Wahl in Ravensburg
Oberbürgermeisteramt ist begehrt
Wolfgang Messner,
24.02.2010 20:00 Uhr
Das Rutenfest im Juli ist der höchste Feiertag für junge und alte Ravensburger. Foto: dpa
""Man muss die Stadt und die Leute halt mögen.""
Hermann Vogler, Oberbürgermeister
In der Kommune kann man etwas ändern
Denn nach Brigitte Lösch (47), der sozialpolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag, hat auch mit Oswald Metzger die schillernste Politfigur Oberschwabens kurz vor Toreschluss seinen Hut in den Ring geworfen. Der 55-Jährige hatte die SPD 1979 verlassen, war danach bei den Grünen Bundestags- und Landtagsabgeordneter. Nachdem er 2007 mit der Ökopartei gebrochen hatte, trat Metzger ein Jahr später in die CDU ein. Nun reizt ihn der Wiedereinstieg in die Lokalpolitik, denn in einer "Kommune kam man was bewegen".
Zuletzt war Metzger in den Wahlkreisen Biberach und Bodensee vergleichsweise knapp an Nominierungen zum Bundestagskandidaten gegen etablierte CDU-Kontrahenten gescheitert. Sein ehemaliger Weggefährte Manfred Lucha, Ortsverbandsvorsitzender der Grünen, der ihm so manchen Wahlerfolg sichern half, spricht ihm heute rundweg die Befähigung ab. "Zu diesem Amt fehlt Metzger mit seinem Drang zu polarisieren und Menschen zu diskreditieren, schlicht die Persönlichkeit."
Dagegen habe der scheidende OB Vogler mit seiner "eher philosophischen Natur" für ein ausgeglichenes Klima in der Stadt gesorgt. Der frühere Chef des Regionalverbandes hatte sich an seinem Leitmotiv orientiert: "Man muss die Stadt und die Leute halt mögen." Mit diplomatischem Geschick schaffte Vogler es, den Einzelhandel in der Innenstadt und der vorbildlich restaurierten Altstadt zu halten. Am 12. Oktober 2009, seinem 65.Geburtstag, gab er bekannt, dass er nach 23 Dienstjahren sein Amt Ende Mai 2010 abgeben wolle.
Gleich drei Kandidaten der CDU treten an
Neben Lösch und Metzger darf sich vor allem der Sigmaringer Bürgermeister Daniel Rapp Chancen ausrechnen. Der 37-Jährige wird vom mächtigen CDU-Kreischef Rudolf Köberle, dem neuen Landwirtschaftsminister, und auch vom Stadtverbandschef August Schuler mehr oder weniger offen unterstützt. Insgesamt aber steckt die CDU in einem Dilemma, denn mit Metzger, Rapp und dem ortansässigen Rechtsanwalt Klaus Guttenberger treten gleich drei Bewerber unter CDU-Flagge an. Offiziell kann sich die Partei damit für keinen stark machen. Zuletzt gab die über Jahrzehnte dominierende Partei in Oberschwaben keine gute Figur ab. Mit dem parteilosen Markus Ewald gewann 2008 ein bekennender Homosexueller die Wahl in Weingarten. In Friedrichshafen hielt Andreas Brand (Freie Wähler) 2009 den aus Nordrhein-Westfalen importierten CDU-Mann Peter Kienzle in Schach.
In Ravensburg komplettieren der parteilose Diplom-Betriebswirt Bernd-Ulrich Szafrynski, der selbstständige Psychotherapeut Andreas Haferkamp und der 60-jährige Ingenieur Alexander Miele das Kandidatenfeld, doch werden ihnen kaum mehr als Außenseiterchancen zuerkannt.
Inhaltliche Unterschiede sind nicht zu erkennen und sind auch nicht zu erwarten. Irgendwie fechten alle für dieselben Ziele: den Ausbau der B30 und die Elektrifizierung und den Ausbau der Südbahn, die Konsolidierung des Etats. Denn auch die Oberschwabenmetropole, der es lange Jahre blendend ging, muss sparen. Die Gewerbesteuereinnahmen sind rückläufig, sie lagen 2009 bei 36 Millionen Euro, was im Vergleich zu anderen Kommunen sehr gut ist. Dennoch will Ravensburg keine neuen Projekte mehr in Angriff nehmen und hat eine Sperre für Stellenbesetzungen ausgegeben.
Wenn sich überhaupt ein Konfliktfeld auftut, dann bei dem privaten Kunstmuseum um die Sammlung Selinka, das die Stadt 7,6 Millionen Euro kosten wird. Mit dem 2009 eröffneten Humpisquartier soll Ravensburg so zur Museumsstadt werden. Von den Kosten von 16,4 Millionen Euro hat die Stadt bereits die Hälfte finanziert. Das Projekt gilt als eines der wichtigsten in der Ära des scheidenden OB Vogler.
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Auch Metzger ist ein Miet-Maul!
Dieser o - Metzger hat sich wie sein Freund Clement an die INSM verkauft, Er hält in deren neokapitalistischen Vorgaben für teures Honorar seine scheinbar populär ausgerichteten Vorträge. Und verarscht sein Publikum. Finanziert wird dieses Auftreten Metzgers auch durch einen von den Metallarbeitgebern mifinanzierten Edel-Club, der sich die Umkrempelung Deutschlands auf amerikanische "Sozial"verhältnissse auf die Fahnen geschrieben hat, nämlich "Hire and Fire". Von wegen Mindestlöhne - die hat Metzgers Freund Clement (ehem.Wirtschaftsminister) schlimmerweise verhindert und verdient dafür heute hervorragend bei einer Firma mit Leiharbeitern, die zum Hungerlohn beschäftigt werden. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber! Hoffentlich nicht in Ravensburg oder auch sonstwo.
wie hieß es im Schwäbischen Tagblatt
|Zitat| ... Oswald Metzger, derzeit CDU .... |/Zitatende| ;-)