VVS-Störungsmelder Ausfälle und Verspätungen im Stuttgarter Nahverkehr 2014

Von StZ 

Stellwerksstörungen, Fahrzeugschäden oder Luftballons in den Oberleitungen: Im öffentlichen Nahverkehr Stuttgarts hakt es immer wieder. Die StZ dokumentiert die Probleme im Jahr 2014.

Symbolbild. Foto: dpa 3 Bilder
Symbolbild.Foto: dpa

Stuttgart - Unfälle, technische Probleme, Polizeieinsätze: Immer wieder kommt es im Stuttgarter Nahverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen. Gerade bei der Stuttgarter S-Bahn hakt es in letzter Zeit besonders häufig, fast täglich gibt es Störungsmeldungen.

Das schlägt sich auch in der Bilanz des vergangenen Jahres nieder: noch nie war die S-Bahn so unpünktlich wie 2013. Ärgerlich für die rund 390.000 Fahrgäste, die jeden Tag mit der S-Bahn unterwegs sind.

In diesem Newsblog informieren wir über aktuelle Störungen bei S- und U-Bahn im Netz des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) und dokumentieren vergangene Vorfälle. Das Ziel: eine informierte Diskussion darüber, wie der Stuttgarter Nahverkehr besser werden kann

+++ 29. Dezember: Streckenunterbrechung bei der Linie U1 +++

+++19. Dezember: U4 in Untertürkheim entgleist+++

Innerhalb von 12 Stunden sind zwei Stadtbahnen der Linie U4 am Karl-Benz-Platz aus den Gleisen gesprungen. Wegen der Bergungsarbeiten kommt es zu Behinderungen auf den Linien U4 und U13.

+++18. Dezember: Signalstörung zwischen Stuttgart-Rohr und Flughafen+++

Auf den Linien S2 und S3 kommt es am Donnerstag wegen einer Signalstörung zu Teilausfällen und Verspätungen.

+++16. Dezember: Technische Probleme führen zu Verspätungen+++

Wegen einer Weichenstörung in Bad Cannstatt und einer Stellwerkstörung in Vaihingen kommt es auf den Linien S1, S2 und S3 zu Teilausfällen und Verspätungen. Auch die Regionallinen R2, R3 und R7 sind betroffen.

+++ 15. Dezember: Streckenunterbrechung auf der Stadtbahnlinie U6 +++

Bei einem Stadtbahnunfall in Stuttgart-Weilimdorf ist ein 10-jähriger Junge schwer verletzt worden. Wegen des Rettungseinsatzes war die Strecke der Stadtbahnlinie U6 zwischen den Haltestellen Rastatter Straße und Feuerbach Pfostenwäldle unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Taxis wurde eingerichtet.

+++ 13. Dezember: Gegenstände im Gleisbereich +++

Aufgrund von Gegenständen im Gleisbereich zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und der Stadtmitte kommt es derzeit auf allen S-Bahnlinien zu Verspätungen und vereinzelten Fahrtausfällen, teilt der VVS mit.

+++ 12. Dezember: Streckenunterbrechung wegen Verkehrsunfalls +++

Zwischen Ruhbank und Heumaden ist die Strecke der Stadtbahnlinien U7, U8 und U15 unterbrochen. Ein Auto ist mit einer Stadtbahn zusammengestoßen, Notarzt und Feuerwehr sind im Einsatz. Die SSB richten einen Ersatzverkehr mit Taxis ein.

+++ 11. Dezember: Bahnhof Tamm (Württ.) gesperrt +++

Der Bahnhof Tamm (Württ.) auf dem Streckenabschnitt zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen, wurde aufgrund einer Person im Gleisbereich bis auf weiteres für den Zugverkehr gesperrt. 
Es kommt im S-Bahn und Regionalverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen.

+++ 8. Dezember: Strecke bei Böblingen/Hulb gesperrt +++

Weil eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, war die Bahnstrecke bei Böblingen/Hulb in beide Richtungen gesperrt, inklusive des Bahnhofs Böblingen. Von (Teil-)Ausfällen und Verspätungen betroffen sind die Linien S1 und S60, sowie die Regionalbahnen R74, R7.

