VfB Stuttgart Bruno Labbadia steht vor dem Aus

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Nach der 1:2-Niederlage gegen Augsburg gerät der Trainer des VfB Stuttgart mächtig unter Druck. Allem Anschein nach muss Labbadia noch in dieser Woche seinen Posten räumen. Auch ein möglicher Nachfolger ist bereits in der Diskussion.

Allem Anschein nach muss Bruno Labbadia noch vor dem wichtigen Europa-League-Rückspiel am Donnerstag gegen Rijeka seinen Posten räumen. Foto: Pressefoto Baumann 14 Bilder
Allem Anschein nach muss Bruno Labbadia noch vor dem wichtigen Europa-League-Rückspiel am Donnerstag gegen Rijeka seinen Posten räumen.Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Und dann kommt sie, die beliebte Reporterfrage, die immer dann gestellt wird, wenn Fußballtrainer in Bedrängnis geraten. Ob Bruno Labbadia auch im nächsten Spiel noch auf der VfB-Bank sitzen werde, will einer nach der 1:2-Niederlage in Augsburg von Fredi Bobic wissen – und erntet einen bitterbösen Blick. „Das ist eine dumme und respektlose Frage“, antwortet der VfB-Manager, dreht sich wutschnaubend um und geht.

In den gut zweieinhalb Jahren, in denen Labbadia beim VfB im Amt ist, haben der Trainer und der Manager gemeinsam manche Krise gemeistert. Mit Vehemenz verhinderte Bobic aufkommende Debatten über den Coach stets im Keim und sprach entsprechende Machtworte. Nun ist er offenbar müde geworden, seinem wichtigsten Mitarbeiter ein weiteres Mal den Rücken zu stärken. Allem Anschein nach muss Labbadia noch vor dem wichtigen Europa-League-Rückspiel am Donnerstag gegen Rijeka seinen Posten räumen. Als möglicher Nachfolger gilt der U-17-Trainer Thomas Schneider, aber auch eine externe Lösung ist nicht ausgeschlossen.

Ein Fernsehinterview sagt Labbadia kurzfristig ab

Kurz nach seinem kleinen Wutausbruch hat sich Bobic wieder beruhigt und kehrt zurück in die Katakomben des Augsburger Stadions. Er könne und wolle keine schnellen Antworten auf die erneute Krise und zur Zukunft des Trainers liefern, „schließlich reden wir immer noch über Menschen“. Am späten Abend hat er noch einen Fernsehtermin, anschließend werde er „nach Hause fahren und in Ruhe nachdenken“. Und: „Wenn wir eine Entscheidung treffen, dann treffen wir sie gemeinsam.“

Mit ernster Miene bringt währenddessen Bruno Labbadia die Pflichttermine nach einem Bundesligaspiel hinter sich – aller Voraussicht nach zum vorerst letzten Mal. Er sucht keine Ausreden, er sagt auf der Pressekonferenz, man habe in der zweiten Hälfte zwar „eine andere Mannschaft“ gesehen. Den katastrophalen Auftritt vor der Pause aber beschönigt er nicht, die erste Hälfte sei „der Schlüssel des Spiels gewesen“, sein Team habe sie „komplett verschlafen“. Auf tiefer gehende Fragen zu seiner eigenen Situation hat er kein Verlangen – ein Fernsehinterview mit dem Südwestrundfunk sagt Labbadia kurzfristig ab.

Die Fans haben den Daumen längst gesenkt

„Wenn du verlierst, hast du schlechte Argumente“, sagt Bobic. In der Bundesliga wartet der VfB nach drei Niederlagen noch auf den ersten Punkt und ist in der Tabelle Vorletzter; in der Europa League droht das Aus. Es ist eine erschütternde Bilanz, ein verheerender Start in eine Saison, in der alles besser werden sollte. Schließlich hat der VfB das Ziel ausgegeben, sich auf direktem Wege für den Europapokal zu qualifizieren. „Wir haben hohe Ansprüche“, sagt Bobic, „denen müssen wir uns stellen.“

Die Fans haben den Daumen längst gesenkt – stürmische „Bruno raus“-Rufe waren schon während des Spiels zu hören und begleiteten den Trainer nach dem Schlusspfiff beim Gang in die Kabine. Man mag sich nicht ausmalen, was am Donnerstagabend passieren würde, sollte der VfB mit Labbadia aus der Europa League ausscheiden. „Wir müssen gegen Rijeka weiterkommen“, sagt Bobic. Diese Aufgabe dürfte einem neuen Trainer zufallen.

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25 Kommentare Kommentar schreiben

Trainerwechsel: Der Trainerwechsel war nun wirklich nicht mehr zu verhindern.4,5 verschieden Systeme hat BL in dieser Saison bisher ausprobiert,was letzlich nur eins zeigt: Er hat die Vorbereitung (mal wieder) nicht genutzt und hatt diesmal auch keine Ausreden mehr (a la `zu späte Transfers`). Bobic sollte trotzdem bleiben weil ein Austausch der gesamten sportlichen Leitung nach dem 3.Spieltag sicherlich nicht weiterhilft. Die ewigen Bobic-Basher sollten erst mal abwarten was ein anderer Trainer aus dem Kader holt bevor sie den Verein Jahr für Jahr neu erfinden wollen.

@vodralbra: Fehleinkäufe...wenn ich das schon höre. Wen hätte der VfB ihrer Meinung nach eigentlich holen sollen? Und mit welchem Geld? Die Neuverpflichtungen sind gut und sie entsprechen in finanzieller Hinsicht der Realität des Vereins. Leitner, Schwaab, Rausch beispielsweise sind gute Bundesligaspieler - vorausgesetzt, man setzt sie dort ein, wo sie ihre Stärken am besten ausspielen können. Auch Abdellaoue ist ein Guter und ich bin froh, dass mit ihm eine Alternative für den ewigen Ibisevic geholt wurde. Aber bei dem Aufstellungs- und Taktikgewurstel von Labbadia in den gesamten Pflichtspielen der neuen Saison konnte sich nicht ein einziger Spieler in den Vordergrund spielen. Dabei hat VfB inkl. der Neuverpflichtungen einen Kader, der meiner Ansicht nach für die Plätze 8 bis 4 gut sein müsste. Leider hatte er einen Trainer, der nicht in der Lage war, dem Kader eine Spielidee zu vermitteln. Dort (und nur dort) hätte Bobic vielleicht schon früher eingreifen können. Andererseits fand ich es nur fair von ihm, Labbadia mit dem neu zusammen gestellten Kader eine Chance zu geben. Das Bobic nun frühzeitig in der Saison die Reißleine zieht ist richtig und gut und spricht zumindest dafür, dass er schon seit einigen Wochen nicht mehr wirklich überzeugt von Labbadias Arbeit ist.

Entlassung: B.L. wurde entlassen, sehe VfB Homepage!

Endlich: Anscheinend ist Labberi nun endlich gefeuert worden, Leider mindestens ein Jahr zu spät. Er soll Bobic gleich mitnehmen, der hat ihn ja immer geschützt. Nun müsste es eigentlich wieder aufwärts gehen. Oder sind noch mehr Leichen im Keller?

Bruno raus ...: ... ist nur die halbe Lösung! Von Bobbele Bobic kommen nur Sprüche, ohne Konzept, ohne Linie. Dem Amt eines Sportvorstands war der noch nie gewachsen!

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