Vettel nach dem WM-Sieg
Ein Leitbulle mit 23 Jahren
Elmar Brümmer,
16.11.2010 07:42 Uhr
Der Rekordweltmeister gratuliert dem jüngsten Weltmeister: Michael Schumacher (rechts) hält Sebastian Vettel für einen würdigen Nachfolger. Foto: dpa
""Es ist für mich immer noch schwer, zu begreifen, dass es jetzt wirklich passiert ist.""
Sebastian Vettel, jüngster Formel-1-Weltmeister
Dann wurde in der Box von Red Bull Racing, dem Sieger in beiden WM-Wertungen, weiter gefeiert: "Wir machen nun das, für das wir berühmt sind - Party nämlich", verlautete es sogar im offiziellen Bulletin. Und der Vater des neuen Weltmeisters, Norbert Vettel, legte gleich eine beachtliche Leistung mit der Luftgitarre hin. Mit seiner Interpretation des AC/DC-Klassikers "TNT" ließ er schon früh anklingen, wie viel mentaler Sprengstoff nach Abschluss dieser dramatischen Saison freigesetzt werden musste.
"Es ist immer noch schwer, das Ganze zu begreifen und sich vorzustellen, dass es jetzt wirklich passiert ist", gestand der Sieger Sebastian Vettel dann mit der Deutschlandfahne um den Schultern. Seiner Championsnacht wurde nur durch den frühen Flug zurück nach Europa ein zeitliches Limit gesetzt. Am Montag Abend erfolgte letztlich im Salzburger "Hangar 7" die Fortsetzung der Feierlichkeiten mit 1000 Red-Bull-Angestellten und einem Auftritt im Haussender "Servus TV".
Vettel will sich in der Wüste austoben
Nach einer Pressekonferenz am Dienstag und einem Abstecher ins Red-Bull-Werk im englischen Milton Keynes geht es dann wieder schnurstracks zurück in die Wüste. Vettel will sich auf vier Rädern austoben und mit dem österreichischen Motocross-Champion Heinz Kinigadner in den Sanddünen Quad fahren, bevor am Freitag und Samstag die ersten Reifentests für 2011 auf dem Yas Marina Circuit anstehen. Der richtige Saisonabschluss findet für Deutschlands zweiten Formel-1-Weltmeister dann am übernächsten Wochenende beim Race of Champions in Düsseldorf statt, wo er an der Seite von Michael Schumacher den Nationen-Cup verteidigen will. Eine Veranstaltung, die im ZDF läuft und nicht beim Formel-1-Haussender RTL, der am Rennsonntag mehr als zehn Millionen Zuschauer hatte.
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