Verkehrsverstöße von Radfahrern Hermann begrüßt höhere Bußgelder
dpa/lsw, 30.01.2013 18:17 Uhr
Radfahrer müssen wohl künftig bei Verkehrsverstößen mit höheren Bußgeldern rechnen.Foto: dpa
Stuttgart - Die Verschärfung des Bußgelds für gefährliche Verstöße von Radfahrern wird vom baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) unterstützt. Er sagte am Mittwoch in Stuttgart, auch das Verwarnungsgeld für das Parken mit dem Auto auf dem Radweg solle um fünf Euro erhöht werden. Die Regeln im Straßenverkehr müssten von allen eingehalten werden, weil Regelverletzungen auch alle Verkehrsteilnehmer gefährdeten und diejenigen geschützt werden müssten, die sich regelgerecht verhielten. „Das gilt selbstverständlich auch für Radfahrer.“
Allerdings seien die Interessen der Radler über Jahrzehnte vernachlässigt worden, sagte der passionierte Radfahrer. Vielerorts müsse das Radwegenetz noch dringend ausgebaut werden und leider ende manch ein Radweg auch heute noch im Nichts. „Klar ist auch, dass eine Kampfrhetorik gegen sogenannte Kampfradler nicht weiterhilft. Viel wichtiger wäre es, dass wir im Straßenverkehr zu mehr Fairness und zu einem rücksichtsvollen Umgang miteinander kommen.“
Konkret ist vorgesehen, dass Radfahrer ein falsches Einbiegen in Einbahnstraßen je nach Situation 20 bis 35 Euro statt wie bisher 15 bis 30 Euro kosten soll, wie auch die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) berichtete. Wer nicht auf dem Radweg fährt oder darauf in falscher Richtung unterwegs ist, soll künftig 20 statt 15 Euro zahlen. Fahren ohne Licht soll Radler bald 20 statt 10 Euro kosten.





Kampfradler am Beispiel Hamburg
Erneut wird die Kampfradler-Keule geschwungen. Vor ein paar Tagen war es Verkehrsgerichtstagspräsident Kay Nehm. Und die Medien springen gern auf, denn mit einer Flut an populistischen Autofahrer-Kommentaren kann man immer rechnen. Wer wirklich rechnen will - bittteschön! Im gesamten Stadtgebiet von Hamburg gab es genau 1,6% Kampfradler-Unfälle. Nach zu rechnen hier: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article113123726/Buhmann-Radfahrer.html
js
von vorbeipreschen habe ich nichts gechrieben...das ist ein anderes Problem und natürlich nicht ok! Für andere gefährliche Fahrweise will ich überhaupt nicht gutheissen - dass ist aber in 95% der Konflikte gar nicht das Thema. Wenn ich Nachts um 2 mit dem Rad nach Hause fahre - begegne/überhole ich in der Regel KEINEM/N Fußgänger. Welcher Fahrradfahrer 'prescht' denn bei rot über die Ampel? -Die Deppen sollen sich einweisen lassen. Schon allein aus Eigenschutz verzichten die meisten darauf. Meist läuft es doch genau wie bei den Fußgängern, von denen auch viele über rot gehen: Anhalten, schauen ob frei ist und dann wieder anrollen: Stört KEINEN, trotzdem bekommt garantiert ein Autofahrer, der warten muss, Blutdruck und muss wenn er mich dann überholt unbedingt 1m hinter mir voll auf die Hupe drücken ...ein Wunder wer sich da auf dem Rad halten kann Die Realität sieht doch so aus, dass die meisten rote Ampelvergehen querende Fußgängerampeln ohne Kreuzung sind - da sehe ich 500m vorher ob ein Fußgänger kommt - und halte wenn. Wenn aber keiner kommt fahren, viele weiter und stören objektiv NIEMANDEN . Das einizige Problem besteht darin, dass ein Autofahrer bei rot halten muss. Angesichts der Tatsache, dass jemand anderes vorbeifährt bedingt, dass garantiert ein Autofahrer nahe dem Herzinfarkt ist, obwohl beide Verkehrsteilnehmer sich überhaupt nicht beeinflussen! Fahre ich regelgerecht auf der Strasse, störe ich einige Autofahrer weil ich sie aufhalte, fahre ich auf dem Bürgersteig, bekommt der Autofahrer Blutdruck, wenn ich auf den Gehweg fahre Ohne Licht auf dem Bürgersteig?? Was stört es den Autofahrer??? Natürlich ist viel davon gegen die Regeln - dafür gibt es Bußgelder. Hier wird aber ein Verhalten völlig dramatisiert, was niemanden schädigt ausser die Verursacher selbst. Alle anderen haben ausschließlich ein Problem mit ihrem Hormonhaushalt.
Erst mal die Radwege frei machen
Wenn Radwege benutzt werden sollen, mögen die bitte erst mal von Schnee, Eis, Mülltonnen und PKWs gesäubert werden. Das Anzeigen von PKWs, die auf Radwegen parken, ist übrigens vom Ordnungsamt nicht gewollt. Mir wurde eine entsprechende Bitte mit der Ahndung eines gefährdenden Parkens so beschieden. Gefährdend, da der PKW die Aufstellfläche am Ende eine Einbahnstrasse zugestellt hatte und man als Radfahrer im Bereich der Gegenfahrbahn auf Grün warten musste. Warum passt man die Bussgelder nicht mal an den VVS an? Die ersten Male falsch Parken je 40 Euro, dann Anzeige und Fahrverbot in Stuttgart? Ach so, geht nicht... sind ja Autofahrer.