Stadtkind Stuttgart

Was trägt Stuttgart? Auf die Klamotten-Kombi kommt's an

Von Laura Müller-Sixer 

Florian Baumgartner steht auf hochwertige Stoffe und gut verarbeitete Einzelstücke. Wir haben den 36-Jährigen samt Hundedame Negroni zum Stylecheck getroffen.

Heute im Stylecheck: Florian Baumgartner mit Hundedame Negroni. Foto: Laura Müller-Sixer 8 Bilder
Heute im Stylecheck: Florian Baumgartner mit Hundedame Negroni. Foto: Laura Müller-Sixer

Stuttgart – Flo redet nicht nur gerne über Mode, er schaut und probiert auch gerne an. Vor allem die Haptik ist für ihn ein wichtiges Ausschlusskriterium: "Bei meinem letzten Berlinbesuch fiel mir eine Jacke aus einer Art gewachstem Stoff in die Hände – für 400 Euro. Ich hing sie wieder weg, aber bekam das Teil den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Kurz vor Ladenschluss wollte ich es dann wissen und ging zurück. Der Laden war zwar bereits geschlossen, aber der Typ winkte mich dennoch in den Laden und ich nahm sie mit. Es war sozusagen eine schicksalhafte Fügung."

Ein Faible für Jeans

Flo sucht sich seine Garderobe gewissenhaft aus und kauft nur dann, wenn die Qualität ihn überzeugt: "Man sollte schon abwägen, ob dieses Teil jetzt wirklich sein muss." Sich hin und wieder etwas gönnen? Warum nicht! Am Ende zählt sowieso die Kombination der einzelnen Stücke. Und da darf es auch mal das Zehn-Euro-Shirt zur japanischen Raw-Denim-Jeans sein - die haben es ihm nämlich besonders angetan. Dennoch gilt: Understatement ist alles. "Ich mach aus meinen Klamotten kein großes Ding. Ob das jetzt japanisch ist oder sonst was - das muss ich doch nicht jedem auf die Nase binden. Wenn es aber jemand erkennt, freut mich das schon", so der 36-Jährige.

Lieber spät, als nie

Gerne erinnert sich Flo an das Komunikationsdesign-Studium an der Akademie der Künste zurück: "Das war eine großartige Zeit, die ich nicht missen möchte." Auch, wenn er danach hinter der Theke vom ehemaligen "Wurst & Fleisch" auf Identitätssuche ging, nach zehn Jahren im Kessel fühlt sich der Grafik-Designer nun im Stuttgarter Süden angekommen. Neben der Arbeit in einer Agentur auf der Tübinger Straße steht er momentan an der Bar der Sattlerei. Und von dort aus, ist es gar nicht mehr so weit in die eigenen vier Wände: "Es liegt eben alles in einer Hood" - oder jetzt auch in "seiner Hood".

Ginge es nach Flo, könnte Stuttgart mehr Boutiquen wie "La Pour La" oder "Ave" vertragen. Momentan fährt er nämlich für seinen Shop-Favoriten auch extra mal nach Zürich.

Mehr von Flo und seinem Style gibt's in der Bildergalerie.