Vierfachmord von Eislingen
Sohn tötete Familie aus Hass
dpa,
12.03.2010 14:32 Uhr
Ulm - Der wegen des Vierfachmordes von Eislingen (Kreis Göppingen) angeklagte Sohn der getöteten Familie hat seine Familie aus Hass umgebracht. Dies habe Andreas H. ihm berichtet, sagte der psychiatrische Gutachter am Freitag vor dem Landgericht Ulm. Der 19- Jährige habe sich gegen die Forderung seiner Familie gewehrt, sich in allem unterzuordnen. Er habe ein Bollwerk von Menschen gegen sich gehabt und sein Vater sei der Fürst gewesen, habe Andreas H. gesagt. Zunächst habe er sich selbst gehasst und überlegt, sich umzubringen. Monate vor der Tat im vergangenen Jahr, sei dieser Selbsthass dann in gewöhnlichen Hass umgeschlagen.
Andreas H. und sein Schulfreund Frederik B. sind angeklagt, die Eltern und Schwestern von Andreas H. aus Habgier in der Nacht zum Karfreitag 2009 erschossen zu haben. Der 20-Jährige Frederik B. hat gestanden, die Schüsse alleine auf Bitten von Andreas H. abgefeuert zu haben. Andreas H. habe erzählt, nicht selber schießen zu können, sagte der Gutachter. Finanzielle Motive habe er abgestritten.
Dagegen habe Andreas H. berichtet, alle seien gegen ihn gewesen und niemand habe zu ihm gehalten, sagte der Gutachter. Er sei der Einzige gewesen, der den cholerischen Vater zur Rede gestellt habe. Dann sei ihm vorgeworfen worden, die Harmonie und die Familie zu zerstören. Sein Vater sei ein Patriarch gewesen; einnehmend und tonangebend. Zudem habe er nicht das gelebt, was er gepredigt habe - vor allem in Bezug auf Ehrlichkeit. Und dennoch: Obwohl er seinen Vater am meisten verabscheut habe, vermisse er ihn von seiner Familie am allermeisten, habe Andreas H. unter Tränen berichtet.
Ausziehen sei keine Lösung gewesen, da er Angst gehabt habe, allein zu sein, berichtete Andreas H. laut Gutachter. Außerdem habe er seine Mutter nicht allein beim cholerischen Vater lassen wollen. Zwar habe er hauptsächlich mit dem Vater einen Konflikt gehabt. Doch wäre nur der Vater umgebracht worden, wäre er vom Rest der Familie nicht mehr akzeptiert worden, hätte aber weiter mit ihm leben müssen.
Nun wünsche er sich, dass alles wieder so wäre, wie vor der Tat - und dass er seinen Freund Frederik B. niemals getroffen hätte. Er wünsche sich zudem ein Urteil, das ihm eine Chance zur Aufarbeitung gebe. Ein hartes Urteil würde niemandem etwas nützen, auch wenn er wisse, dass er sich grob falsch verhalten habe. Der Gutachter merkte an - wie auch bei Frederik B. - nicht an den inneren Kern der ungeheuerlichen Tat herangekommen zu sein. Andreas H. habe über seine Familienangehörigen wie über einen Kinofilm geplaudert - die Tat an sich sei in den Gesprächen außen vor geblieben.
Andreas H. und sein Schulfreund Frederik B. sind angeklagt, die Eltern und Schwestern von Andreas H. aus Habgier in der Nacht zum Karfreitag 2009 erschossen zu haben. Der 20-Jährige Frederik B. hat gestanden, die Schüsse alleine auf Bitten von Andreas H. abgefeuert zu haben. Andreas H. habe erzählt, nicht selber schießen zu können, sagte der Gutachter. Finanzielle Motive habe er abgestritten.
Andreas H. hasste seinen Vater
Dagegen habe Andreas H. berichtet, alle seien gegen ihn gewesen und niemand habe zu ihm gehalten, sagte der Gutachter. Er sei der Einzige gewesen, der den cholerischen Vater zur Rede gestellt habe. Dann sei ihm vorgeworfen worden, die Harmonie und die Familie zu zerstören. Sein Vater sei ein Patriarch gewesen; einnehmend und tonangebend. Zudem habe er nicht das gelebt, was er gepredigt habe - vor allem in Bezug auf Ehrlichkeit. Und dennoch: Obwohl er seinen Vater am meisten verabscheut habe, vermisse er ihn von seiner Familie am allermeisten, habe Andreas H. unter Tränen berichtet.
Ausziehen sei keine Lösung gewesen, da er Angst gehabt habe, allein zu sein, berichtete Andreas H. laut Gutachter. Außerdem habe er seine Mutter nicht allein beim cholerischen Vater lassen wollen. Zwar habe er hauptsächlich mit dem Vater einen Konflikt gehabt. Doch wäre nur der Vater umgebracht worden, wäre er vom Rest der Familie nicht mehr akzeptiert worden, hätte aber weiter mit ihm leben müssen.
Angeklagter wünschte sich Chance zur Aufarbeitung
Nun wünsche er sich, dass alles wieder so wäre, wie vor der Tat - und dass er seinen Freund Frederik B. niemals getroffen hätte. Er wünsche sich zudem ein Urteil, das ihm eine Chance zur Aufarbeitung gebe. Ein hartes Urteil würde niemandem etwas nützen, auch wenn er wisse, dass er sich grob falsch verhalten habe. Der Gutachter merkte an - wie auch bei Frederik B. - nicht an den inneren Kern der ungeheuerlichen Tat herangekommen zu sein. Andreas H. habe über seine Familienangehörigen wie über einen Kinofilm geplaudert - die Tat an sich sei in den Gesprächen außen vor geblieben.
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Strafe.
Hier moegen Erklaerungen abgeliefert werden, diese aendern aber nichts an dem Sachverhalt dass zwei intelligente junge Menschen einen 4 - fachen Mord geplant und durchgefuehrt haben. Dies muss sanktioniert werden und zwar mit der gebotenen Schaerfe des Gesetzes. Kein familiaeres Problem kann je so gravierend sein, dass es die Ermordung von Menschen rechtfertigt. Reinhold Grau.
Was ist denn HASS?
Zuerst war es Selsbthass, meint der "Täter", und der sei dann "in gewöhnlichen Hass umgeschlagen" bescchreiben wir das oberflächlich. Aber was geschieht da IN DER TIEFE? Wie geht es den Talenten, den Seelen- und Geisteskräften dieses jungen Mannes? Und wie geht geht unseren? Haben wir je gelernt, dass nicht nur der Körper HUNGER hat und dreimal am Tag gefüttert werden muss sondern auch Geist und Seele? Lernen wir nicht alle Tag für Tag, die Alarmzeichen unserer Seelen- und Geisteskräfte systematisch zu irgnorieren: damit der Unterricht nicht gestört wird, damit zu Hause alles wie gewohnt abläuft, damit alles immer schön im gewohnten Trott läuft. Trott mancht Trottel. Und Täter. Oft sind die Täter einfach die, die die Vertrottelung als erste nicht mehr aushalten. Als Ich-kann-Schule-Lehrer mag ich mich nicht damit zufrieden geben, einen "Täter" abzuurteilen und darauf zu warten, bis unsere Ignoranz den nächsten zur Tat zwingt. Dafür habe ich auch in 35 Jahren Forschung und Suche nach Lösungen zuviele Lösungen gefunden. Wir haben ALLE dringenden LERNbedarf, wenn wir besser überleben wollen. Ich grüße freundlich. Franz Josef Neffe