Wegen „Kampagne“ gegen Bahnchef Uni Stuttgart sagt Jahresfeier ab

Von dpa/lsw 

Die Auseinandersetzung um Stuttgart 21 hat nun auch die Universität Stuttgart erreicht. Die Hochschule sagt ihre Jahresfeier ab. Bahnchef Rüdiger Grube sollte feierlich Ehrensenator werden - das fanden Stuttgart-21-Gegner unpassend.

Bahnchef Rüdiger Grube Foto: dpa
Bahnchef Rüdiger GrubeFoto: dpa

Stuttgart - Aus Sorge um die Würde ihrer Jahresfeier hat die Universität Stuttgart erstmals in ihrer Geschichte die Veranstaltung abgesagt. Grund seien Anrufe, E-Mails und eine „unsachliche öffentliche Kampagne“ gegen die bei diesem Anlass geplante Verleihung der Ehrensenatorenwürde an Bahnchef Rüdiger Grube, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 hätten den Festredner aus der Schweiz, Professor Wolfgang Kinzelbach, mit Anrufen und E-Mails geschmäht. In diesem Klima wäre eine sichere Veranstaltung nicht zu garantieren gewesen, sagte Uni-Sprecher Hans-Herwig Geyer. Der Beschluss zur Verleihung der Ehrensenatorenwürde bleibe davon unberührt.

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189 KommentareKommentar schreiben

Ehrung Grube: Dass Die gesamte Uni Stgt. hinter dem Projkt s21 steht ist nicht richig. In 2010 hing am Schwarzen Brett der Uni Vaihingen ein Aushang des Personalrates, also der Vertretung aller Mitarbeiter der Universität aus, in der Sinn und Nutzen des Projetes heftig in Zweifel gezogen wurden. Auf meine Bitte an das Rektorat der uni Stgt.mir den/die Titel der wissssenschaftlichen Abhandlungen bzw. Veröffntlichungen von Herrn Dr. Grube zu nennen, die die Universität in den letzten 2 Jahren zu einem derartigen positiven Sinneswandell bzgl. des Projektes 21 bewegte zu nennen erhielt ich jedenfalls keine Antwort Anmerkung an die STZ-Redaktion: : Sie können mich gern nach einer Kopie des Schreibens des Personalrates -anmailen, dann sende ich es IIneen als PDF zurück

Kommentarspalten: Es isr bedauerlich, dass die Kommentarspalten immer mehr zum Kriegsschauplatz für private Fehden zwischen einzelnen Kommentatoren degenerieren. Die gebotene Anonymität lädt geradezu dazu ein. Persönliche Verunglimpfungen sind gute Ventile , um Dampf abzulassen. Die Probleme lösen sie aber keineswegs.

Re Aufmerksamer Leser 14.11.20.27°°:Neue Allegorie: Werter Aufmersamer Leser,Sie halten ja durch Ihre Privatfehde mit Jürgen Schwab zum Thema 'Boni für Bahnmanager' selbiges kräftig am köcheln.Wenn das mal keine unliebsamen Nachforschungen in die Vergangenheit seit Gründung der DB AG auslöst ! Im Übrigen:Man kann Haarspalterei noch toppen. Mammutbaume zu 'Spächtala' !-wenn Sie den Begriff noch kennen sollten. Alter Demokrat,Inhaber eines 'Berechtigungsscheins zu Inbetriebsetzung einer Einzelfeuerstelle'(sog.Kachelbachel-Schein),einer der Unternehmer-gegen-S21.

Re Hari Seldon 14.11.17.52°°:diggers law: Werter Hari Seldon,es geht beim zu erschließenden Baufeld 'Phantasia-City hintern Hauptbahnhof' um BODENKONTAMINATION.Oder fährt die Bahn seit Jahrzehnten durch verseuchtes Gelände? Dann bräuchte sie ja Zugvollschutz,so ne Art Zugkondome.Und Dekontiminierungsschleusen mit Deckenduschen.Und die werden bekanntlich erst zu Brandbekämpfungszwecken für Tiefhaltepunkte entwickelt.Ganz 'der Zukunft zugewandt' gemäß der Neu-Stuttgarter Kampfparole:'Hinabgestiegen in Ruinen...' Alter Demokrat,einer der Unternehmer-gegen-S21.

