| Zeitungsgruppe Stuttgart |Samstag, 04. Februar 2012
Stuttgart
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Verkehrschaos in Stuttgart Großbrand in der Innenstadt

Marc Mudrak, Fotos: Achim Zweygarth und Michael Steinert, vom 02.03.2010 14:20 Uhr
 Foto: Michael Steinert
Foto: Michael Steinert
Stuttgart - "Plötzlich rumpelte es in den Stockwerken über meinem Büro", berichtet Henning Schüring. "Zuerst haben wir uns geärgert, wie man bei diesem Lärm arbeiten soll", sagt der 28-Jährige. Doch schnell waren Schürig und seinen Kollegen aus der Internetagentur Mosaiq in der Urbanstraße 1 klar, dass der Lärm nicht aus den Büroräumen kam. Denn vor dem Haus fuhr die Feuerwehr vor, der Ruf "Feuer" hallte durch die Büroräume. "Dann mussten alle raus", so Schürig, die Einsatzkräfte räumten das Haus.

Der Brand führte am Abend immer noch zu Behinderungen rund um den Charlottenplatz. Wie die Polizeisprecherin Stephanie Pfeiffer sagte, war das Feuer im Dachgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Charlotten- und Urbanstraße (siehe Karte) ausgebrochen. Stundenlang versuchte die Feuerwehr, den Brand zu löschen - das gelang aber erst gegen 23 Uhr.

25 Polizeibeamte sicherten den Einsatzort. Über dem Haus kreiste ein Hubschrauber. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Unterstützung kam von der Feuerwehr des Flughafens, die einen Wagen mit Teleskopmast zur Verfügung stellte. Die Brandursache war ein technischer Defekt in einem Sicherungskasten und die Höhe des Sachschadens wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Nach Polizeiangaben gab es keine Verletzten, da das Haus rechtzeitig evakuiert worden sei.

Am Schreibtisch vom Feuer überrascht


"Ich saß am Schreibtisch, als plötzlich viele Fahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht zu uns in die Straße einbogen", berichtet Julia Pfeiffer, die in einem Architekturbüro der Urbanstraße 1 arbeitet. Zuerst habe sie sich noch über den Alarm gewundert. "Dann kam ein Kollege ins Zimmer gestürmt und rief: Alles raus, es brennt!" erinnert sich Pfeiffer. Da sei ihr der Ernst der Lage bewusst geworden, sofort habe sie das Gebäude verlassen. Von der Straße aus sah sie den qualmenden Dachstuhl: "Immer mehr Feuerwehrleute und Polizisten trafen ein und die Straße wurde schnell abgesperrt."

Wegen der Löscharbeiten war die Bundesstraße 27 stadteinwärts bis 0.50 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet. Gegen 17 Uhr hatte die Polizei die bis dahin ebenfalls blockierte Fahrbahn in Richtung Degerloch wieder freigegeben.

Wegen des dichten Rauches hatten Feuerwehr und Polizei die Anwohner über Radio und per Lautsprecher dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Sebastian Fischer wurden in dem Rauch jedoch keine giftigen Schadstoffe festgestellt. "Es war Rauch, wie er bei einem normalen Wohnhausbrand entsteht", so Fischer. Dieser sei zwar immer noch unangenehm und im Zweifel auch gefährlich, aber nicht hochgiftig.

Wegen der Absperrungen ist auch der Busverkehr behindert. Wie SSB-Sprecherin Susanne Schupp bestätigte, waren die Linien 42 und 43 bis zum Abend davon betroffen. Die Haltestelle Olgaeck konnte bis zum Abend wegen der Sperrung der B 27 nicht angefahren werden. Wegen der Umleitungen seien Verzögerungen auf den beiden Linien nicht auszuschließen.



Vielen Dank an Dirk Baranek für das Video.


Brand in der Urbanstraße 1, Stuttgart auf einer größeren Karte anzeigen
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Kommentare (3)
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MRZ
02
23:57 Uhr, geschrieben von Ralph
Video
Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar: Ich bezog mich auf den Video-Bericht unter http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2406224_0_9223_-stuttgarter-innenstadt-video-vom-grossbrand.html.
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MRZ
02
23:51 Uhr, geschrieben von Ralph
Video
Respekt, dass ihr sofort mit einer Videokamera vor Ort wart. So schnell muss Online-Lokaljournalismus sein. Bloß: Bitte nicht so heftig zoomen und schwenken! Die Kamera einfach mal 20 Sekunden lang ruhig auf das Motiv halten. Das sieht dann gleich viel professioneller aus.
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MRZ
02
17:34 Uhr, geschrieben von Karl
kein Rauch mehr
Es ist 17:30 Uhr und es ist kein Rauch mehr zu sehen. Vom Universitäts-Hochhaus K1 war der Brand ganz gut zu sehen. Immer wieder sah es so aus, als würde die Feuerwehr das Feuer klein bekommen. Der Rauch wurde dann aber wieder mehr. Mittlerweile scheint sich die Lage aber deutlich verbessert zu haben. Hiermit ein großes Danke an die Feuerwehr für ihren Einsatz!
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