Vorwurf der sexuellen Belästigung Regisseur schneidet Spacey-Szenen aus Film

Von red/dpa 

In sechs Wochen läuft der Film „Alles Geld der Welt“ in den US-Kinos. Nun fordert der Regisseur, dass alle Szenen mit Kevin Spacey rausgeschnitten und mit einem anderen Schauspieler nachgedreht werden.

Kevin Spacey als J. Paul Getty in „All the Money in the World“ („Alles Geld der Welt“) – nun soll der Schauspieler aus dem Film herausgeschnitten werden. Foto: AP/Sony - TriStar Pictures
Kevin Spacey als J. Paul Getty in „All the Money in the World“ („Alles Geld der Welt“) – nun soll der Schauspieler aus dem Film herausgeschnitten werden. Foto: AP/Sony - TriStar Pictures

Los Angeles - Sechs Wochen vor dem geplanten US-Kinostart des Films „Alles Geld der Welt“ („All the Money in the World“) sollen alle Szenen mit Kevin Spacey (58) herausgeschnitten werden. Wie US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichten, will Regisseur Ridley Scott (79) Spaceys Rolle des Ölmilliardärs Jean Paul Getty in dem Entführungsdrama mit dem Schauspieler Christopher Plummer (87) nachdrehen.

Die Crew und Sony Pictures stünden einstimmig hinter der Entscheidung Scotts, Spacey zu ersetzen. Die Dreharbeiten würden sofort beginnen, um den Starttermin am 22. Dezember einhalten zu können. In Deutschland soll der Film kommendes Jahr in die Kinos kommen.

Gegen den „House of Cards“-Star Kevin Spacey mehren sich die Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Netflix schmiss den US-Schauspieler aus der Erfolgsserie. Am Mittwoch berichtete die ehemalige TV-Moderatorin Heather Unruh von einem sexuellen Übergriff Spaceys gegen ihren Sohn.

Der Film erzählt die Geschichte der spektakulären Entführung des reichen Erben John Paul Getty III. nach, der sich 1973 fünf Monate in der Hand skrupelloser Entführer befand. Sein Großvater hatte sich zunächst geweigert, das Lösegeld zu bezahlen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, schnitten die Mafia-Kidnapper Getty sogar das rechte Ohr ab. Weitere Stars des Films sind Michelle Williams und Mark Wahlberg.

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Lächerlich!: Wenn Herr Spacey so ein notorischer Strolch ist, wie zur Zeit behauptet wird, ist es mehr als unwahrscheinlich, daß davon keiner der für diesen Film Verantwortlichen je etwas gehört hat. War doch wohl eher so, daß es niemand störte, solange die Kasse klingelt. Da fürchtet man aktuell wohl, daß der Name Spacey zahlungswillige Zuschauer vergraulen könnte.

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