+++ 3. Dezember: Haltestelle Stuttgart Hauptbahnhof wegen eines Feueralarms bis voraussichtlich 22 Uhr gesperrt +++

+++ 3. Dezember: S-Bahn-Haltestelle Flughafen/Messe gesperrt +++

Die S-Bahn-Haltestelle Flughafen/Messe war am Mittwochmorgen wegen eines Brandmelder-Fehlalarms zwei Mal lang gesperrt. Auch nachdem die Sperrung aufgehoben wurde, kommt es noch zu Verspätungen und Teilausfällen auf den Linien S2 und S3.

+++ 2. Dezember: Weichenstörung in Bad Cannstatt +++

Die Linien Linien S1, S2 und S3 sind am Dienstagnachmittag durch eine Weichenstörung in Bad Cannstatt ausgebremst worden. Auch der Regionalverkehr war betroffen.

+++ 1. Dezember: Streckensperrung zwischen Bad Cannstatt und Fellbach +++

Eine Suiziddrohung führte am Montag zu einer kurzzeitigen beidseitigen Streckensperrung zwischen Bad Cannstatt und Fellbach. Es kam zu Ausfällen und Verspätungen im S-Bahn und Regionalverkehr.

  Artikel teilen
85 Kommentare Kommentar schreiben

wie wärs: wenn die StZ nur darüber berichten würde, wenn die S-Bahn einmal pünktlich fährt, wenn es einmal planmäßig klappt? Die Redakteure hätten dann viel weniger zu tun und könnten dann über viel interessantere und hauptsächlich neue Dinge berichten. Ansonsten könnte man auch täglich darüber berichten, dass die Sonne am Morgen aufgegangen ist. Ich weiß jedenfalls , was man von der DB hier im Ländle erwarten kann: nix! (und das muß ich nicht auch noch in der Zeitung lesen).

Überlastung: Die S-Bahn ist schlicht und einfach überlastet. Das Sytem wurde in den 70er Jahren geplant und gebaut, ist auf viel weniger Züge und Menschen ausgelegt und muß Jahr für Jahr steigende Fahrgastzahlen bewältigen, immer mehr Züge, immer mehr Takte, keine Zeiten, um Verspätungen abzubauen, keine Termine, um störungsfreie Bauarbeiten zu erledigen. Einen S-Bahn-Zug zur Hauptverkehrszeit auf die Minute pünktlich zu fahren ist so einfach und wahrscheinlich wie zur besten Zeit mit dem Auto ohne Verzögerung über den Pragsattel zu kommen. Akzeptiert das oder nicht, besser wird es nicht mehr.

Die ständigen Störungen sind völlig inakzeptabel : Die Beseitigung des alltäglichen S-Bahn-Chaoses ist jederzeit möglich. Vorschläge: S-Bahn-Ringschluss auf den Fildern; zusätzlicher S-Bahn-Tunnel in der Stuttgarter Innenstadt; Express-S-Bahnen unter Umfahrung des Stuttgarter Hauptbahnhofes Tief z.B. LB-ES über die Schusterbahn; LB-BB bzw. ES-BB über die Gäubahn; Erneuerung der ständig defekten Signalanlagen und Stellwerke usw. Das Geld für all diese sinnvollen Investitionen ist im Überfluss vorhanden, sobald das unnütze Immobilienprojekt Stuttgart 21 beerdigt ist.

Realisierung?:: Allein ihr Vorschlag eines Ringschlusses auf den Fildern und eines zusätzlichen S-Bahn-Tunnels in der Stuttgarter Innenstadt sind völlig unrealistisch. Sinnvoll wäre es, da gebe ich Ihnen Recht, aber wo sind der politische Wille, wo die finanziellen Mittel, wo die Bereitschaft der Bevölkerung, mehrere Jahre einen Tunnelbau quer durch die Innenstadt zu akzeptieren? Ich sehe diese Dinge nicht. Deshalb: Akzeptieren Sie das bestehende System, fahren Sie einen Takt früher zu wichtigen Terminen oder akzeptieren sie das System nicht und nutzen Sie andere Verkehrsträger. Die minutengenaue Pünktlichkeit ist zu den Hauptverkehrszeiten mit dem bestehenden S-Bahn-System jedenfalls nicht mehr zu erreichen, und daran ändert sich kurz- und mittelfristig nichts.

