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Stuttgart - Krise ist, wenn beim VfB Stuttgart montags die Köpfe rauchen. So wie am Montag, als es galt, das 0:3-Debakel gegen Mönchengladbach aufzuarbeiten. Die Verantwortlichen tagten, um nach Lösungen zu suchen, wie der dramatische Absturz mit nur sechs Punkten aus den vergangenen zehn Spielen gestoppt werden kann.
Die Angst vor dem Totalschaden zweite Liga geht um - bei dem Präsidenten Gerd Mäuser, dem Finanzchef Ulrich Ruf, dem Manager Fredi Bobic und dem Trainer Bruno Labbadia, der von dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt bereits in die Pflicht genommen wurde (die StZ berichtete). Dass der VfB jetzt wie schon vor einem Jahr und wie vor zwei Jahren und wie vor drei Jahren an diesem Punkt angekommen ist, hat mehrere Gründe.
Die Vereinsführung
Der Auftritt gegen Gladbach war ein Schock, den Gerd Mäuser und Co. in ihrer Loge auf der Haupttribüne erst einmal verdauen mussten. Entsprechend niedergeschlagen war hinterher die Stimmung. Dabei geht die Entwicklung schon seit langer Zeit in die falsche Richtung, was die Parallelen zur Vergangenheit beweisen. Die Geschichte wiederholt sich ständig, ohne dass die Entscheidungsträger darauf reagiert hätten. Der VfB verharrt in seinen alten Personalstrukturen und zeigt immer die gleichen Reflexe - wenn es schlecht läuft, meldet sich der Aufsichtsratschef Dieter Hundt zu Wort und erzeugt Druck.
Ein tragfähiges und nachvollziehbares Konzept, wie der Club fit für die Zukunft gemacht werden soll, existiert höchstens auf dem Papier, auf dem zumindest mal stand, dass bevorzugt auf die eigene Jugend gebaut werden soll. Außerdem erklärte Mäuser, dass man nicht mehr in die Champions-League-Falle tappen werde und nicht mehr bereit sei, hohe Ablösen und hohe Gehälter zu zahlen. In der Praxis wurde dann Vedad Ibisevic bis 2016 verpflichtet - ein Paket, das den VfB in der Summe mehr als 15 Millionen Euro kostet.
Als es im Sommer erstmals Widerstand gegen die nach Gutsherrenart ausgeübte Vereinspolitik gab, wurden die Oppositionsparteien abgeschmettert, ohne sich zuvor konstruktiv mit den Vorschlägen und Ideen der Gruppen zu beschäftigen. Kritische Geister wie Karl Allgöwer waren unerwünscht. Dafür wurde ein Sportbeirat gegründet, dem Mäuser, Ruf, Bobic und der linientreue Hansi Müller angehören. Welche Funktion dieses Gremium hat, ist unklar. Die Führungsriege des VfB präsentiert sich als geschlossene Gesellschaft, die keine neuen Impulse zulässt. Das Endprodukt davon ist die Mannschaft.
Die Mannschaft
Die Spieler sind sich selbst ein Rätsel. Als William Kvist nach der Pleite gegen Gladbach gefragt wird, wie er sich den seit Anfang November anhaltenden Einbruch nach dem doch ziemlich gelungenen Saisonauftakt erkläre, antwortet er: "Das ist eine sehr gute Frage. Darüber haben wir in der Mannschaft auch schon oft gesprochen. Aber eine Antwort haben wir nicht gefunden. Wahrscheinlich ist es so, dass viele Dinge zusammenkommen."
Damit meint er sicher die wachsende Verunsicherung, die der Misserfolg mit sich bringt. Oder die nicht funktionierende Abstimmung zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Oder die offensichtlich fehlende Leidenschaft. Der Torwart Sven Ulreich sagt: "Wir müssen endlich wieder einen anderen VfB sehen und wieder als Team auftreten." Das dürfte aber schwierig werden, da die Spieler weit davon entfernt sind, eine Einheit zu bilden.


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Resümee der Aussagen...
... wenn im Pokal gegen die Bauern wieder ein 2:5 oder 3:6 herauskommen sollte, könnte geneigter Betrachter vermuten, das sich innerhalb eines Jahres in oder auf den Fluren dieses Wirtschaftsunternehmens eines nicht durchgesetzt hat. Die Transparenz der Zielrichtung in Verbindung mit dem Umstand ob als Spieler oder Funktionsträger, sein Profidasein nicht mehr ersichtlich auf den Platz zu bringen. Es hakt einfach in der Durchgängigkeit der Strukturen und das kostet bei Wirtschaftsunternehmen i.d.R. richtig viel Geld. Wer ein nicht erfolgreiches Produkt ständig schönredet, erkennt nicht, das der Kunde i.d.R. schon erkennt, ob er Qualität in Sinn und Aktion für sein Geld bekommt. Die Tabellenstände sprechen eine untrügliche Sprache.
So ist es
Ein sehr guter Artikel, bravo. Großes Lob für die Herren Haid und Schumacher, bitte mehr davon.
StZ
Hier, lest den Artikel von den StN. Der ist auch ok und zeigt die Probleme auf aber nicht halb so populistisch ist wie die Beiträge der StZ die nicht einen Funken hilfreich sind. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.vfb-stuttgart-ampel-auf-gelb:-vollgas-oder-vollbremsung.18ab465b-9fe6-4dc9-85bc-12297bcb3216.html