Virtuelles Museum Cézanne kommt ins Wohnzimmer
Peter Nonnenmacher, 05.02.2011 14:17 Uhr
 Foto: afp
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London - Kein Schlangestehen mehr. Kein Gedränge vor den Gemälden, die jeder sehen will. Keine nervösen Museumswärter, die herbeigeeilt kommen, wenn man sich einer Leinwand zu sehr nähert. Jetzt sollen Kunstfreunde sich nach Belieben in ihre Lieblingsbilder und -objekte vertiefen und zwischen den Pinselstrichen und Ölklecksen der Alten Meister herumwandern t den Experten der Branche können diese Entdeckungsreisen gänzlich neue Einblicke verschaffen.

17 der großen Museen der Welt haben sich zu einem Internetexperiment verbunden, das jetzt stolz in London vorgestellt wurde. Das Art Project erlaubt einen virtuellen Gang durch Museumsräume und einen völlig neuen Blick auf einzelne Gemälde. Nun kann man Bruegel, Rembrandt, Botticelli, Holbein und Cézanne im eigenen Wohnzimmer bewundern - und Details entdecken, die zuvor selbst den Experten verborgen waren.

Von der Nationalgalerie und der Tate in London über das Rijksmuseum in Amsterdam, die Eremitage in St. Petersburg bis zum Museum for Modern Art (Moma) in New York führt die Cybertour, die bisher 385 Räume umfasst, zu bedeutenden Werken. Auch die Berliner Gemäldegalerie und die Alte Nationalgalerie, die Uffizien in Florenz und große Kunstsammlungen in Prag, Washington und Versailles sind mit von der Partie. Andere Museen können sich noch anschließen, denn das Projekt soll eine unwiderstehliche Einladung zum Zusammenwirken sein. Zustande gekommen ist es in Kooperation mit Google, das nun also Spaziergänge nicht mehr nur entlang städtischer Häuserfronten simuliert, sondern auch durch das Innere der Kunstschatzkammern dieser Erde.

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