliste steht der Flughafen-Tunnel. Auf der Fahrbahn dürfen seit 2002 keine Radfahrer mehr fahren. Nur auf dem einen Meter breiten Gehweg darf der Drahtesel benutzt werden. Begegnungsverkehr ist nicht möglich. Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC, fordert deshalb die Freigabe des Tunnels für Radfahrer. Dies erklärte sie bei einer Pressekonferenz, bei der die Ergebnisse der ADFC-Untersuchung vorgestellt wurden.

Umlaufsperren kritisiert

Kritik übte Zühlke auch an den sogenannten Umlaufsperren. Sie sehen wie Schranken aus und stehen dort, wo Radwege auf Straßen treffen. Sie sollen dafür sorgen, dass die Radler gewarnt und gebremst werden. „Das ist eine Benachteiligung des emissionsfreien Verkehrs“, sagte Zühlke und forderte den Abbau dieser „Drängelgitter“. Teilweise sei dies bereits geschehen, erklärte Jürgen Lenz, der für das „radhaus“ in Filderstadt verantwortlich ist .

„Wir haben einige beseitigt und andere aufgeweitet“, berichtete er. Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig-Poppensieker gab zu bedenken, das es fitte Alltagsradler und weniger geübte Radfahrer gebe. In diesem Zusammenhang erklärte Gudrun Zühlke, dass Kinder möglichst bald auf der Fahrbahn fahren sollten. Damit sie zu Vielradfahrern würden – „und später für Kurzstrecken nicht das Auto nehmen“.

Service als Pluspunkt

Als Pluspunkte für Filderstadt nannte die ADFC-Landesvorsitzende den Service und die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Rad. Ersterer werde auch durch eine sehr gute Straßenkarte gewährleistet, in der die Radwege eingezeichnet seien. Zühlke überreichte OB Dönig-Poppensieker eine Broschüre, in der Lob und Kritik des ADFC enthalten sind. Sie ist unter www.adfc-bw.de abrufbar. Filderstadt strebt übrigens das Prädikat fahrradfreundlich an. Demnächst wird eine Prüfungskommission des Landes in die Stadt kommen und prüfen, ob die Voraussetzungen vorliegen.

Kommentare (2)
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FEB
08
Gerry, 11:22 Uhr

Beseelte Eiferer

Der ADFC bemüht sich halt immer wieder um den Eindruck, dass es sich bei seinen Mitgliedern um beseelte Eiferer handelt, so ganz unter dem Motto "Fahrrad, Fahrrad über alles". Gegen Umlaufgitter sein, die viele unaufmerksame Radler daran hindern, schnell auf die Straße zu fahren, ohne auf den Querverkehr zu achten. Aber dann dafür sein, dass Kinder auf der Straße fahren, wo sie das schöne Angstgefühl erleben können, wenn ein LKW im Abstand von 60 cm an ihnen vorbeidonnert. Macht ja alles nix, die ADFC-Radler sind ja stets im Recht! Eigenartig, dass sich unser ADFC nie blicken lässt, wenn morgens bei Kuhnacht hunderte Schüler mit ihren unbeleuchteten Rädern im Schulzentrum eintreffen. Kein Wunder, da stimmt dann das Feindbild nicht mehr, er müsste die eigene Spezies kritisieren... Übrigens: Ich bin keiner der bösen Autofahrer, sondern auch Radfahrer mit ca. 8.000 km jährlich.

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FEB
08
REW, 08:53 Uhr

dass bzw. das

Kann es sein, dass der Verfasser mit "dass" und "das" so seine Schwierigkeiten hat?

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