VfB Stuttgart
Wer wird die Nummer eins?
Heiko Hinrichsen,
05.03.2010 07:05 Uhr
|
|
Bild 1 von 30 |
|
Sven Ulreich fällt nach seiner Verletzung für den Rest der Saison aus – was auch seine Position als Nummer eins im Tor des VfB Stuttgart für die nächste Saison gefährdet. Foto: Baumann
Stuttgart - Der VfB-Trainer Christian Gross nennt den Vorfall "eine ganz normale Wettkampfverletzung, die es leider immer wieder gibt". Und tatsächlich ist der Luftkampf des jungen VfB-Torhüters Sven Ulreich in der zweiten Halbzeit des U21-Länderspiels der DFB-Elf mit einem isländischen Stürmer nicht besonders hart geführt worden. Sven Ulreich ließ sich in der Partie am Dienstagabend von den DFB-Medizinern nur kurz behandeln. Dennoch hat die Verletzung, die sich Ulreich in dieser Szene zuzog, langwierige Folgen.
Denn die ärztliche Diagnose nach Spielschluss fiel ernüchternd aus: Durch den Bruch des Wadenbeinköpfchens im linken Knie muss der Torhüter, der die U21-Partie gegen Island (Ergebnis 2:2) unter Schmerzen beendet hatte, zwischen sechs und acht Wochen pausieren. Die erste Konsequenz ist daher, dass Ulreich in dieser Saison sportlich nicht mehr eingreifen kann. Auch wenn er letztlich Glück im Unglück hatte: "Eine zusätzliche Kernspintomographie hat eine gute Stellung des Bruchs ergeben, sodass eine Operation nicht zwingend notwendig ist", sagte der VfB-Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best.
Trotzdem ergibt sich als zweite Folge des Malheurs des 21-jährigen Goalies, dass das ohnehin schwierige Personalpuzzle auf der Torhüterposition des VfB, das der Manager Horst Heldt in den nächsten Wochen zusammen zu setzen hat, nun noch komplizierter geworden ist als es ohnehin schon war. Es ist daher logisch, dass der 40-jährige Heldt keine allzu große Lust verspürte, das Torwart-Thema und die große Frage: "Wer wird in der neuen Saison die neue Nummer eins beim VfB?" öffentlich zu diskutieren. "Die Verletzung von Sven ist zwar schlimm, aber sie hat auf unsere zukünftigen Planungen keine Auswirkungen", sagte Heldt deshalb.
Weil der Profifußball ein Tagesgeschäft ist, lässt sich in diesem Business zwar nichts mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Allerdings wurde Horst Heldt in einem Punkt sehr deutlich. Dann nämlich, als er im Zuge der durch die Ulreich-Verletzung neu entflammten Stuttgarter Torwartdiskussion auf die Rolle der derzeitigen Nummer eins, also auf die von Jens Lehmann, zu sprechen kam. "Beim Jens weiß man ja nie - vielleicht fährt er sogar noch mit zur WM", sagte Heldt - und konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Dann wurde der Manager aber ernst - und ergänzte: "Wir haben eine klare Absprache mit Jens. Die besagt, dass wir am Ende der Saison miteinander aufhören."
Somit kann man davon ausgehen, dass Jens Lehmann dem VfB nach dem Saisonfinale am 8. Mai nicht mehr zur Verfügung steht. Dass der 40-jährige Schlussmann seine Karriere beendet, ist damit allerdings nicht gesagt. So ist zu hören, Lehmann könnte seine Laufbahn mit einem erneuten Engagement in der englischen Premier League oder mit einem finanziell lukrativen Gastspiel in der US-Major League Soccer ausklingen lassen.
Wie es in der neuen Saison beim VfB weiter geht, darüber wollte sich auch der Trainer Christian Gross nicht konkret äußern. "Wir wissen was Sven kann - und seine Verletzung ist vom Heilungsprozess her ja überschaubar. Außerdem haben wir mit Alexander Stolz ja noch einen guten Torhüter in der Hinterhand", sagte der 55-Jährige, der sich mit mehreren Modellen beschäftigt.
So besitzt Alexander Stolz eine Vertragsklausel, die es ihm ermöglicht, den VfB zu verlassen, falls er nicht Lehmann als Nummer eins beerben sollte. Planen die Stuttgarter also mit Ulreich, der bereits 15 Bundesligaspiele absolviert hat und zuletzt im Duell der Kronprinzen vorne lag, müssten sie sich vielleicht nach zwei neuen Torhütern umsehen. Um die Lage zu erötern, werden sich der Stolz-Berater Ronny Zeller und Horst Heldt bald zusammen setzen.
Verlässt Stolz wie Lehmann den VfB, sind wiederum mehrere Varianten denkbar. Gesucht wäre dann entweder eine erfahrene Nummer eins wie etwa der Hertha-Keeper Jaroslaw Drobny. Setzt der Club dagegen auf Ulreich, müsste er sich mit einem bundesligaerfahrenen Towart versorgen, der Druck auf den U 21-Nationaltorwart ausübt, sich aber auch für die Ersatzbank nicht zu schade ist. Für diesen Fall wären Jürgen Macho (früher Kaiserslautern, heute Linz) und Gerhard Tremmel (Energie Cottbus) mögliche Kandidaten. Denn ein Problem hat Horst Heldt ohnehin nicht: Da im deutschen Profifußball zum Saisonende bei 30 Torhütern die Verträge auslaufen, kann sich der Manager über mangelnde Auswahl nicht beklagen.
