Verschwinden des MH370 Ermittler enttäuschen mit Bericht

Von red/dpa/AP 

Zwei Jahre nach dem Verschwinden des Flugs MH370 ist die malaysische Regierung zuversichtlich, dass das verschollene Flugzeug doch noch gefunden wird. Doch der Stand der derzeitigen Ermittlungen ist mehr als enttäuschend.

Auch zwei Jahre nach dem Verschwinden des Flugs MH370 bleiben viele Fragen ungeklärt. Foto: dpa
Auch zwei Jahre nach dem Verschwinden des Flugs MH370 bleiben viele Fragen ungeklärt.Foto: dpa

Kuala Lumpur - Zwei Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden des Flugs MH370 gibt sich die malaysische Regierung zuversichtlich, dass das verschollene Flugzeug doch noch gefunden wird. Ein im Juli auf La Réunion entdecktes Teil einer Boeing 777 beweise, dass der Flug tragisch im südlichen Indischen Ozean geendet habe, erklärte Ministerpräsident Najib Razak am Dienstag zum Jahrestag des Verschwindens.

Die laufende Suche im mutmaßlichen Absturzgebiet werde im Laufe des Jahres abgeschlossen, und Malaysia bleibe voller Hoffnung, dass man das Flugzeug aufspüre. Sollte nichts zu Tage kommen, würden Malaysia, Australien und China das weitere Vorgehen beraten, fügte Najib hinzu.

Allerdings haben die MH370-Ermittler entgegen den Erwartungen keine neuen Erkenntnisse über das mysteriöse Verschwinden der Malaysia-Airlines-Boeing vor zwei Jahren vorgelegt. Der Bericht, den sie am Dienstag vorlegen wollten, umfasste nur drei Seiten. Das Dokument lag der Deutschen Presse-Agentur vorab vor. Daraus geht nicht hervor, warum der Flug am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord vom Radar verschwand und was sich an Bord abgespielt haben könnte.

„Eine Papierverschwendung“, sagte die Angehörige Grace Nathan, deren Mutter an Bord war, der dpa. „Das hat überhaupt keinen Wert.“ Ähnlich äußerte sich Lee Khim Fart, dessen Frau Fong Wai Yuen Stewardess war. „Ich habe die Nase voll“, sagte er. „Das ist doch alles Unsinn, was von den Behörden kommt.“

Die Ermittler gehen in dem Dokument nicht auf die Untersuchung des einzigen bislang verifizierten Trümmerteils ein, das im Juli vergangenen Jahres vor Südostafrika angeschwemmt wurde. Sie erwähnen lediglich, dass die Flügelklappe eindeutig als Teil von MH370 identifiziert wurde. Mindestens ein weiteres gerade in Mosambik in Südostafrika gefundenes Trümmerteil wird gerade untersucht. Ob es von MH370 stammt, ist noch unklar.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines war am 8. März 2014 in Kuala Lumpur in Richtung Peking gestartet, aber während des Flugs spurlos verschwunden. Experten vermuten, dass es abdrehte und stundenlang in Richtung Südwesten flog, bis der Sprit ausging und der Absturz folgte. Die meisten Passagiere waren Chinesen. Australien leitet die Suche in dem riesigen möglichen Absturzgebiet.