Wasen-Zwischenbilanz Herbstsonne lockt Besucher an
Michael Schoberth, Fotos: Rothe, 04.10.2010 08:14 Uhr
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Strahlende Siegerin: Patricia Eckert ist die neue Bierkönigin vom Wasen. Foto: Zweygarth
Strahlende Siegerin: Patricia Eckert ist die neue Bierkönigin vom Wasen. Foto: Zweygarth
"Die Schausteller beklagen eine Konzentration auf das Wochenende. "

Stuttgart - Die neue Wasen-Botschafterin heißt: Patricia Eckert. Die 28-Jährige wurde am Sonntag Nachmittag im Hofbräuzelt zur Bierkönigin 2010 gewählt und hat sich gegen ihre Konkurrentinnen Tina Richter, Anna Daiß und Laura Wetjen durchgesetzt. Die Entscheidung fällte eine Promi-Jury, der auch die Festwirte Hans Peter Grandl und Daniela Maier sowie der Manager der Fantastischen Vier Andreas Läsker angehörte. Die fünf Kandidatinnen haben sich in den letzten Monaten diversen Castings gestellt, einen Werbespot gedreht und einem Kamerateam ihr Zuhause präsentiert.

Am Wochenende war auf dem Wasen viel los, was nicht nur an der sonntäglichen Herbstsonne lag, sondern auch am Feiertag und dem Heimspiel des VfB. Am Sonntag ging das 98. Landwirtschaftliche Hauptfest zu Ende. Andreas Kroll, Geschäftsführer von "In Stuttgart", äußerte sich positiv. Mit etwa 190.000 Besuchern in sechs Tagen habe man das Niveau von 2006 wieder erreicht. Das anfangs herbstliche Wetter habe ein besseres Ergebnis verhindert. Richtig zufrieden sei er jedoch mit dem Wochenende an dem auf dem Wasen Hochbetrieb herrschte. Am Samstag sei der Andrang so groß gewesen, dass die Festzelte bereits zur Mittagszeit geschlossen werden mussten, berichtete Kroll.

Eine positive Halbzeitbilanz des diesjährigen Volksfest ziehen auch die Festwirte der sieben Fest- und der beiden Weinzelte. Die vergangene Woche und vor allem das Wochenende sei "sehr gut gelaufen", sagte der Wirtesprecher und Dinkelacker-Festwirt Werner Klauss. An schönen Tagen seien viele Familien auf dem Wasen unterwegs, so auch am Sonntag. Überaus zufrieden äußerte sich auch Hans-Peter Grandl, sein Hofbräuzelt sei stets ausgelastet gewesen. "Bisher ist alles sehr positiv verlaufen. Wir haben mehr Gäste als im vergangenen Jahr." Dass wegen des Landwirtschaftlichen Hauptfests die Stellfläche auf dem Gelände kleiner geworden ist, sei kein Problem: "Wir sind eine Symbiose mit dem Hauptfest eingegangen." Das Hauptfest sei der Ursprung für das Volksfest, erklärte Grandl. Sein Kollege Klauss sah in der Landwirtschaftsmesse ebenfalls ein Gewinn. Er habe mehr Reservierungen verbuchen können und ist sich sicher, dass auch die Schausteller davon profitiert haben.

Unterm Strich haben sie das bisher auch. Trotz des eher durchwachsenen Wetters zu Beginn des Volksfestes zeigte sich Joachim Hohl, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Südwest, durchaus zufrieden: "Unsere Zwischenbilanz ist in Ordnung." Ohne die Regentage lägen die Schausteller auf dem Niveau des Vorjahrs.

Hohl bedauert, dass sich das Geschäft immer stärker auf die Wochenenden konzentriere. Dabei sei es unter der Woche viel entspannter. Erfreuliches konnte auch die Polizei vermelden: keine besonderen Vorkommnisse. Zwar gebe es immer wieder Ärger wegen Alkoholmissbrauchs, aber bisher sei die Zahl der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren sogar rückläufig.

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