Wegen Armenien-Resolution
Erdogan sagt Schweden-Visite ab
dpa,
12.03.2010 09:29 Uhr
Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan ist wütend über die Armenien-Resolution des schwedischen Parlaments. Foto: AP
Stockholm/Istanbul - Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat einen für nächste Woche geplanten Besuch in Schweden abgesagt. Das bestätigte Außenminister Carl Bildt in der Nacht zum Freitag in seinem Internetblog ». Erdogan reagierte damit auf eine Resolution des Stockholmer Reichstages, mit der der Massenmord an Armeniern und anderen ethnischen Gruppen 1915 im Osmanischen Reich als Völkermord eingestuft wird. Die Türkei hat auch ihre Botschafterin aus Stockholm bis auf weiteres abgezogen.
Erdogan wies die Entscheidung des Reichstages in einer Erklärung scharf zurück. Politiker sollten nicht über die Geschichte richten, teilte sein Büro in Ankara mit. Sie sollten Lehren aus der Vergangenheit ziehen und sich für eine bessere Zukunft einsetzen. Der Schwedische Reichstag habe sich von den Kräften missbrauchen lassen, die die Annäherung zwischen der Türkei und Armenien verhindern wollten.
Bildt distanziert sich von der mit einer Stimme Mehrheit verabschiedeten Erklärung des eigenen Parlaments. Er schrieb in seinem Blog: "Die Geschichte durch Abstimmungen im Reichstag zu politisieren, ist alles andere als konstruktiv." Es beunruhige ihn vor allem, dass dies von Reformgegnern in der Türkei ausgenutzt und der Versöhnungsprozess zwischen Türken und Armeniern gestoppt werden könne.
Erdogan wies die Entscheidung des Reichstages in einer Erklärung scharf zurück. Politiker sollten nicht über die Geschichte richten, teilte sein Büro in Ankara mit. Sie sollten Lehren aus der Vergangenheit ziehen und sich für eine bessere Zukunft einsetzen. Der Schwedische Reichstag habe sich von den Kräften missbrauchen lassen, die die Annäherung zwischen der Türkei und Armenien verhindern wollten.
Bildt distanziert sich von der mit einer Stimme Mehrheit verabschiedeten Erklärung des eigenen Parlaments. Er schrieb in seinem Blog: "Die Geschichte durch Abstimmungen im Reichstag zu politisieren, ist alles andere als konstruktiv." Es beunruhige ihn vor allem, dass dies von Reformgegnern in der Türkei ausgenutzt und der Versöhnungsprozess zwischen Türken und Armeniern gestoppt werden könne.
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Frage von Gustavmahler.
es ist einerseits der National stolz und anderseits die Militär in der türkei kann keiner was gegen die millitärs sagen wenn jemand was sagt wird er gleich angezeigt von staats anwalt, z. B. wie die Kurdischen Politiker jeder satz von denen gegen den staat oder gegen Militär wird angezeigt und die politiker werden ins knast geschmießen für 5-9 Jahren ,weil z.b "die türkische militär sein eine unterdrücker armee sonst nichts " der politiker ist dafür zu 5 Jahren Knast Bestaft worden . Anklage laut Staats anwalt man ziehe denn namen von Militär inden treck.
@Icat
Hallo, @Icat: "Das Gericht hat die angeschuldigten freigesprochen! Die Frage ist nicht ob viele Menschen getötet wurde, sondern ob das geplant war. Von dieser Anschuldigung wurden die Angeklagten freigesprochen." Wie jetzt - entscheidend ist also die Frage, ob es sich um millionenfachen Totschlag oder millionenfachen Mord handelt? Eine ethnische Säuberung, vom Rassenhass geschürt, ist ein Menschheitsverbrechen, egal ob sie - von langer Hand geplant - durch das vorsätzliche Ermorden stattfindet, oder ob die Methode nun "Vernichtung durch Arbeit" , Todesmarsch oder Aushungerung heisst. Erdogan hatte eine riesige Chance, der Welt zu zeigen, dass die Türkei auf einem Level mit dem Westen angekommen ist - er hat, wie immer bei großen Aufgaben, auf ganzer Linie versagt. Schade um die vergebene Gelegenheit; vielleicht finden sich eines Tages Nachfolger, die die menschliche größe und den politischen Weitblick haben, die Vernichtung der Armenier einzugestehen und neben einer Entschuldigung auch die Wiedergutmachung als Eingeständnis der Verantwortung für das Geschehene zu suchen.
Schwedenreise
Ich kann Erdogan verstehen. Ich würde jetzt auch nicht nach Schweden reisen wollen. Viel zu kalt. Viel zu viel Schnee. Lieber erst mal am Mittelmeer überwintern, und dann im Sommer reisen.