Boni-AL/Verborgene Strukturen zur Förderung von Großprojekten, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen: Die Boni wurden eingesetzt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sie sind rückzahlbar, wenn das Projekt scheitert. Warum konstruiert die Politik ein solches Anreizsystem? Aufmerksamer Leser, Sie sind entweder schwer von Begriff oder Sie wollen es nicht begreifen. Im Fall des Grundstücksgeschäftes bei Stuttgart 21 wurden die Boni eingesetzt, die Bahnvorstände zu stimulieren, alles zu tun, daß das Projekt Stuttgart 21 nicht scheitert. Man könnte sogar vermuten, daß die Bahnoberen dazu bewogen werden sollten, die eigentlich betriebsnotwendigen Grundstücke auf jeden Fall herzugeben, weil satte Boni winkten. Sie sind doch Lohnschreiber, AL (Sie dementieren es zwar, aber unter Pseudonym kann man viel behaupten), rufen Sie einfach mal kurz Grubes Büro und die der anderen betroffenen Vorstände an und lassen sich den Vorgang erklären. Als S-21 Fundi wird man Ihnen sicher bereitwillig Auskunft geben...Ihre Wortklaubereien können Sie sich sparen. Ich weiß mehr über die Geschichte, als Sie sich im Traum vorstellen können. Um meine Informanten zu schützen, führe ich den Skandal nicht detaillierter aus, weil man dann leicht auf deren Identität schließen könnte. Natürlich ist bei den Boni von den Verantwortlichen nach außen hin alles so gestaltet, daß es völlig legal aussieht. Was die ERI veröffentlicht hat, reicht trotzdem aus, die Politik und die Bahnvorstände in ein schlechtes Licht zu setzen. Die ERI weiß ziemlich Bescheid über die verborgenen Vorgänge im Zusammenhang mit den Boni. Im Prinzip handelt es sich um ähnliche Strukturen, wie sie beim ENBW-Deal des Duos Mappus/Notheis offenbar wurden. Wenn Stuttgart 21 dereinst kippt, und genauer nachgeforscht wird, werden Dinge zutage treten, die sich die meisten von uns gar nicht vorstellen können und wollen. Zum Beispiel die 'Phi-Delta-Phi'-Geschichte, ich gehe mal davon aus, Sie wissen, was ich meine. Was in der großen internationalen Politik die Klüngeleien der sogenannten 'Bilderberger' sind, ist im 'Kleinen' bei S 21 'Phi-Delta-Phi'. Für Nichtwissende: Ein wenig googeln hilft. Vor zwei Jahren wußte ich noch gar nicht, und konnte es mir auch gar nicht vorstellen, daß es so etwas überhaupt gibt, wie die 'Bilderberger' oder 'Phi-Delta-Phi'. Das 'Tolle' an Stuttgart 21 ist, daß dadurch Dinge offenkundig werden, die der Normalbürger der politischen Klasse niemals zugetraut hätte. Stefan Mappus sagte, die Leute würden nur deshalb so verrückt gegen Stuttgart 21 opponieren, weil sie dabei auch an die Finanzkrise 2008 dächten und dadurch verunsichert und öffentlichen Institutionen gegenüber mißtrauisch geworden seien. Er hat völlig Recht. Er weiß ja, wie er selbst zusammen mit dem Banker Notheis das Parlament umgangen hat. Die Politik macht das ständig, Schäuble probiert das laufend bei der Eurorettung. Stuttgart 21 ist in dieser Hinsicht das beste Beispiel. Weil man jegliche Kontrolle geschickt ausgeschaltet hat, ist das Projekt jetzt in der Bredouille. Brandschutz, Grundwasser, Gefälle, alles wird jetzt doch offenbar und verhagelt den Betreibern die Bilanzen. Die Klüngeleien halfen nur bis zur Voksabstimmung und bis zum Baubeginn. Sauber, transparent geplante Projekte mit öffentlicher Beteiligung ohne Boni für die Bahnvorstände wie in Zürich oder Malmö haben diese ganzen Probleme nicht, weil sie im Vorfeld abgearbeitet und bereinigt wurden und weil keine Gesetze und Regelungen umgangen wurden. Niemand demonstrierte in Malmö, niemand demonstriert in Zürich. Ruhig und geordnet wurde bzw. wird dort gebaut. Das ist der schlagendste Beweis, daß in Stuttgart etwas ganz gewaltig zum Himmel stinkt.

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