Wahlatlas Stuttgart Wer wählen darf - und wer wählen geht

Von und Florian Budnik 

Die Stuttgarter Musterdemokraten wohnen am Killesberg und in Rotenberg. Dort war die Wahlbeteiligung 2009 mit 68,8 beziehungsweise 67,1 Prozent besonders hoch. Auch in den Stadtteilen Sillenbuch, Frauenkopf Lenzhalde, Sonnenberg, Haigst und Weinsteige war die Wahlbeteiligung mit mehr als 60 Prozent überdurchschnittlich. Insgesamt gaben 48,7 Prozent der Wahlberechtigten 2009 bei der Kommunalwahl ihre Stimme ab.

Während diese Werte etwa im Vergleich mit der Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen nicht sonderlich spektakulär sind, sticht ein anderes Extrem sofort ins Auge: 27,6 Prozent Wahlbeteiligung im Stadtteil Veielbrunnen. In diesem Stadtteil zwischen S-Bahn-Linie und Wasen ging also gerade einmal jeder vierte Wahlberechtigte zur Wahl. In der Neckarvorstadt waren es 31,7 Prozent, im Innenstadtteil Rathaus 33,3 Prozent.

Zumindest teilweise scheint die Wahlbeteiligung mit dem Anteil der Wahlberechtigten an der Gesamt-Einwohnerzahl eines Stadtteils zusammenzuhängen. Jedenfalls ist dieser Wert beispielsweise für Veielbrunnen und die Neckarvorstadt niedrig. 

In diesen Stadtteilen wurden auch besonders wenige Anträge auf Briefwahl gestellt. In dieser Kategorie ist die Quote in den wohlhabenden Teilen von Stuttgart-Nord sowie am Bopser und an der Weinsteige besonders hoch.