VW-Abgasskandal „Strebten nie nach unlauteren Vorteilen“

Von red/dpa 

Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Ex-Verkehrsminister Matthias Wissmann, glaubt nicht, dass es in Deutschland zu viel Nähe zwischen der Autoindustrie und der Politik gibt. Lobbyismus hält er hingegen für selbstverständlich.

Mathias Wissmann ist auch ein Befürworter von TTIP. Foto: dpa
Mathias Wissmann ist auch ein Befürworter von TTIP.Foto: dpa

Berlin - In der Debatte um den VW-Abgasskandal hat die Autoindustrie dem Vorwurf widersprochen, zwischen der Branche und der Politik bestehe eine zu große Nähe.

„Die Politik hat uns nie einfach blind etwas abgenommen“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, der Deutschen Presse-Agentur. Man habe auch nie versucht, sich unlautere Vorteile zu verschaffen, ergänzte der frühere Bundesverkehrsminister.

„Dass aber die Automobilindustrie mit Informationen Gehör findet, bei einer Industrie, von der in Deutschland fast fünf Millionen Menschen abhängen, finde ich eigentlich selbstverständlich.“ Als Konsequenz aus dem Skandal forderte der VDA-Chef stärkere Anstrengungen für mehr Elektroautos.