Denn die ärztliche Diagnose nach Spielschluss fiel ernüchternd aus: Durch den Bruch des Wadenbeinköpfchens im linken Knie muss der Torhüter, der die U21-Partie gegen Island (Ergebnis 2:2) unter Schmerzen beendet hatte, zwischen sechs und acht Wochen pausieren. Die erste Konsequenz ist daher, dass Ulreich in dieser Saison sportlich nicht mehr eingreifen kann. Auch wenn er letztlich Glück im Unglück hatte: "Eine zusätzliche Kernspintomographie hat eine gute Stellung des Bruchs ergeben, sodass eine Operation nicht zwingend notwendig ist", sagte der VfB-Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best.
Trotzdem ergibt sich als zweite Folge des Malheurs des 21-jährigen Goalies, dass das ohnehin schwierige Personalpuzzle auf der Torhüterposition des VfB, das der Manager Horst Heldt in den nächsten Wochen zusammen zu setzen hat, nun noch komplizierter geworden ist als es ohnehin schon war. Es ist daher logisch, dass der 40-jährige Heldt keine allzu große Lust verspürte, das Torwart-Thema und die große Frage: "Wer wird in der neuen Saison die neue Nummer eins beim VfB?" öffentlich zu diskutieren. "Die Verletzung von Sven ist zwar schlimm, aber sie hat auf unsere zukünftigen Planungen keine Auswirkungen", sagte Heldt deshalb.
Das Personalpuzzle ist noch komplizierter geworden
Weil der Profifußball ein Tagesgeschäft ist, lässt sich in diesem Business zwar nichts mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Allerdings wurde Horst Heldt in einem Punkt sehr deutlich. Dann nämlich, als er im Zuge der durch die Ulreich-Verletzung neu entflammten Stuttgarter Torwartdiskussion auf die Rolle der derzeitigen Nummer eins, also auf die von Jens Lehmann, zu sprechen kam. "Beim Jens weiß man ja nie - vielleicht fährt er sogar noch mit zur WM", sagte Heldt - und konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Dann wurde der Manager aber ernst - und ergänzte: "Wir haben eine klare Absprache mit Jens. Die besagt, dass wir am Ende der Saison miteinander aufhören."
Somit kann man davon ausgehen, dass Jens Lehmann dem VfB nach dem Saisonfinale am 8. Mai nicht mehr zur Verfügung steht. Dass der 40-jährige Schlussmann seine Karriere beendet, ist damit allerdings nicht gesagt. So ist zu hören, Lehmann könnte seine Laufbahn mit einem erneuten Engagement in der englischen Premier League oder mit einem finanziell lukrativen Gastspiel in der US-Major League Soccer ausklingen lassen.
Wie es in der neuen Saison beim VfB weiter geht, darüber wollte sich auch der Trainer Christian Gross nicht konkret äußern. "Wir wissen was Sven kann - und seine Verletzung ist vom Heilungsprozess her ja überschaubar. Außerdem haben wir mit Alexander Stolz ja noch einen guten Torhüter in der Hinterhand", sagte der 55-Jährige, der sich mit mehreren Modellen beschäftigt.
Über mangelnde Auswahl kann sich Heldt nicht beklagen
So besitzt Alexander Stolz eine Vertragsklausel, die es ihm ermöglicht, den VfB zu verlassen, falls er nicht Lehmann als Nummer eins beerben sollte. Planen die Stuttgarter also mit Ulreich, der bereits 15 Bundesligaspiele absolviert hat und zuletzt im Duell der Kronprinzen vorne lag, müssten sie sich vielleicht nach zwei neuen Torhütern umsehen. Um die Lage zu erötern, werden sich der Stolz-Berater Ronny Zeller und Horst Heldt bald zusammen setzen.
Verlässt Stolz wie Lehmann den VfB, sind wiederum mehrere Varianten denkbar. Gesucht wäre dann entweder eine erfahrene Nummer eins wie etwa der Hertha-Keeper Jaroslaw Drobny. Setzt der Club dagegen auf Ulreich, müsste er sich mit einem bundesligaerfahrenen Towart versorgen, der Druck auf den U 21-Nationaltorwart ausübt, sich aber auch für die Ersatzbank nicht zu schade ist. Für diesen Fall wären Jürgen Macho (früher Kaiserslautern, heute Linz) und Gerhard Tremmel (Energie Cottbus) mögliche Kandidaten. Denn ein Problem hat Horst Heldt ohnehin nicht: Da im deutschen Profifußball zum Saisonende bei 30 Torhütern die Verträge auslaufen, kann sich der Manager über mangelnde Auswahl nicht beklagen.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>
Ulreich!
Ulreich ist die neue Nr.1! Der war super stark und abgeklärt, als er im Winter Jens Lehmann ersetzt hat. Lieber nochmals 3 superstarke Sechser kaufen. Dann spielen wir unbesiegbaren Catenaccio! ;-)
Tremmel? Miller?
Irre, Ihre Spekulationen! Wir haben doch noch gar kein Sommerloch... Beide sind keine Verstärkung. Stolz muß unbedingt bleiben! Ulreich ist bald wieder gesund(gut so). 1893 Forever!
Gerhard Tremmel
Aber da gibts doch gar keine Diskussion. Wenn Tremmel auf dem Markt ist, und eine zu vernünftigen Konditionen machbare Verpflichtung realistisch ist, na dann nichts wie her mit ihm. Der bringt Woche für Woche sehr sehr gute Leistungen, da kannst Du rein gar nichts falsch machen. Lieber als Drobny ist mir Tremmel auf jeden Fall. Denn Tremmel kann man ohne jegliche Bedenken auch als Nr. 1 bringen.