VVS informiert in Echtzeit Bessere Infos über Fahrzeiten

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Die Kunden des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) werden jetzt genau über Ankünfte und Abfahrten von Bussen und Bahnen informiert. Das neue System zeigt die Daten an Haltestellen und auf dem Smartphone in Echtzeit an.

Minister Winfried Hermann (Zweiter von links), VVS-Manager  Horst Stammler (Zweiter von rechts) zeigen mit den   Busunternehmern   Horst Windeisen (links)  und Markus Dannenmann das neue Navigationssystem für den Nahverkehr in der Region. Foto: VVS
Minister Winfried Hermann (Zweiter von links), VVS-Manager Horst Stammler (Zweiter von rechts) zeigen mit den Busunternehmern Horst Windeisen (links) und Markus Dannenmann das neue Navigationssystem für den Nahverkehr in der Region.Foto: VVS

Stuttgart - Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) hat mit finanzieller Hilfe des Verkehrsministeriums im Verbundgebiet ein flächendeckendes System aufgebaut, um Informationen über Busse, Stadt- und S-Bahnen sowie Regionalzüge in Echtzeit anzuzeigen. Inzwischen sind laut VVS alle vorgesehenen Verkehrsunternehmen in der Region an das neue Informationssystem angeschlossen, das bereits etwa 95 Prozent der aktuellen Fahrplandaten darstellen kann. Diese werden an Busbahnhöfen und anderen wichtigen Knotenpunkten des Nahverkehrs angezeigt. Sie können aber auch von den Fahrgästen mit der passenden VVS-App per Smartphone abgerufen werden.

„Damit ist die Zeit kleingedruckter Fahrpläne und ungenauer Informationen über Ankunfts- und Abfahrtszeiten vorbei“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung am Donnerstag in Stuttgart. Das Ministerium habe das Modellprojekt im Rahmen des Landesförderprogramms „Nachhaltig mobile Region Stuttgart“ mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Davon profitierten vor allem die mittelständischen Busunternehmen im ländlichen Raum, die nun über genaue Daten verfügten. Die Fahrer von 1400 Bussen in der Region könnten auf ihren Monitoren ablesen, ob eine S-Bahn pünktlich oder etwa drei Minuten verspätet sei. Denkbar sei nun, dass ein Bus auch mal ein paar Minuten warte. Das hänge aber vom vorhandenen Zeitpuffer ab.

Echtzeitinformationen werden verknüpft

„Gerade im ländlichen Raum, wo der Nahverkehr nicht im Zehn-Minuten-Takt unterwegs ist, sind diese Informationen besonders wichtig“, betonte Minister Hermann. Damit werde der Nahverkehr auf eine neue Qualitätsstufe gehoben. Nach und nach sollten auch andere Regionen im Land damit ausgerüstet werden.

Die Grundlage für das jetzt einsatzfähige Modellvorhaben sei die Entwicklung einer regionalen Datendrehscheibe gewesen“, erklärte der VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Diese Plattform verknüpfe die Echtzeitinformationen von den Leitsystemen mehrerer Verkehrsunternehmen mit der elektronischen Fahrplanauskunft. „Diese genauen Informationen werden dann an die Bordrechner in den Bussen, an die Fahrplananzeigen an Haltestellen sowie ins Internet oder an Smartphones weitergegeben.“

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Endlich: „Die Fahrer von 1400 Bussen in der Region könnten auf ihren Monitoren ablesen, ob eine S-Bahn pünktlich oder etwa drei Minuten verspätet sei. Denkbar sei nun, dass ein Bus auch mal ein paar Minuten warte.“ Endlich. Es hat gedauert, aber es ist die richtige Vorgehensweise. Ich erinnere mich noch an die Diskussion (und mehrere Artikel in der StZ) bezüglich der Busse an der S-Bahn-Station Bernhausen: Man wollte Anzeigen am Bussteig anbringen, die die genauen Ankunftszeiten der S-Bahn anzeigen, damit der Fahrer weiß, ob und dass er noch auf die S-Bahn-Fahrgäste waren sollte. Je nach Standort der Anzeigetafel konnte entweder der eine oder andere Bus die Anzeige nicht sehen, oder es war ungünstig für die Fahrgäste, usw. Schon damals hatte ich vorgeschlagen, dass das Problem am besten dadurch zu lösen ist, dass jeder Fahrer im Bus eine Anzeige hat - schon damals hatte die Bahn-App die tatsächlichen Fahrzeiten angezeigt.

is ja toll: die Information über das nicht zu organisierende Chaos wird besser! Glückwunsch, so hab ich mir Fortschritt immer vorgestellt!

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