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg: Die finanziellen Mittel sind vorhanden. Man muss sie nur sinnvoll einsetzen. Sobald das Immobilienprojekt Stuttgart 21 beerdigt ist, werden Bahn, Land, Region und die Stadt Stuttgart einige Milliarden Euro zur Verfügung haben. Diese freigewordenen Mittel können dann u.a. in den Ausbau der S-Bahn investiert werden. Der Stuttgarter Bevölkerung soll über Jahre zugemutet werden, daß über 60 Kilometer Tunnel direkt unter ihren Häusern gegraben werden. Die Folge sind jahrelanger Lärm und Dreck und die Gefährdung von Leib, Leben und Eigentum tausender Menschen. Sollte das Projekt Stuttgart 21 (allen massiven geologischen und finanziellen Risiken zum trotz) überhaupt jemals fertiggestellt werden, erhalten die Bürger nach dieser jahrzehntelangen Tortur einen schrägen, leistungsschwachen, nicht erweiterbaren Engpass. Weitaus leistungsschwächer als der bisherige pünktliche Kopfbahnhof. Der Bau eines zweiten S-Bahn-Tunnels ist im Vergleich dazu sinnvoll und vor allem dringend nötig. Die Belastungen sind im übrigen weitaus geringer, weil dafür viel weniger Kilometer Tunnel unter der Stadt gebohrt werden müssen. Mit dem politischen Willen ist es so eine Sache. Ich bin mir allerdings sicher: Sobald irgendein/e einflussreicher Politiker/in auf den Trichter kommt, Stuttgart 21 könnte der eigenen politischen Karriere ernsthaft schaden, wird dieses Projekt im Handumdrehen eingestellt. Es ist schon jetzt so, dass immer mehr leitende Mitarbeiter dem Projekt Stuttgart 21 Rücken kehren. Diese wissen eben bereits heute, dass sie durch die Mitarbeit an diesem Projekt ihren guten Ruf aufs Spiel setzen. Zu wichtigen Terminen, wie z.B. der Montagsdemo fahre ich im übrigen immer so, dass ich auf jeden Fall pünktlich dort bin. Als Nicht-Autofahrerin stehen mir leider keine anderen Verkehrsträger zur Verfügung. Ich bin deshalb dringend auf einen pünktlichen, leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Den momentanen Zustand und die weitere Verschlechterung infolge des Immobilienprojekts Stuttgart 21 werde ich niemals akzeptieren, sondern mich auch weiterhin mit aller Kraft für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen.

Und was ist dann...: ...mit dem "Zeitsparargument" von Paris- Bratislava, oder nach Ulm oder nach München oder was weiß ich wohin? Ist das jetzt auch schon Wurst? Ist das der reale Wahnsinn, bei S21 mit Zeitersparnisaspekten beim Volk den Köder auszulegen, um 20 Jahre später zu realisieren, einen Tunneldurchgangsbahnhof für 12 Mrd. Steuergeld zu haben und dann aber weitere zig Milliarden in einen zeitgleich völlig "untertunnelten" ÖPNV der Region zu pumpen? Für wen wird hier eigentlich Politik gemacht?

Stuttgart 21 und die Folgen: Die Bahn verschleudert das Geld für dubiose weltweite Unternehmen und nutzlose Prestigeprojekte wie z.B. Stuttgart 21. Deshalb bleibt kaum noch Geld für die Instandhaltung und Erneuerung der bestehenden Infrastruktur übrig. Momentan geht z.B. Richtung Ludwigsburg gar nichts mehr, weil wieder einmal ein Stellwerk ausgefallen ist. Der öffentliche Nahverkehr im Großraum Stuttgart wird gegen die Wand gefahren. Dem S-Bahn-Chaos folgt in Kürze das Stadtbahnchaos.

S21 und seine Folgen: Durch die vielen Störungen ist der neue Bahnhof umso wichtiger für Stuttgart . Der alte Gleisbestand auf dem Vorfeld des Bahnhofes ist materialbedingt nicht mehr zu reparieren. Gleis 227 ist nur ein Beispiel für den Abbau des aktuellen Störungsanfälligen Gleisvorfeldes des Stgt Hbf.

