Weinstadt Der Besen des Jahres steht in Beutelsbach

Von Harald Beck 

Das Internetportal „besentermine.de“ hat erstmals den landesweiten „Besen des Jahres“ gekürt. Sieger beim Online-Voting ist das Besenfritzle in Weinstadt.

Besenwirt Fritz Wahler schenkt offenbar recht ordentlich ein. Foto: Gottfried Stoppel
Besenwirt Fritz Wahler schenkt offenbar recht ordentlich ein.Foto: Gottfried Stoppel

Weinstadt - Insgesamt einhundert Besen aus dem ganzen Land sind mit im Rennen gewesen beim Wettbewerb um den Titel des „Besen des Jahres 2012“. Einer hat am Ende mit recht deutlichem Punktevorsprung beim Online-Voting des Portals „besentermine.de“ die Nase vorne gehabt: das Besenfritzle in Beutelsbach.

Das ist eine Auszeichnung, die Besenwirt Fritz Wahler natürlich sehr behagt. Zumal im urgemütlich hergerichteten Besen in der ­ehemaligen Scheune an der Beutelsbacher Poststraße im kommenden Jahr just zum 500-Jahr-Jubiläum des Bauernaufstandes Armer Konrad der beseneigene zehnte Geburtstag ansteht.

Die Auszeichnung sei verdient, sagen die Gäste aus Gmünd

Dass der Fritz mit seinem Besenfritzle die Auszeichnung allemal verdient hat, das bestätigen am Tag der Urkundenübergabe im einmal mehr ziemlich vollen Ausschankraum sofort und nachdrücklich zwei extra aus Schwäbisch Gmünd angereiste Besenhocker: Nicht nur der Wein sei einfach hervorragend – „so a richtigs Gsälzbrot isch oifach ao was Guats“. Der Wirt ist derweil längst wieder zum Besenstammtisch entschwunden und schenkt den nächsten LZ ein – Lemberger-Zweigelt, die Cuvée gibt es auch nicht überall. Dafür gesellt sich Wolfgang Haschke an den Tisch, der Mann, der für das Besenportal im Internet zuständig ist und damit dafür, dass dort die exakten Öffnungstermine von möglichst vielen Besen im ganzen Land verzeichnet sind. Er ist auch derjenige, der den anno 2012 erstmals veranstalteten Wettbewerb um die Meriten des „Besen des Jahres“ ins Leben gerufen hat.

Rund 1000 Punkte Vorsprung

Alle Besenfreunde könnten ihre Stimmen abgeben, sagt er zum Besenwettbewerb. Auch mehrmals, wenn die Begeisterung dafür ausreicht, allerdings nur einmal pro Tag, und das Voting werde natürlich auf auffällige Unregelmäßigkeiten hin überprüft. Beim 2012er Wettbewerb war die Stimmabgabe auf der Internetseite von Mitte November bis Ende Dezember freigeschaltet. Im ersten Durchgang, so erläutert Haschke, sind es 100 Besenwirtschaften gewesen, die auf der Liste standen. Im dritten Finaldurchgang hat sich deren Zahl dann auf die punktbesten zehn reduziert. Und in der Liste der besten zehn Besen im Land hat es der Beutelsbacher Besenfritz dann unter Berücksichtigung der Kategorien wie „Mein Lieblingsbesen“, „Guter Wein“, „Gutes Essen“, „Spitze Service“ und so weiter auf satte und unübertroffene 5721 Votingpunkte gebracht.

Der erste Verfolger, der Geißenpeter-Gmelin in Angelbachtal (Kraichgau, Baden) hatte mit 4797 Punkten schon einen deutlichen Rückstand. Der Kornvogel in Feuerbach war als Ranglistendritter der direkteste Verfolger aus der Region, die mit dem Weingut Katzer in Hohenhaslach, Gerhard Zaiß in Untertürkheim und dem Weingut Stärk in Oberriexingen insgesamt fünf Besen in den Top Ten der Online-Besen des Landes platzieren konnte. Mit Silcher – Silvaner gekreuzt mit Kerner – und viel Besenwirtselan will Fritz Wahler die Titelverteidigung anno 2013 anstreben. Der Wettkampf auf der Besenterminseite im Internet hat bereits begonnen. Denn bei der zweiten Auflage des Votings wird das ganze Jahr über abgestimmt, sagt Wolfgang Haschke. Wieder sind es in der ersten Runde 100 Besenwirtschaften, die auf der Liste stehen, die allerdings auch jederzeit um den eigenen Lieblingsbesen ergänzt werden kann.

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