""Er hat sich uns gegenüber immer fair verhalten.""
VfB-Manager Fredi Bobic über Sami Khedira
Stuttgart - Immerhin ist zwischendurch auch noch recht erfolgreich Fußball gespielt worden. Der VfB Stuttgart gewann bei Molde FK mit 3:2 und legte damit die Basis für den Einzug in die Europa League - ein Sprung, der am Donnerstag (20.30 Uhr/ZDF) im eigenen Stadion perfekt gemacht werden kann. Dafür sorgten Sebastian Rudy, Zdravko Kuzmanovic und Martin Harnik mit ihren Treffern. Doch ansonsten drehte sich auch in Norwegen alles um ein Thema - den Wechsel von Sami Khedira zu Real Madrid, der nun perfekt ist.
Kurz vor dem Rückflug aus Molde einigten sich die Parteien am Freitag telefonisch. Damit ist das Tauziehen zwischen den beiden Clubs vorbei - mit einem positiven Ende für den VfB. Denn nach zähen Verhandlungsrunden sieht die Lösung so aus, dass Real eine Ablösesumme von knapp 14 Millionen Euro überweist. Am Anfang hatten die Spanier nur zehn Millionen geboten. "Madrid ist uns entgegengekommen", sagt der Stuttgarter Manager Fredi Bobic deshalb.
Wird er den hohen Erwartungen gerecht?
Khedira hält sich gerade in Stuttgart auf und wird bei Real einen Fünfjahresvertrag bis 2015 unterschreiben - vorbehaltlich der sportärztlichen Untersuchung, die er noch absolvieren muss. Sein Gehalt wird rund drei Millionen Euro netto plus Prämien betragen. Ursprünglich hatte sein Berater Jörg Neubauer sieben Millionen Euro brutto gefordert, während Real nur 2,2 Millionen netto zahlen wollte. Damit sind jetzt alle zufrieden - Khedira, Madrid und der VfB, der mit dem Geld die von dem Trainer Christian Gross gewünschten beiden Verstärkungen für die Außenbahnen finanzieren will.