Als Beitrag zum Thema Klimaschutz sind insgesamt 244 Radler vom 1. bis 21. Juli kräftig in die Pedale getreten. Im Rahmen der Kampagne "Stadtradeln" hatten dazu die Stadtverwaltung Leonberg und die Lokale Agenda 21 im zweiten Jahr aufgerufen. "Wir haben dieses Jahr wieder ein ordentliches Ergebnis erreicht", stellt Inge Horn fest. Die beteiligten 17 Teams legten insgesamt 34 236 Kilometer auf dem Fahrrad zurück, eine Strecke, die 85 Prozent des Äquators entspricht. Der Effekt für die Umwelt: die Einsparung betrug insgesamt 4930 Kilogramm Kohlendioxid. "Wir hatten dieses Jahr zwar kein gutes Wetter, doch dafür eine gute CO2-Einsparquote", sagt die Erste Bürgermeisterin.
Inge Horn zeichnete gemeinsam mit Hildrun Schlicke, der Sprecherin der Lokalen Agenda in Leonberg, die Gewinner mit Urkunden und einem Fitness-Paket aus, das eine örtliche Apotheke gespendet hatte. Die Teilnehmerin mit den meisten gefahrenen Kilometern war die 69-jährige Ulla Mayer aus dem Team "Warmbronn radelt". Mit beachtlichen 1112 Kilometern und einer Einsparquote von 160 Kilogramm CO2 nahm sie nicht nur Platz eins in der Auswertung ein, sondern brachte auch das Warmbronner Team in die Führungsposition mit insgesamt 7973 Radkilometern. Auch der Zweitplatzierte Michael Kübler aus dem Team der "Stadtverwaltung Leonberg" wies eine stolze Kilometerzahl auf: 744 Kilometer brachte der 44-Jährige aus der Abteilung Stadtentwicklung und Umweltdezernat per Pedaletreten zusammen, was einer Einsparung von 107 Kilogramm CO2 entspricht. Michael Berger vom Team "Stadtmobil" lag quasi in seinem Windschatten mit 741 Kilometern und hat ebenfalls knapp 107 Kilogramm CO2 eingespart.
"Ich wusste gar nicht, dass ich am meisten Kilometer gefahren bin", sagt Ulla Mayer mit einem verwunderten Lächeln. Die rüstige Rentnerin besitzt kein Fahrzeug. "Als mein Mann vor drei Jahren verstorben ist, bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel und das Fahrrad umgestiegen", erzählt sie. Meistens fahre sie alleine und in gemütlichem Tempo. Dieses Jahr werde sie rund 5000 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen.
Für Michael Kübler gehört das Bewegen ohne Auto zum Alltag. "Ich gehe täglich zu Fuß zur Arbeit", erzählt der Leonberger, der Freizeitradler ist. Michael Berger erklärt, dass das Radfahren Teil seiner Grundeinstellung sei. "Ich besitze kein privates Auto. Seit 15 Jahren mache ich Car-Sharing", sagt der ehrenamtliche Leiter des Leonberger Stadtmobils.
"Unser gemeinsames Anliegen zeigt, dass Radfahren Spaß macht", so Inge Horn "Wir wollen nachdrücklich zeigen, dass es möglich ist, Mobilitätsverhalten zu verändern", ergänzt Hildrun Schlicke.


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