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Stuttgart - Gequält lächelnd hat Fredi Bobic den Fernseher ausgeschaltet, als kurz vor Weihnachten die Auslosung des Pokalviertelfinales beendet war. Ein Heimspiel gegen den FC Bayern war dem VfB zugelost worden, was einerseits ja eine feine Sache ist. Das Stadion wird am Mittwoch (20.30 Uhr) voll sein, das ZDF überträgt live, die Kasse klingelt. Andererseits aber weiß der VfB-Manager auch, dass es kleinere Hürden gegeben hätte, um wieder einmal nach Berlin zu kommen.
Und so bleibt ihm nur die Hoffnung auf die ganz eigenen Pokalgesetze und darauf, dass jede schwarze Serie eines Tages zu Ende geht: "Irgendwann", sagt Bobic, "müssen auch die Bayern wieder fällig sein." Nicht nur in der Bundesliga, auch im DFB-Pokal hat es für den VfB gegen die Münchner nur sehr wenig zu holen gegeben. Zehnmal ist Stuttgart in den vergangenen knapp 40 Jahren gegen den Rekordpokalsieger angetreten - und hat dabei neunmal den Kürzeren gezogen. Immerhin: der einzige Sieg gilt als historisch - und das nicht allein in fußballerischer Hinsicht.
"Wir waren sicher, wir würden es packen"
Es ist der 9. November 1989, ein Donnerstagabend, und der Anpfiff im Neckarstadion verzögert sich. Denn in Berlin fällt die Mauer, weshalb die "Tagesschau" ein paar Minuten länger dauert. Danach aber setzt die ARD Prioritäten und verzichtet darauf, zu Gunsten weltpolitischer Umwälzungen ein Fußballspiel aus dem Programm zu nehmen. Und so werden nicht nur knapp 70.000 Menschen im Neckarstadion, sondern auch zwölf Millionen Fernsehzuschauer Zeuge, wie der VfB die Bayern mit einem 3:0 aus dem Pokalachtelfinale kegelt.
Zwei Tore schießt Fritz Walter, eines Jürgen Hartmann. Der Bayern-Trainer damals wie heute: Jupp Heynckes. Guido Buchwald ist auch dabei gewesen an diesem historischen Abend - stärker in Erinnerung geblieben ist ihm aber ein anderes Pokalspiel gegen die Bayern: das Finale 1986 in Berlin. Mit einem 2:1 gegen Bremen hat der VfB eine Woche vorher den Bayern zur Meisterschaft verholfen - doch auf die erhoffte Gegenleistung warten die Stuttgarter vergeblich. "Wir waren unheimlich motiviert, wir waren sicher, wir würden es packen", sagt Buchwald, "und dann ging alles ganz schnell."
Zweimal trifft Roland Wohlfahrt, zweimal Michael Rummenigge, es steht schon 0:4, als Buchwald eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem Tor "etwas Ergebniskosmetik" betreiben darf. Am Ende heißt es 2:5, die Bayern feiern das Double, der VfB steht bedröppelt daneben. Es gibt für einen echten VfBler nicht viel, was bitterer ist, als den Bayern beim Jubeln zuzuschauen. Dummerweise mussten sie das auch in der jüngeren Pokalvergangenheit tun - und da half es auch wenig, Männer mit Bayern-Vergangenheit auf der Trainerbank sitzen zu haben.
Die Stuttgarter waren oft chancenlos
Markus Babbel glaubt vor drei Jahren zu wissen, was zu tun ist, um die Bayern zu schlagen. Er kommt auf die tollkühne Idee, den kleinen Spielmacher Yildiray Bastürk als Sturmspitze aufzubieten. Doch der Plan geht nicht auf. Als Bastürk nach einer Stunde das Spielfeld wieder verlässt, steht es 0:5. Dass der VfB die letzte halbe Stunde mit 1:0 gewinnt (Torschütze Mario Gomez), mag auch Babbel nicht als Teilerfolg werten: "Wir sind abgeschlachtet worden."
Nicht viel besser ergeht es im Dezember 2010 Bruno Labbadia, dem ehemaligen Bayern-Stürmer auf der VfB-Bank. Aufoperungsvoll wehren sich die Stuttgarter zwar in der Mercedes-Benz-Arena und kommen in Unterzahl zum 3:3-Ausgleich durch Matthieu Delpierre. In den letzten zehn Minuten aber schießen die Bayern drei weitere Tore und gewinnen damit sogar noch höher als drei Tage zuvor im Bundesligaduell an gleicher Stelle. Da hatten sie es mit einem 5:3 bewenden lassen.
So chancenlos sind die Stuttgarter in Spielen gegen die Bayern oft gewesen, dass sich manche fragen: wäre es nicht gerechter, wenn der VfB gegen die zweite Mannschaft der Münchner antreten würde? Allerdings geht auch diese Rechnung nicht auf. Von zwei Pokalspielen gegen die Bayern-Reserve hat der VfB zwei verloren.


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mein Tipp
Bei dem ideen- und planlosen Angriffsspiel das der VfB derzeit an den Tag legt wird es gegen die Bayern nix zu holen geben. Ich tippe also auf eine erste Halbzeit in der der VfB (defensiv) noch recht gut mithält bzw. die Angriffe der Bayern noch abwehren kann. Spätestens in der zweiten Halbzeit schießen die Bayern dann aber ihre bestimmt 3 Tore und ziehen letzten Endes Mühelos ins Halbfinale ein.
Die Null muss endlich stehen
Das Problem beim VfB ist ganz eindeutig die Abwehr. Weder hat man ein großes Problem im Mittelfeld noch im Sturm. Das sieht oft nur so aus, denn wenn man 2:0 hinten liegt, haben die Stürmer keine Hoffnung mehr das Spiel noch zu drehen, und beim Mittelfeld ist die Moral gebrochen. Wenn die Abwehr stabil spielt, hat man jedoch eine Chance gegen die Bauern. Wenn Tasci jedoch zum gefühlten tausendsten Mal zu spät kommt und es wieder im Tor einschlägt, bekommt man vemutlich ne Packung (wie in den letzten 2 Begegnungen *kotz*).
wie immer...
wirds auch diesmal ein debakel. der punkt in leverkusen gut und schön, toll erkämpft etc. aber dass leverkusen unglaublich schwach war und wir selbst in überzahl keine echte rochance rausgespielt haben, gegen konter anfällig waren und nur ein stocher-tor zum ausgleich erzielt haben, war mehr als deutlich. die bayern werden zeigen wo der vfb 2012 unter labbadia wirklich steht. hoffentlich wird zumindest das spiel gegen die hertha am samstag gewonnen. bei denen brennt der baum noch mehr als bei uns. wenn man da zu hause nicht gewinnt, hat der absteigskampf schon wieder begonnen...