Weißenhofsiedlung Stuttgart
Corbusier-Museum in Finanznot
Thomas Borgmann,
07.04.2010 12:25 Uhr
Foto: Zweygarth
Stuttgart - Die Freunde der Weißenhofsiedlung schlagen Alarm. Der Vorstand des gemeinnützigen Vereins, der seit 2006 im Auftrag der Stadt den Betrieb im Museum Le Corbusier am Killesberg führt, hat jetzt in einer Stellungnahme auf eine akute Finanznot hingewiesen: "Die Finanzierung des Museums am Killesberg ist nur noch bis Ende September gedeckt, von Oktober an werden die Ausgaben die Einnahmen übersteigen." Bis zum Jahresende, so die Vorsitzende Suse Kletzin, sei ein Defizit von 10.000 Euro zu befürchten. Deshalb trage sich der Vorstand mit dem Gedanken, den Vertrag zum 31. Dezember zu kündigen.
Die Ursache der akuten Finanzprobleme ist nach Kletzins Angaben der bereits 2004 geschlossene Betreuungsvertrag mit der Stadt, der einen jährlichen Zuschuss von 23.000 Euro garantiert. Diese Summe sei jedoch bis heute nicht den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst worden – vielmehr habe die Stadt im Zuge ihrer Sparpolitik im Kulturbereich diesen Zuschuss im Herbst 2009 um fünf Prozent gekürzt. Nur der erfreulich starke Besucheransturm in diesem Jahr habe ein höheres Defizit bisher verhindert.
Auf seiner Mitgliederversammlung hat der Verein der Freunde der Weißenhofsiedlung jetzt beschlossen, die Kündigung des Vertrages zumindest bis zum 18. Mai zurückzustellen. An diesem Tag wird sich der gemeinderätliche Ausschuss für Kultur und Medien mit der Finanzlage des Vereins und der Zukunft des Museums befassen. Kurz darauf, im Juni, will der dreiköpfige Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
Die Ursache der akuten Finanzprobleme ist nach Kletzins Angaben der bereits 2004 geschlossene Betreuungsvertrag mit der Stadt, der einen jährlichen Zuschuss von 23.000 Euro garantiert. Diese Summe sei jedoch bis heute nicht den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst worden – vielmehr habe die Stadt im Zuge ihrer Sparpolitik im Kulturbereich diesen Zuschuss im Herbst 2009 um fünf Prozent gekürzt. Nur der erfreulich starke Besucheransturm in diesem Jahr habe ein höheres Defizit bisher verhindert.
Auf seiner Mitgliederversammlung hat der Verein der Freunde der Weißenhofsiedlung jetzt beschlossen, die Kündigung des Vertrages zumindest bis zum 18. Mai zurückzustellen. An diesem Tag wird sich der gemeinderätliche Ausschuss für Kultur und Medien mit der Finanzlage des Vereins und der Zukunft des Museums befassen. Kurz darauf, im Juni, will der dreiköpfige Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
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Das war vor Jahre
War der Abriss des "Araber Dorfs" nicht schon in den 30 Jahren geplant ? Die Politik hat sich geändert, die Geisteshaltung mancher Menschen nicht.
Keine Gartenzwerg-Kultur
Anscheinend ist dieser alte Ungeist immer noch in manchen Köpfen vorhanden. Die Nazis wollten den Weißenhof abreißen, dafür wären, wie weiter unten, die bekannten Gartenzwerghäuser entstanden. Doch bei manchen bleibt Provinz immer Provinz.
Weißenhofsiedlung
Traurig die Finanzlange, aber doch bitte nicht schon wieder die Stadt in die Pflicht nehmen! Es gibt doch einen Verein der Weißenhof-Siedlung o.ä., die sollen bitte die Mitglieds-Beiträge erhöhen und die Besucher einen höheren Eintrittspreis bezahlen! Aber bitte nicht schon wieder Steuergelder....., es gibt Wichtigeres!