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Verkehr in Renningen Lückenschluss-Pläne kommen auf den Tisch
Peter Meuer, 09.02.2012 13:52 Uhr
Im Renninger Süden baut die Bahn Gleise und Unterführungen. Foto: factum/Bach
Im Renninger Süden baut die Bahn Gleise und Unterführungen. Foto: factum/Bach
"Renningen wird in Zukunft verkehrstechnisch kaum wiederzuerkennen sein"
Andreas Klein, Leiter des Kreisamtes für Straßenbau

Renningen - Wenn in Renningen dieser Tage über Verkehrsthemen gesprochen wird, dann geht es um mehr als „200 Meter neuer Straßenbelag“ hier und „eine neue Verkehrsinsel“ da. Stattdessen wehen gewöhnlich große Begriffe durch den Raum. So ist es auch am Mittwoch gewesen, als die Renninger Verwaltung und das Landratsamt Böblingen zu einem Informationsabend mit dem nüchternen Titel „Infoveranstaltung zum Straßenbau 2012“ ins Bürgerhaus an der Jahn­straße geladen haben. „Renningen wird in Zukunft verkehrstechnisch kaum wiederzuerkennen sein“, sagte Andreas Klein, der Leiter des Kreisamtes für Straßenbau.

Anschluss könnte bis 2017 fertig sein

Es ist beispielsweise um die Verknüpfung der beiden Bundesstraßen im Renninger Süden gegangen, also um den sogenannten „Lückenschluss“. Im März, so sagte es der Renninger Bürgermeister Wolfgang Faißt, wolle das Regierungspräsidium mit einer Handvoll Planungsvarianten an die Öffentlichkeit gehen. Dann solle hoffentlich bald im Gespräch mit den anderen Akteuren eine dieser Varianten ausgewählt werden. „Wenn Planung und Verfahren dann schnell vonstatten gehen und auch sonst alles glatt geht, könnte der Anschluss bis zum Jahr 2017 fertig sein“, so der Schultes. Zur Erinnerung: die Stadt Renningen ist schon seit Längerem nicht besonders glücklich darüber, dass das Regierungspräsidium für den Lückenschluss noch keine abschließende Planung beschlossen hat. Der Bürgermeister Wolfgang Faißt fürchtet ein Verkehrschaos – vor allem, wenn der A 81-Ausbau beginnt und Lastwagenfahrer versucht sein könnten, über die sanierten Bundesstraßen abzukürzen.

Die größte Baustelle Süddeutschlands

Auch der Anschluss des geplanten Bosch-Forschungszentrums ist Thema im Bürgerhaus gewesen. Wenn am 5. März der zweite Bauabschnitt der Kreisstraßen-Sanierung zwischen Malmsheim und dem Hartwald beginnt, wird über einen Kreisverkehr auch das Bosch-Gelände im Norden des Flugplatzes angeschlossen. „Bosch wird dem Vernehmen nach im Frühjahr mit den Tiefbauarbeiten für seine Gebäude beginnen, vielleicht schon im April“, sagte Andreas Klein. Der genaue Zeitplan und auch der Termin für den Spatenstich seien allerdings nicht bekannt. „Hier gibt es bald die größte Baustelle Süddeutschlands“, waren sich Klein und Faißt einig.

Pläne für Kreisstraßen

In Sachen Kreisstraßen sei in den kommenden Monaten noch mehr geplant, ergänzte Andreas Klein. Neben dem genannten Abschnitt der K 1013 zwischen Perouse und Malmsheim, der grundsaniert und mit einem neuen Kreisel versehen werde, erhalte auch die sogenannte Nordrandstraße eine neue Asphaltdecke. „Bis Ende August sollen diese Arbeiten abgeschlossen werden“, so Klein. Von September an könne dann auch der Fernverkehr wieder Richtung Perouse fließen. Dafür werde von da an die K 1060 nach Rutesheim gerichtet. „Das dauert etwa einen Monat“, so Klein.

Bauarbeiten durch Kälte in Verzug

Dass das Wetter bei all diesen Vorhaben natürlich mitspielen müsse, darauf wies der Verkehrsplaner Dieter Stahl hin. Schon jetzt seien die Arbeiten in Sachen S 60-Bau wegen des Kälteeinbruchs etwas in Verzug. Derzeit ist die Gottfried-Bauer-Straße geschlossen, auch auf Höhe der Weil der Städter-Straße arbeitet die Bahn, überall dort werden Brücken und Unterführungen gebaut. Auch wird noch der Kreisverkehr zum Gewerbegebiet Süd gerichtet. Mitte bis Ende Februar will die Bahn die Weil der Städter-Straße schließen – für alle Zeit, weil dort dann der neue Südbahnhof entsteht. „Während der Bauphase wird es entlang der Weil der Städter-Straße und über die Gleise einen provisorischen Weg für Fußgänger und Radfahrer geben“, so Stahl. Parallel dazu werde die Gottfried-Bauer-Straße aber dann wieder geöffnet und für den Verkehr passierbar sein. Dafür wird dann im April die Malmsheimer Straße endgültig geschlossen. Als Ersatz für die Bahnübergänge Malmsheimer und Weil der Städter-Straße werde die Bahnunterführung von der Malmsheimer Straße bis zum Kreisverkehr an der K 1015 gebaut. Bis zum Jahresende solle sie fertig sein.

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