Richtig, nur bis dahin?: S21 steht noch lange nicht. Gleis 227 ist doch ein klarer Beweis, dass die DB hier seit Jahren viel verrotten hat lassen, sonst wäre das doch alles nicht so schlimm. Oder? Mit Störungen werden wir noch lange leben müssen. Doch bis zur Eröffnung des lang ersehten und bestellten S21 heißt es einfach, Verständnis haben, Ruhe bewahren und Nerven schonen. In der Ruhe liegt hier die Hoffnung auf bessere Zeiten. Gruß vom Motzkigele

Das ist schon Alltag!: Nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende. Das Problem ist (neben zig Baustellen usw.) der enge Takt. Alles muß nach Stuttgart rein und wieder raus. Die neue Züge mit der Verzögerung der Türen um 3 Sekunden (auf und zu) tut das übrige. Bei vielen Halt summiert sich das ganz schön. 3 Sekunden ist viel! Die hätten mir heute morgen gefehlt, noch in die Stadtbahn zu witschen. Ich versteh nicht, warum die S-Bahn jeden Morgen in Rohr herumsteht. Auf der Strecke fahren die Züge jede 10 Min., ab Vaihingen 5 Min. Das würde bedeuten, irrsinns Verspätung des Vorzuges, was ich nicht glaube. Zurück ist auch der Witz. Es kommen kurz hintereinander zwei Züge, die in Vaihingen enden. Diese steht noch ewig herum, bis er endlich abgestellt wird. Der reguläre Zug (die gleiche Richtung) nach Flughafen oder gar Filderstadt, der eh aus Stuttgart schon leichte Verspätung mitbringt, muß warten. Gegenüber an Gleis 1 fährt noch ein Regionalzug durch, den die S-Bahn auch noch passieren lassen muß. Die S 1 will auch kommen. Die Bahnsteige sind voller wartende, ratloser Menschen, die hoffen, ihren Anschluß noch zu bekommen. Die S3 morgen ist eine Katastrophe. S2 ist etwas besser. S1 bin ich froh, daß ich die nicht mehr brauche. Die ist noch schlimmer, sogar am Wochenende, wenn weniger unterwegs sind. Heute ist wieder die übliche Statistik der Verspätungen drin. Aber die unter 3 Min. werden die gezählt? Bei 3 Min. Umsteigezeit durch dickes Gewühl, da ist der Anschluß schon längst weg. Die Stadtbahnen sind ebenfalls unzuverlässig. Auch die SSB meint dem Trend "alles nach Stuttgart rein und wieder raus, auch wenn ich nur in den Nachbarort möchte" zu folgen. Ferner auch Verspätungen, ungute Umsteigezeiten usw. Das kommt auch daher, daß die Fahrgastbefragungen irgendwann außerhalb der Berufszeiten und in den Ferien stattfinden, die eh noch mit der Bahn fahren. Warum befragt man nicht die Fahrer? Warum zählt man nicht auf den Autobahnen? Warum ist es nicht möglich, amtliche Daten anonym auszuwerten? Warum baut man Industrie- oder Schulzentren oder neue Wohngebiete ohne Öffentlichen Anschluß? Das ist genauso ein Lohkäse, wie man die Mautzähler nicht nutzen darf für Staumeldungen.

Verspätungen: Die Züge stehen in Rohr, weil der Bahnhof Vaihingen noch besetzt ist. Der Fahrplan der S1 is so knapp gestrickt und sie haben von Herrenberg bis Rohr so viele Fahrgäste, das 2-3 Minuten Verspätung für die S1 in Rohr schon ganz gut sind. Dadurch verspäten sich aber auch die S2 und S3, die hinter der S1 fahren, da 2-3 Minuten Verspätung schon genügen, damit dahinter fahrende Züge auf den vorausfahrenden Zug auflaufen. Der Zug, der in Vaihingen "ewig" steht, bevor er abgestellt wird, tut dies, weil hinter ihm die S1 schon die Einfahrt nach Vaihingen gestellt bekommen hat und die Weichen zum Abstellgleis erst gestellt werden können, wenn die S1 eingefahren ist? Kompliziert? Ja, aber das ist eben Eisenbahnbetrieb in der Praxis, nicht am Schreibtisch oder in Kommentaren.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.