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VfB gegen Heidenheim Zopflastige Stuttgarter Taktik

Peter Stolterfoht, vom 05.09.2010 16:52 Uhr
Die Frisur muss sitzen: Mauro Camoranesi Foto: Keppler/Baumann
Die Frisur muss sitzen: Mauro Camoranesi Foto: Keppler/Baumann
Heidenheim - Die großen Erwartungen, die in Stuttgart mit Mauro Camoranesi verknüpft werden, lassen sich allein schon daran ablesen, dass er sogleich einen Beinamen verpasst bekommen hat. "Superzopf" nennen sie den italoargentinischen Neuzugang des VfB rund um den Cannstatter Wasen aufgrund seiner Arbeitsfrisur und der erhofften Leistung.

Am Samstag nun gab der 33-Jährige sein Debüt im Testspiel beim Drittligisten Heidenheim. Und Christian Gross war auch gleich voll des Lobes. "Man merkt sofort, über wie viel Spielintelligenz er verfügt", sagte der Trainer nach dem 3:2-Erfolg des VfB, den Sven Schipplock, Georg Niedermeier und Serdar Tasci mit ihren Toren sicherstellten. Mauro Camoranesi war die erste Anspielstation im Stuttgarter System, er agierte abgeklärt und spielte immer wieder überraschende Pässe in die Spitze. Einem ersten Bundesligaeinsatz am Samstag in Freiburg steht also nichts mehr im Weg.

Mit unwiderstehlichen Flankenläufen – das ist auch schon klar – wird der ehemalige National- und Juventus-Spieler auf seiner rechten Seite allerdings nicht dienen können. Camoranesis Ausdauer- und Erfahrungswerte sind höher einzuschätzen als seine Antrittsschnelligkeit. So wird der Weltmeister des Jahres 2006 den Tabellenletzten der Bundesliga vermutlich nicht im Ein-Mann-Show-Stil zurück in die Spur bekommen. Die ihm zugedachte Rolle ist vielmehr die eines Stabilisators in einer zuletzt ziemlich aus dem Gleichgewicht gekommenen Mannschaft.

Mehr Sicherheit im Spiel des VfB Stuttgart verspricht auch die Rückkehr von Matthieu Delpierre. Der Innenverteidiger sollte nach dreimonatiger Verletzungspause in Heidenheim eigentlich einem Härtetest unterzogen werden. Doch eine Reizung im operierten Knie sprach am Samstag zu deutlich gegen einen Einsatz des Kapitäns. Nach zwei freien VfB-Tagen soll Delpierre morgen wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Eher unwahrscheinlich ist nun allerdings, dass der 29 Jahre alte Franzose ohne jegliche Spielpraxis in Freiburg gleich in die Startformation berufen wird.

Auf eine Chance von Beginn an darf sich der zuletzt lethargisch wirkende Pawel Pogrebnjak Hoffnung machen, nachdem er am Freitag beide russischen Tore beim 2:0-Sieg in Andorra erzielt hatte. Ebenfalls erfolgreich, wenn auch nicht ganz so spektakulär, agierten weitere VfB-Spieler in der Qualifikation zur Europameisterschaft. Zdravko Kuzmanovic gewann mit Serbien 3:0 auf den Färöern. Auch in der Anfangself stand Cristian Molinaro beim italienischen 2:1-Sieg in Estland. Weniger zufrieden ist Ciprian Marica mit dem 1:1 der rumänischen Mannschaft, für die er 90 Minuten im Einsatz war, gegen Albanien. Mit der Reservistenrolle musste sich Khalid Boulahrouz im niederländischen Team zufriedengeben, das in San Marino locker 5:0 gewann.
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Kommentare (2)
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SEP
07
19:04 Uhr, geschrieben von VfB-Fan
@Benno
Man muss halt zwischen den Zeilen lesen...
SEP
07
18:35 Uhr, geschrieben von Benno
CG auf dem absteigenden Ast
Auf Sport1 wird CG heute zitiert: ""Ich erwarte eine höhere Aufmerksamkeit in der Verteidigung - vor allem von erfahrenen Spielern wie Georg Niedermeier". Allmählich kommen Zweifel an der Lebensnähe des Trainers auf, wenn ein Mann mit weniger als 20 BL-Einsätzen schon als erfahrener Spieler eingestuft wird, wenn dem Schweizer der etwas erfahrenere Tasci noch als Schulbub gilt.
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