Waiblingen Kunstwerk beim Entdornen zerstört

Von fro 

Bei den Bauarbeiten für die umstrittene Kunstlichtung in Waiblingen ist ein in die Jahre gekommenes Kunstwerk zerstört worden. Die Stadt spricht von einem Missgeschick – Kritiker des Projekts haben aber eine andere Vermutung.

Das Kunstwerk bestand aus zehn Meter langen Holzstangen – es war jedoch mit einer Plakette als Kunstwerk gekennzeichnet. Foto: privat
Das Kunstwerk bestand aus zehn Meter langen Holzstangen – es war jedoch mit einer Plakette als Kunstwerk gekennzeichnet. Foto: privat

Waiblingen - Bei den Bauarbeiten zu der umstrittenen Kunstlichtung in der Waiblinger Talaue, einem Projekt für die Remstal-Gartenschau, ist in der Stadt im Rems-Murr-Kreis ein Missgeschick passiert. Bei dem Versuch, ein bereits bestehendes Kunstwerk von Dornenbewuchs freizulegen, sei dieses offenbar zerstört worden. Eigentlich hätte es in das neue Ensemble integriert werden sollen. Das teilt die Stadtverwaltung Waiblingen mit.

Ist das Kunstwerk tatsächlich unabsichtlich zerstört worden?

Die „Kapelle für einen sterbenden Baum“ von Helmut Stromsky war im Jahr 1995 im Rahmen der Landeskunstwochen errichtet worden. Über die hundert etwa zehn Meter langen Fichtenholzstangen sei, so konstatiert die Stadtverwaltung, „der natürliche Zahn der Zeit gegangen“. Man sei nun mit dem Künstler in Kontakt, um gemeinsam zu überlegen, wie weiter verfahren werden solle.

Manche Kritiker der Kunstlichtung bezweifeln nun allerdings, dass das alternde Kunstwerk völlig unabsichtlich zerstört worden ist. Sie vermuten, dass die „Kapelle“ womöglich eher gezielt beseitigt worden sein könnte, um dem umstrittenen Gartenschau-Projekt Platz zu machen.